Bist Du schwanger? Erfahre wie du einen sicheren Schwangerschaftstest durchführen kannst und welche Schritte in den ersten Tagen und Wochen deiner Schwangerschaft notwendig sind.

ICSI Erfahrungen: Mein Kiwu Tagebuch

Bist Du auf der Suche nach ICSI Erfahrungen anderer Frauen ? Kirsten führt ein Kinderwunsch Tagebuch und hat darin ihre ICSI Erfahrungen dokumentiert. Hier kommt ein Ausschnitt aus ihren Notizen, den sie zur Veröffentlichung freigegeben hat. 

ICSI Erfahrungen

Kirsten hat mit ihrem ICSI Tagebuch am ersten Tag der Stimulation begonnen.

Ihre Aufzeichnungen enden mit dem Tag des Schwangerschaftstests.

Montag, 20.12.2023

Heute war Ultraschall und Blutabnahme in der Kinderwunschklinik.

Im Wartezimmer saßen noch 3 andere Frauen. Alle in Begleitung ihres Partners, einer Freundin, der Mutter, …

Ich bin alleine hier und fühle mich einsam! Was heute auf mich zukommt? Wie wird die Untersuchung, wie das Ergebnis aussehen?

Gott sei Dank hat meine Ärztin meine Laune mit ihrer freundlichen und lockeren Art aufgebessert.

Und sie hat grünes Licht für unsere zweite IVF (oder vielleicht auch ICSI) gegeben.

Jetzt heißt es auf die Periode warten.

Puh!!! Ich könnt gerade platzen vor Freude.

Nur die Rechnung in der Apotheke hat die Freude getrübt. Dabei waren das nur die Medikamente für eine Woche.

Warum sind die Medikamente so teuer? Das ist nicht fair!

Andere Paare werden einfach so schwanger und wir müssen uns überlegen, wie wir die Behandlung finanzieren können.

Der Beginn der Stimulation

Samstag, 03.01.2024

Meine Periode hat gestern morgen eingesetzt. Jetzt geht es los!

Ich freue mich, gleichzeitig habe ich Angst.

Schaffe ich das? Werde ich alle Termine auf die Reihe bekommen?

Wird es Nebenwirkungen von den ganzen Hormonen geben?

Heute Abend fange ich mit den ersten Spritzen an.

Das bedeutet für mich: Puregon und Menogon einmal am Tag direkt in den Bauch injizieren.

Bei meiner ersten ICSI hat das manchmal richtig weh getan. Mal sehen, ich hoffe, dass ich das Spritzen bei diesem Versuch besser hin bekomme.

Aber egal: Ich starte voller Hoffnung auf unser Wunder in diesen neuen Versuch!

Montag, 05.01.2024

Es ist 2 Uhr morgens. Ich kann nicht schlafen, da mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf gehen.

Was ist wenn es wieder nicht klappt?

Die Angst ist so verdammt groß!

Mein Mann sieht das lockerer und macht sich keinen großen Kopf. Das sagt er zumindest.

Ich verstehe ihn einfach nicht.

Und dann habe ich schon die ersten blauen Flecken am Bauch.

Das bedeutet für mich eine neue Schlafposition finden, denn die Stellen tun weh, wenn ich auf dem Bauch liege.

Hoffentlich sagt die Ärztin am Freitag alles ist gut und ich muss nur noch eine Woche stimulieren.

Ich glaube 3 Wochen Stimulation halte ich nicht noch einmal aus!

Dienstag, 06.01.2024

Ich ertrage mich heute selber nicht.

Alles und jeder nervt mich.

Meinen PC hier auf der Arbeit würde ich am liebsten aus dem Fenster schmeißen, mich ins Auto setzen und nach Hause in mein Bett verkrümeln.

Ich weiß nicht, ob es noch von der letzten Stimulation kommt oder ob mir die ganzen Hormone dieses Mal einfach mehr zu schaffen machen. Mein Mann leidet mit mir. Vor allem wenn die Spritzen wieder mal so weh tun oder brennen.

Stell ich mich nur so an oder geht es anderen auch so?

Mittwoch, 07.01.2024

Jetzt heißt es morgens auch noch eine zusätzliche Spritze Orgalutran setzen. Zum Glück kann mein Mann mich spritzen.

Ich hasse Spritzen!

Manchmal frage ich mich in einem stillen Moment, ob es das alles wert ist.

Aber dann denke ich an mein Kind und ich weiß, dass es sich lohnen wird!

Auch wenn das Zwicken im Unterleib und meine schlechte Laune heute etwas anderes sagen.

Meine Katzen merken auch wieder, dass etwas anders ist als sonst und sind total anhänglich und spenden Trost.

Genau das ist es, was ich heute brauche.

Donnerstag, 09.01.2024

Meine Gefühle fahren Achterbahn und heute ist so ein richtig besch… Tag, an dem ich alles am liebsten hinschmeißen möchte.

Warum bekommen Frauen, die ihre Kinder vernachlässigen ein Kind nach dem anderen?

Und wir bekommen keins?

Dabei würden wir für ein Kind alles machen!

Ihm das beste Leben ermöglichen.

Warum muss ich mich dieser ganzen Tortur unterziehen?

Ich kann noch nicht mal mehr kleine Kinder im Fernsehen sehen ohne unendlich traurig zu werden.

Es ist einfach unfair und ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn es nicht klappen sollte …

Ultraschall Termin: Wie viele Eibläschen gibt es?

Freitag, 10.01.2024

Heute ist ein guter Tag!

Es ist nicht nur mein letzter Arbeitstag vor meinem Urlaub, auch meine Kiwu Ärztin war super zufrieden.

Ich musste zwar wieder ohne meinen Mann in die Klinik aber zum Glück war heute außer mir niemand im Wartezimmer.

An meinem linken Eierstock konnten wir 14 Eibläschen sehen. Rechts waren es nur 7.

Und dann sagte meine Ärztin,  dass die Punktion wahrscheinlich schon nächste Woche stattfinden kann.

Ich hätte sie am liebsten vor Freude umarmt.

Ich könnte gerade platzen vor Freude!

In ein paar Tagen ist wieder Ultraschall Kontrolle und ich erfahre dann, ob sich sie Follikel weiterentwickelt haben.

Ich zähle die Tage, die wir noch spritzen müssen.

2. Ultraschall Termin: Wie geht es weiter?

12.01.2024

Die letzten Tage waren ein emotionales Auf und Ab.

Mal hatte ich gute Laune und im nächsten Moment bin ich explodiert oder in Tränen ausgebrochen.

Oft ganz ohne ersichtlichen Grund. Manchmal musste mein Mann einfach nur „falsch“ gucken.

Und die Schmerzen im Bauch gehen nicht mehr weg. Mein ganzer Unterleib tut weh.

Dafür hatte ich heute morgen beim US Kontrolltermin in der Klinik wieder Glück.

Meine Ärztin war begeistert. Es funktioniert dieses Mal alles besser als gedacht.

Heute Abend um 0:00 Uhr müssen wir mit der letzten Spritze den Eisprung auslösen und Mittwoch ist dann schon Punktion.

Ich bin aufgeregt und die nächsten zwei Nächte werde ich bestimmt nicht schlafen können.

Bis jetzt waren es 27 Spritzen in 11 Tagen!

Eisprung auslösen & warten

13.01.2024

Es ist 23:45 Uhr. Wir haben vor 1 1/2 Stunden den Eisprung ausgelöst. Mein Mann hat sich nach dem Spritzen umgedreht und ist gleich wieder eingeschlafen.

Ich liege hier jetzt und wälze mich hin und her.

Ich stell mir gerade vor wie es sein wird, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist und wie es mir gehen wird, wenn er negativ ausfällt.

Ich möchte über ein negatives Testergebnis eigentlich nicht nachdenken und hab schon alles versucht um es aus meinem Kopf zu bekommen.

Aber nichts hilft. Und die ständigen Schmerzen im Unterleib machen sowieso jede Ablenkung unmöglich.

Ich weiß nicht wie ich die nächsten 2 1/2 Wochen durchstehen soll.

Eizellpunktion: Wie viele Eizellen sind es?

14.01.2024

Heute war die Eizellpunktion.

Ich war dieses Mal extrem aufgeregt und gleichzeitig ängstlich.

Was ist, wenn es dieses Mal wieder nicht klappt?

Vor der Punktion habe ich meinem Mann geholfen, damit er die Spermaprobe abgeben kann.

Danach hieß es dann ab auf den OP Tisch.

Als ich vorbereitet wurde hätte ich am liebsten geheult. Dabei waren alle so super nett und freundlich.

Das Ganze hat ca. eine halbe Stunde gedauert und mein Mann durfte danach gleich zu mir.

Die Dame aus dem Labor sagte uns, dass 14 Eibläschen punktiert werden konnten.

Ab diesem Zeitpunkt hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht.

Nun waren mir auch die heftigen Schmerzen und die leichte Blutung egal.

Nach ca. einer Stunde kam unsere Ärztin, um nach mir zu schauen.

Sie hatte auch gute Nachrichten für uns: Es waren dieses Mal 11 reife Eier dabei.

Und bei den restlichen Eizellen besteht die Hoffnung, dass sie noch reif werden.

Leider fiel die Spermaprobe meines Mannes nicht so gut aus, so dass eine ICSI gemacht werden muss.

Ok! Ade Urlaubsgeld, hallo große Hoffnung auf unser Wunder!

Nachdem mein Kreislauf einigermaßen ok war, durften wir wieder nach Hause.

Auf dem Weg nach Hause hat mein Mann mir noch schnell etwas zu essen besorgt. Essen gegen den niedrigen Blutdruck, die Spannung und meinen knurrenden Magen.

Nachdem ich alles aufgefuttert hatte, habe ich mich mit meinen Katzen aufs Sofa gekuschelt. Ich bin recht schnell eingeschlafen.

Jetzt heißt es auf den Anruf aus dem Labor warten und in 3 Tagen findet der Transfer statt.

15.01.2024

Heute gab es die Nachricht vom Kiwuzentrum: 7 Eizellen haben sich befruchten lassen.

Davon bekomme ich am kommenden Montag zwei Stück transferiert.

Ich bin etwas enttäuscht, weil ich doch auf mehr Befruchtungen gehofft hatte. Aber gut, vielleicht bringt uns die Zahl 7 ja Glück.

Die Schmerzen sind heute mit Schmerztabletten auszuhalten. Nur mein Kreislauf spielt noch komplett verrückt.

3 Narkosen in einem Jahr und dazu die ganzen Medikamente und Hormone.  Mein Körper hat offenbar die Nase voll davon.

Was mich weitermachen lässt ist meine Hoffnung. Die Hoffnung auf unser Wunschkind.

Embryotransfer: Das Wunder kann kommen

17.01.2024

Die letzten 2 Tage hab ich komplett auf dem Sofa verbracht. Im liegenden Zustand tut mir nichts weh und die Motivation für etwas anderes war eh nicht da.

Heute war es dann soweit: Ich habe meine zwei Embryonen in Empfang genommen.

Es war so ein schöner Moment, mein Mann konnte dabei sein. All die bisherigen ICSI Erfahrungen waren vielleicht doch nicht umsonst.

Zu Beginn des Transfers hatte die Ärztin etwas Probleme, aber nachdem ich ein bisschen Wasser lassen konnte, klappte alles.

Am kommenden Freitag wird mein Progesteronwert überprüft und Freitag darauf bekommen wir das Ergebnis.

Ich bete, dass es dieses Mal klappt.

Und ich ziehe meinen Hut vor den Frauen, die das alles schon so oft durchmachen mussten.

Ich bin mit meine Kraft ziemlich am Ende, müde, gleichzeitig aber auch hoffnungsvoll, dass es dieses Mal klappen wird.

Warten, aushalten und die Hoffnung nicht verlieren

20.01.2024

Ich kann an nichts anderes mehr denken.

Abends und morgens leg ich mir eine Spieluhr auf den Bauch und lasse sie spielen.

Das beruhigt mich ein bisschen und ich hoffe, dass zumindest ein Embryo bei mir bleibt.

Mein Bauch ist dick und schmerzt.

Ich komme mir total hilflos vor.

Da ich diese Woche krank geschrieben bin, verbringe ich die meiste Zeit mit meinen Katzen auf dem Sofa. Sobald ich länger stehe oder sitze tut mir der ganze Unterleib weh.

Meine Katzen genießen die Zeit, aber ich mag und kann bald nicht mehr.

Warum dauert die Wartezeit bis zum Schwangerschaftstest nur so lange???

23.01. 2024

Meine Brustwarzen bringen mich noch um!

Es darf wirklich gar nichts dran kommen. Sonst geh ich an die Decke.

Und in der Nacht weiß ich nicht wie ich liegen soll. Mein Bauch ist so dick und tut weh.

Heute am Vormittag fand der Bluttest von meinem Progesteronwert statt.

Leider ist der wie beim letzten Versuch nicht so gut ausgefallen.

Das bedeutet, dass ich zusätzliches Progesteron einsetzen muss.

Ich hoffe diese ganzen Hormone bringen etwas!

24.01.2024

Heute sind wir zur Ablenkung 2 Stunden lang wandern gegangen.

Ich bin mittlerweile sehr hibbelig und mache mir ständig Gedanken.

Unser Ausflug war für mich sehr anstrengend, da ich durchgehend ein Ziehen im Unterleib habe. Und die Tabletten verursachen ein ziemliches Schwindelgefühl.

Noch ganze 5 Tage bis zum Bluttest.

27.01.2024

Ich kann es kaum noch erwarten bis zum Schwangerschaftstest.

Nachts liege ich wach und mache mir Gedanken.

Ich habe irgendwie ein schlechtes Gefühl und das macht mich unendlich traurig.

Ich hab oft ein Ziehen im Unterbauch. Was das wohl bedeutet?

Ich würde mir am liebsten ein Schwangerschaftsfrühtest holen, aber mein Mann hat es mir verboten.

Er hat Angst, dass der Test ein falsches Ergebnis anzeigt und ich mich dann noch mehr verrückt mache.

29.01.2024

Ich bin kurz vorm Durchdrehen!

Noch ca. 24 Stunden bis zum Test. Sie ziehen sich wie Gummi. Unendlich lang.

Und mein Gefühl wird immer schlechter.

Die Schmerzen im Unterleib fühlen sich an als wenn meine Regel kommt.

War wieder alles umsonst? Wird der Schwangerschaftstest wieder negativ sein?

All diese ICSI Erfahrungen treiben mich nach und nach in den Wahnsinn.

ICSI Erfahrungen: Schwangerschaftstest positiv?

Freitag, 31.01.2024

Da ich die ganze Nacht vor Aufregung nicht schlafen konnte, war ich um halb acht schon zur Blutabnahme.

Um kurz vor neun kam der erlösende Anruf:

Ich bin schwanger !

Der Schwangerschaftstest ist positiv !!!

Ich kann es noch gar nicht glauben.

Ich zittere am ganzen Körper und weine vor Freude.

Mein Mann ist geschockt und hat Angst, dass wir Zwillinge bekommen.

Wir haben beide nicht damit gerechnet.

In zwei Wochen ist der erste Ultraschall.

Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt!

Liebe Kirsten,

herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft !!! :-) ❤️

Ich habe mit Dir mitgefiebert und mich so unendlich über das positive Ergebnis gefreut.

Ich drücke Euch die Daumen und bin sehr gespannt wie euer Kinderwunschweg weitergeht.

Herzlichen Dank, dass Du uns diesen Einblick in Deinen ICSI Erfahrungen möglich gemacht hast.

Herzliche Grüße

Silke

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ICSI Erfahrungen: Mein Kiwu TagebuchSilke2024-02-29T22:39:31+02:00

Schwangerschaft Symptome: Bist du schwanger?

Welche Schwangerschaftssymptome verraten dir, dass du schwanger bist? Und ab wann treten diese Schwangerschaft Symptome genau auf? In diesem Artikel erhälst du alles Wichtige zusammengefasst.

Erste Schwangerschaft Symptome

Mich erreichen über Kindeshalb täglich viele Emails von Frauen, die Symptome einer möglichen Schwangerschaft spüren und unsicher sind, ob sie nun wirklich schwanger sind oder nicht.

Deshalb vorne weg direkt ein paar Punkte:

  • Bitte denke daran, dass es mindestens einen ungeschützten Geschlechtsverkehr zwischen Frau & Mann braucht, um schwanger zu werden.Das klingt banal, aber manchmal stellt sich bei genauerem Hinschauen heraus, dass gar kein Sex stattgefunden hat.
  • Es ist wichtig, dass du weisst, wann deine fruchtbaren Tage sind. Denn nur dann  kannst du einordnen, ob der GV in deinem Fruchtbarkeitsfenster stattgefunden hat oder nicht. Bitte informiere dich hier auf Kindeshalb über Zyklustracking, wenn du unsicher bist.
  • Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum du vielleicht schwangerschaftsähnliche Symptome hast, aber nicht schwanger bist. Dazu gehört z.B. Stress, das Absetzen der Pille, Hormonstörungen, eine Zeitumstellung durch eine Reise oder eine Erkrankung. Vieles kommt hier in Betracht, letztendlich kennst du aber deinen Körper am besten.

Was ich damit sagen will: Es gibt viele Gründe für schwangerschaftsähnliche Symptome und nicht alle davon sind Anzeichen einer tatsächlich vorliegenden Schwangerschaft.

Je nachdem wie sensibel du gerade aus den verschiedensten Gründen für das Thema Schwangerschaft bist (z.B. ungeschützter Sex, Pille vergessen, Periode ist überfällig, langer Kinderwunsch, neue Partnerschaft, Pille abgesetzt etc.), deutest du vielleicht aktuell bestimmte Symptome eher in Richtung Schwangerschaft als in anderen Phasen deines Lebens.

Dieses besondere Gespür und die damit verbundenen Gedanken können richtig sein, dich aber auch komplett in die falsche Richtung führen.

Ein Schwangerschaftsfrühtest kannst du relativ sicher 12 bis 14 Tage nach dem Eisprung einsetzen.

Anzeichen Schwangerschaft: Erste Woche

Allererste Schwangerschaftsanzeichen machen sich manchmal bereits  wenige Tage nach dem ungeschützten Sex bemerkbar.

Frauen berichten von

  • einem Ziehen, Piksen oder diffusen oft nur leichten Schmerzen im Unterbauch
  • einem Ziehen und Zwicken nur auf der rechten oder linken Bauchseite
  • spannenden oder schmerzenden Brüste
  • einem Völlegefühl
  • Müdigkeit
  • Heißhunger, Gelüste oder Ekel
  • Übelkeit
  • Brechreiz
  • vermehrter Ausfluss
  • Blähungen oder Verstopfung
  • Hautveränderungen
  • einem Ausbleiben der Periode

Nicht wenige Frauen berichten vom Einnistungsschmerz.

Dieser Nidationsschmerz kann entstehen, wenn sich der geschlüpfte Embryo in die Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Manchmal dritt auch eine Einnistungsblutung auf, eine leichte, oft nur tröpfchenstarke Blutung, die auf die Einnistung hinweisen kann.

Der Einnistungsschmerz und die Einnistungsblutung gehören zu den unsicheren Symptomen einer Schwangerschaft, da sie nicht alle Frauen haben und bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen sind.

Manchmal handelt es sich bei den Symptomen auch um den Mittelschmerz, der den Eisprung anzeigen kann.

Denn der Mittelschmerz tritt nicht nur vor und während, sondern bei vielen Frauen auch nach dem Eisprung auf.

Anzeichen vor dem Ausbleiben der Periode

Es gibt weitere erste Symptome vor dem Ausbleiben der Menstruation, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können:

Hochlage der Basaltemperatur

Ein bereits sehr sicheres allererstes Symptom bei einer Schwangerschaft vor dem Ausbleiben der Monatsblutung ist die sogenannte Hochlage der Basaltemperatur.

Dein Körpertemperatur verändert sich im Zyklusverlauf. Etwa in der Zyklusmitte, kurz nach dem Eisprung, steigt durch Progesteronwirkung deine Basaltemperatur um einige Zehntel Grad um mindestens 0,2 °C an.

Die symptothermale Methode (NFP) nutzt genau diesen Anstieg der Basaltemperatur (neben weiterer Körperzeichen wie z.B. den Zervixschleim oder den Muttermund) zur Bestimmung der fruchtbaren Tage.

Der Temperaturanstieg zeigt dir an, dass für dich die 2. Zyklushälfte, die sogenannte Lutealphase nach dem Eisprung, begonnen hat.

Mit dem Ende des Zyklus und der Beginn der Periode fällt die Temperatur wieder ab, es sei denn du bist schwanger.

Bei einer vorliegenden Schwangerschaft bleibt die Basaltemperatur aufgrund des Hormonanstiegs erhöht. Die Periode bleibt aber aus. Dies ist ein deutliches und bereits sehr sicheres Schwangerschaftsanzeichen.

Ich möchte dir diese Temperaturhochlage am Ende des Zyklus beispielhaft an meiner Zykluskurve  zeigen.

Schwangerschaft Symptome: Hochlage der Hauttemperatur Ava Chart

Schwangerschaft Symptome: Hochlage der Hauttemperatur

Die Eizelle ist ca. sechs bis zwölf Stunden nach dem Eisprung befruchtungsfähig.

Samenzellen können im Körper bis zu 5 Tage überleben. Dementsprechend kann eine Befruchtung nur bis zu fünf Tage vor und zwölf Stunden nach dem Eisprung stattfinden.

Gefühlte Menstruation

Kennst du das Gefühl, dass jeden Moment deine Periode einsetzen könnte und du deshalb ständig aufs Klo rennen musst, um nachzuschauen?

Ich hatte dieses Gefühl sehr oft, allerdings auch jedesmal zu Beginn meiner beiden Schwangerschaften.

Dieses Gefühl der sich ankündigenden Periode ist wirklich schwer zu deuten, denn es kann sich dabei um Regelbeschwerden oder aber um ein allererstes Schwangerschaftssymptom handeln.

Dementsprechend fahren die Gefühle Achterbahn und ich selbst wusste nie, ob ich traurig sein oder doch noch weiter hoffen sollte, dass es vielleicht doch geklappt hat.

Häufiger Harndrang

Häufiger Harndrang kann ein Schwangerschaftsanzeichen sein.

Er wird durch das Hormon Progesteron ausgelöst, das nach einer Befruchtung verstärkt gebildet wird.

Du muss ständig auf die Toilette, gerne auch mehrmals in der Nacht.

Spannungsgefühl der Brüste

Empfindlichere, spannende,kribbelnde oder schmerzende Brüste können ebenfalls auf eine Schwangerschaft hindeuten.

Denn die hormonellen Veränderungen zu Beginn einer Schwangerschaft wirken sich auch auf die weibliche Brust aus, so dass sie sich oft auch härter und größer anfühlen.

Allerdings kann dieses Spannungsgefühl in den Brüsten auch mit dem erhöhten Östrogenspiegel in der 2. Zyklushälfte und nicht mit einer vorliegenden Schwangerschaft zusammenhängen.

Deshalb ist dieses veränderte Gefühl in der Brust kein sicheres Schwangerschaftsanzeichen, auf das du dich verlassen solltest.

Müdigkeit

Viele Schwangere klagen über Müdigkeit und darüber, dass sie schlecht schlafen können.

Ich selbst hatte mit dieser Müdigkeit bereits vor dem positiven Schwangerschaftstest bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) zu kämpfen.

Am liebsten hätte ich ständig nur geschlafen, vor allem abends war mit mir kaum etwas anzufangen.

Die Müdigkeit und das Gefühl der Schöpfung wird damit erklärt, dass der Körper zu Beginn einer Schwangerschaft sehr stark mit der hormonellen Umstellung beschäftigt ist.

Letztendlich hilft hier nur, sich dieser Müdigkeit mit regelmäßigen Ruhepausen, einem Nickerchen zwischendurch oder einem sehr frühen zu Bett gehen am Abend zu arrangieren.

Weitere erste Anzeichen

Und es gibt weitere Schwangerschaftssymptome, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können.

Leichte Übelkeit

Übelkeit, ein leichtes Unwohlsein bis hin zu tatsächlichem Erbrechen gehört zu den Schwangerschaftssymptomen, die viele Frauen in den ersten Wochen beschreiben.

Sehr wahrscheinlich wird dieses Schwangerschaftsanzeichen durch den Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG ausgelöst.

Ich hatte diese vor allem in den Morgenstunden und sie hat sich bis zur 12. Schwangerschaftswoche zunehmend gesteigert.

Nicht selten war es mir kaum möglich überhaupt irgendetwas zu essen und selbst nur der Anblick von bestimmten Speisen hat bei mir schon den kompletten Würgereiz ausgelöst.

Ablenkung kann hier helfen und das Wissen, dass die Übelkeit sehr oft nach dem ersten Trimester von alleine wieder verschwindet.

Gelüste & gesteigerter Appetit

Auf der anderen Seite hatte ich sehr früh mit seltsamen Gelüsten und einem gesteigerten Appetit zu tun.

Ich erinnere mich nur zu gut, dass ich oft beim nächsten Supermarkt angehalten habe, um mir 1 Liter Milch und ein Glas Gurken zu kaufen.

Beides habe ich dann während der weiteren Fahrt vertilgt. Mehrmals täglich gab es einen Wechsel zwischen Übelkeit und dem Gefühl jetzt sofort etwas ganz Bestimmtes essen zu müssen.

Ausfluss

Die Hormonumstellung zu Beginn einer Schwangerschaft kann auch zu verstärktem vaginalen Ausfluss führen.

Der Anstieg des Hormons Östrogen führt zu vermehrtem weißlichen oder auch gelblichen Ausfluss.

Solange dieser nicht unangenehm riecht, musst du dir aber keine Sorgen machen. Zervixschleim zu haben ist erstmal normal, bei allen größeren Auffälligkeiten wende dich bitte an deinen Frauenarzt.

Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen sind als Schwangerschaftssymptom bekannt und es verwundert nicht, dass Frauen aufgrund der starken hormonellen Umstellung emotional Achterbahn fahren.

Bei mir war das nicht anders: Heulattacken, hohe Sensibilität in eigentlich komplett normalen Alltagssituationen, Wutanfälle. Kurzum das ganze Programm, das man auch gerne vor der Menstruation (PMS) bekommen kann.

Blähungen

Leider führt die verstärkte Hormonproduktion im Rahmen der Frühschwangerschaft oft auch zu Blähungen, Verstopfung und einem aufgeblähten Bauch.

Bei manchen Frauen verstärkt sich dieses Schwangerschaftssymptom noch weiter mit zunehmend wachsendem Bauchumfang.

Der positive Schwangerschaftstest

Der positive Schwangerschaftstest ist ein sicherer Nachweis einer Schwangerschaft.

Denn der Schwangerschaftstest misst das Schwangerschaftshormon hCG, das sich bei einer Schwangerschaft etwa alle 2 bis 3 Tage in deinem Blut und Urin verdoppelt.

hCG (humanes Choriongonadotropin) entsteht vermehrt, sobald sich der Embryo beginnt in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten.

Das hCG wiederum stimuliert den Gelbkörper und damit eine stärkere Ausschüttung des Hormons Progesteron.

Deine eigentlich jetzt fällige Periode wird dadurch verhindert. Anstatt abzubluten wächst deine Schleimhaut weiter und bildet damit ein wohliges Nest für dein Baby.

Schwangerschaftsfrühtest: Ab wann?

Schwangerschaftsfrühtests können bereits einige Tage vor dem Ausbleiben der Periode eine erste Prognose liefern.

Wirklich zuverlässige Ergebnisse liefern Schwangerschaftstests am Tag der fälligen Periode.

Schau dir dazu bitte meinen Artikel Schwangerschaftsfrühtest. Wie sicher & ab wann testen? an.

Mithilfe meiner hCG Tabelle Urin & Blut erfährst du, welcher hCG Mittelwert an welchem Tag nach dem Eisprung im Normbereich liegt und welcher Teststärke dein Schwangerschaftstest haben muss, um ein sicheres Ergebnis zu liefern.

Bitte beachte: 

  • Versuche dich zu gedulden und möglichst nicht vor dem Tag deiner zu erwartenden Periode zu testen
  • Bitte verwende konzentrierten Morgenurin für deinen Schwangerschaftstest
  • Ein negativer Test muss nicht bedeuten, dass du nicht schwanger bist. Bitte wiederhole den Test in 2 bis 3 Tagen
  • Ein positiver Test ist ein sehr sicheres Anzeichen für eine vorliegende Schwangerschaft

Schwanger: Und jetzt?

Ein positiver Schwangerschaftstest ist mit viel Aufregung verbunden. Schnell wird einem dann aber auch klar, dass man nun sehr viel Verantwortung trägt.

Solltest du positiv getestet haben, dann wende dich bitte umgehend mit der frohen Botschaft an deinen Frauenarzt und vereinbare einen Termin.

Neben den Untersuchungen dort, wirst du auch erste wichtige Informationen bekommen und auch einen Zeitplan, was für dich und deinen kleinen Bauchbewohner in den nächsten Wochen und Monaten wichtig sein wird.

Abschließende Tipps zu Schwangerschaft Symptome

Das gute an all den beschriebenen Symptomen einer Schwangerschaft ist, dass sie wieder verschwinden.

Entweder werden sie bereits im Verlauf der Schwangerschaft nach und nach besser (z.B. die morgendliche Übelkeit in vielen Fällen nach dem 1. Trimester) oder aber sie sind spätestens mit der Entbindung Geschichte.

Viele der Schwangerschaftssymptome kommen, aber sie gehen auch wieder. Für die eine Frau sind sie total belastend, andere nehmen sie eher als Beweis dafür, dass sie schwanger sind und alles in Ordnung ist.

Wichtig ist, dass keines der beschriebenen Symptome ein absolutes „muss“ darstellt und du dir keine Sorgen machen musst, wenn du sie nicht hast.

Ich selbst habe versucht meine Symptome während der Schwangerschaft mit Humor zu nehmen und mir immer wieder bewusst gemacht, dass sie einfach zu einer Schwangerschaft dazu gehören können.

Und nicht zuletzt hat mich das „gute Hoffnung sein“ durch diese Zeit der Beschwerden getragen.

Wie immer: Solltest du fragen zum Thema „Schwangerschaft Symptome“ haben, melde dich gerne bei mir.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur zum Thema Schwangerschaft Symptome

  • Holzgreve, B.: 300 Fragen zur Schwangerschaft. 2017.
  • Mauberger, L.: Schwangerschaft – Der Ratgeber. 2016.
  • BabyCare: 999 Antworten zu Schwangerschaft, Geburt und Babys erstem Jahr: Expertenrat von BabyCare. 2015
  • Höfer, S.: Quickfinder Schwangerschaft: Alles Wichtige für 9 einzigartige Monate. 1. Auflage. München 2013.
  • Stegner, H.-E.: Pathologie der weiblichen Genitalorgane II: Pathologie der Ovarien und Eileiter, Springer, Heidelberg 2013.
  • Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.
  • Murkoff, H.: Schwangerschaft und Geburt: Alles, was Sie wissen müssen. 1. Auflage. München 2012.
  • Malteser Arbeitsgruppe Natürliche Familienplanung (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.
  • Höfer, S. et al.: Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. 6. Auflage. 2010.
  • Grünebaum, G.: Meine Schwangerschaft – Tag für Tag. 1. Auflage. Hannover 2009.

Weiterlesen

Foto: Bigstockphoto.com © familylifestyle

Schwangerschaft Symptome: Bist du schwanger?Silke2024-03-01T11:24:40+02:00

Kinderwunsch Buchtipps: Meine Buchempfehlungen

Du suchst Kinderwunsch Buchtipps? Auf dieser Seite stelle ich dir Kinderwunsch Bücher vor, die sich lohnen. Viel Spaß beim Stöbern!

Kinderwunsch Buchtipps

Mittlerweile gibt es viele Bücher zum Thema Kinderwunsch. Meine Kinderwunsch Buchtipps möchte ich deshalb nach Themen ordnen, um dir einen schnelleren Überblick über alle Kiwu- Bücher zu geben.

Fachbücher & Ratgeber

Der Weg zum Wunder

Ein sehr gut recherchiertes Buch zum Thema Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlung. Das Buch beschreibt alle Phasen des Kinderwunsches vom erwartungsvollen Hoffen, den wiederkehrenden Enttäuschungen bis hin zu den Behandlungen in der Kinderwunschklinik. Jede Kinderwunsch-Phase ist dabei gut recherchiert und es werden die physiologischen Abläufe, medizinischen Möglichkeiten und neuesten Studienergebnisse vorgestellt.

Eiertanz: Das Kinderwunschbuch

Mich hat dieses Buch sofort angesprochen, denn bei den beiden Autorinnen handelt es sich um Frauen, die selbst von unerfülltem Kinderwunsch betroffen sind. Während die eine Bloggerin ist und im Buch ihre Erfahrungsberichte veröffentlicht, ist die andere Autorin selbst betroffene Ärztin. Eine gelungene Kombination, die zu einem Buch geführt hat, das nicht nur aus der Theorie heraus argumentiert. „Eiertanz“ beschreibt die Höhen und Tiefen der Kinderwunschbehandlung aus der Sicht von Betroffenen und erklärt gleichzeitig die medizinischen Grundlagen.

Eiertanz: Das Kinderwunschbuch
  • Albarelli, Flora (Autor)

Endlich schwanger: Die 15 besten Tipps

Wenn du Tipps zum Schwanger werden suchst, kann ich dir „Endlich schwanger“ empfehlen.

Die Tipps richten sich dabei an Mann und Frau und helfen dabei, gemeinsam den Wunsch nach einem Baby zu erfüllen.

Endlich schwanger!: Die 15 besten Tipps, damit Ihr...
  • Lena Hirschmann (Autor) - Fanny Valentine (Sprecher)

Ein Kind – warum nicht auch für uns?

Dieses Buch vermittelt das medizinische Wissen über den Ablauf einer Kinderwunschbehandlung. und gibt Tipps zur psychologischen Unterstützung in den unterschiedlichen Phasen der Kinderwunschbehandlung.

Informationen zu versicherungsrechtlichen Voraussetzungen einer Kinderwunschbehandlung und Anleitungen zur Selbstreflexion runden dieses Buch ab. Dieses Buch ist auf sehr einfühlsame Weise geschrieben und geht auf die unterschiedlichsten Aspekte und Gedanken eines Paares ein, das von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen ist.

Ein Kind - warum nicht auch für uns?: Gut beraten...
15 Bewertungen

Endlich schwanger: Alles über den Kinderwunsch & die Empfängnis 

Ein Buch zweier Gynäkologinnen, die auf unkomplizierte und trotzdem sehr fundierte Weise erklären, worauf es beim Schwanger werden ankommt.

Wenn du einen kompetenten und aktuellen Ratgeber zu Ermittlung deiner fruchtbaren Tage und zu Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches suchst, bist du mit diesem Buch sehr gut beraten.

Erfahrungsberichte von Frauen & Paaren

Wenn ich noch eine glückliche Mami sehe, muss ich kotzen!

Ein super ehrliches und authentisches Buch, indem die Autorin ihr Leben mit dem Kinderwunsch schildert.

Wutausbrüche, Tränen, Depression: Die ganze Achterbahn der Emotionen bei unerfülltem Kinderwunsch wird ehrlich dargestellt.

Ein lesenswertes Buch, das einem sofort das Gefühl gibt, dass man nicht alleine mit seinem Kummer ist.

Kinderwunsch 3.0: Berichte aus der Tabuzone

Kinderwunsch 3.0 ist ein beeindruckendes Erfahrungsbuch aus der Schweiz.

Es beinhaltet 12 Geschichten von Frauen, die ihre Kinderwunsch Geschichte auf sehr authentische Weise erzählen.

Das Buch hat mich sofort gepackt, da es echte Geschichten enthält. Inhaltlich wird eine breites Spektrum an Themen bis hin zur Eizellspende, Social Freezing und Adoption behandelt. Ein richtig gutes Buch, dass ich empfehlen kann.

Ungestillte Sehnsucht: Wenn der Kinderwunsch uns umtreibt

Welche Wünsche und Hoffnungen verbergen sich hinter einem unerfüllten Kinderwunsch?

Das Buch „Ungestillte Sehnsucht“ hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Es beeindruckt durch seine große Offenheit und viele sehr intimen Details, die die Autorin anspricht.

Gleichzeitig trifft das Buch den richtigen Ton durch eine extrem bewegende und einfühlsame Sprache. Sehr zu empfehlen!

Gelassen durch die Kinderwunschzeit 

Birgit Zart ist Heilpraktikerin für ganzheitliche Kinderwunschbehandlung.

Sie hat ein sehr einfühlsames Buch für Frauen in der Kinderwunschzeit geschrieben, das mittlerweile ein absoluter Bestseller  ist und zu meinen meistgelesenen Kinderwunsch Büchern gehört. In „Gelassen durch die  Kinderwunschzeit“

emotionale Sackgasse, wenn sich der Kinderwunsch nicht erfüllen will. In beeindruckender Weise zeigt sie Wege aus dieser Sackgasse und wie man die Sehnsucht nach dem eigenen Kind zulassen kann.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Frauen in der Kinderwunschzeit.

Gelassen durch die Kinderwunschzeit: Loslassen...
  • Kinderwunsch, Familie, Baby
  • Zart, Birgit (Autor)

Eizellqualität verbessern

Am Anfang ist das Ei!

Rebecca Fett vermittelt in ihrem Buch wertvolle Tipps wie die Eizellqualität verbessert werden kann. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse werden ausgewertet, zudem gibt es einen Aktionsplan zum Thema Eizellen-Gesundheit.

Ernährung bei Kinderwunsch

Eat like a woman: Rezepte für einen harmonischen Zyklus

Ein tolles Kochbuch, dass sich eng am weiblichen Zyklus orientiert.

Es gibt 66 leicht zuzubereitende Rezepte, viele nützliche Tipps zur Ernährung in den verschiedenen Zyklusphasen und viele Bilder, die mich persönlich sehr angesprochen haben.

Kinderwunsch: Die besten ganzheitlichen Rezepte

Ein wunderbares weiteres Buch von Birgit Zart für alle, die ihren Körper gerne auf natürliche Weise unterstützen möchten. Dieses Buch ist voller praktischer Tipps und Anregungen, die sich ganz einfach umsetzen lassen. Während „Gelassen durch die Kinderwunschzeit“ sich auf die seelischen Aspekte der Kinderwunschzeit konzentriert, geht es in hier nun um praktische Rezepte für den Alltag. Gleichzeitig wirkt es beruhigend und findet den richtigen Ton für dieses sehr sensible Thema. Ich kann dieses Kinderwunsch Buch sehr empfehlen.

Samenspende

Eine Familie mit Samenspende gründen

Ein super informatives und mehr als liebevolles Buch zum Thema Samenspende, das ich bereits in diesem Artikel hier vorgestellt habe.

Familiengründung mit Samenspende

Ein guter Ratgeber mit vielen hilfreichen Tipps und interessanten Informationen rund um das Thema Samenspende.

Kinderwunsch Buchtipps für Männer

SUPERDAD: Was Du übers Vater werden wissen musst!

Ein guter Kinderwunsch Buchtipp für Männer, das es sofort auf die Bestseller Liste geschafft hat! Dieser Ratgeber ist ein sehr gelungenes Buch für werdende Papas ab Kinderwunsch.

Vater werden für Anfänger

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Kinderwunsch Romane

Naturheilkunde bei Kinderwunsch

Praxishandbuch Frauenkräuter: Mit vielen Rezepten

Ein gelungenes Buch mit ausführlichen Beschreibungen vieler Pflanzen, ihrer Wirkung und Nutzung in der Frauenheilkunde. Es ist geeignet zum Nachschlagen, aber auch zum aktiven Suchen von Tipps, Präparaten oder Rezepte für Tropfen, Salben, Tees, etc. Das Buch enthält viele gute und leicht umsetzbare Anwendungsempfehlungen, deshalb klare Kaufempfehlung!

Lexikon der Frauenkräuter

Ein fantastisches Buch für Frauen. Der Autorin ist es gelungen, eine Heilkräuterkunde für Frauen zu verfassen, welche so ziemlich jeden Aspekt abdeckt. Und das mit unübertroffenem Wissen über das Wesen der Pflanzen und deren Wirkkraft. Dieses Buch ist geeignet für jede Frau, die sich in die faszinierende Thematik der Heilkräuterkunde einlesen möchte.

Das alternative Kinderwunschbuch

Ein gelungenes Nachschlagewerk zum Thema Kinderwunsch. Es eignet sich für alle, die nach alternativen Ansätzen und Methoden suchen. Die renommierte Heilpraktikerin Margret Madejsky forscht und arbeitet seit 22 Jahren auf diesem Gebiet und verfügt über ein umfassendes Repertoire an naturheilkundlichen Hilfestellungen. Daraus hat sie ein äußerst wirksames Stufen-Programm entwickelt: Es beginnt bei der gezielten Entgiftung, umfasst Fruchtbarkeitskuren mit traditionellen Heilkräutern sowie das Lösen von seelischen Blockaden. Ich kann eine klare Kaufempfehlung aussprechen für jeden, der sich mit dem Thema Kinderwunsch auseinandersetzt.  Die Zusammenhänge sind einfach erklärt und das wichtigste für Mann und Frau zusammengefasst. Sehr gut haben mir auch die vielen Fallbeispiele gefallen.

Fehlgeburt & Totgeburt

Gutes Hoffnung, jähes Ende: Fehlgeburt, Totgeburt & Verluste in der frühen Lebenszeit.

Ein Buch, das in der schweren Zeit nach einer Fehl- oder Totgeburt helfen kann. Dabei ist es nicht nur für die betroffenen Eltern, sondern auch für Angehörige und Freunde eine gute Empfehlung.

Mein Sternenkind – Begleitbuch für Eltern, Angehörige & Fachpersonen

Ein sehr einfühlsam geschriebenes Buch für verwaiste Eltern. Es enthält viele Ideen, Gedanken und bewegende Erfahrungsberichte von betroffenen Müttern und Vätern. Empfehlenswert auch für Personen, die mit Betroffenen in ihrer Arbeit zu tun haben.

Das Trauerbuch für Eltern

Die beiden Autorinnen wissen wie es ist, ein Kind zu verlieren, denn sie haben es selbst erlebt. Das Buch ist kein Ratgeber, sondern es erzählen Betroffene, was für sie in ihrer Zeit der Trauer hilfreich war.

Du kennst weitere Kinderwunsch Bücher, die dich berührt und dir weitergeholfen haben? Bitte schreib mir deine Kinderwunsch Buchtipps und ich nehme sie gerne in die Liste meiner Empfehlungen auf.

Herzliche Grüße

Silke

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Kinderwunsch Buchtipps: Meine BuchempfehlungenSilke2024-02-29T16:51:51+02:00

Fehlgeburt Ursachen: Ursachen & Risikofaktoren

Fehlgeburt Ursachen: Vielleicht hast du auch die Erfahrung einer Fehlgeburt machen müssen und suchst nun nach möglichen Ursachen und Risikofaktoren. In diesem Artikel möchte ich dir wichtige Informationen zu Risikofaktoren owie eine Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vorstellen, die dir einen Überblick zu Ursachen bei wiederholten Fehlgeburten geben kann.

Was ist eine Fehlgeburt?

Wenn ein Kind während der Schwangerschaft stirbt, ist das ein so schreckliches Ereignis, dass es mir schwer fällt über Definitionen der Fehlgeburt zu schreiben. Trotzdem ist es wichtig, den Unterschied zwischen einer frühen und späten Fehlgeburt sowie die Abgrenzung zur Totgeburt zu kennen.

Von einer Fehlgeburt wird gesprochen, wenn ein Kind mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm tot geboren wird. Der medizinische Fachbegriff dafür heißt „Abort“.

Zudem wird zwischen einer frühen Fehlgeburt (Frühabort) unterschieden, wenn die Schwangerschaft vor der 12. Schwangerschaftswoche endet und einer späten Fehlgeburt(Spätabort), wenn das Baby im Zeitraum nach der 12. bis 24. Schwangerschaftswoche im Bauch der Mutter verstirbt.

Kinder, die mit einem Gewicht von über 500 Gramm tot geboren werden, werden als Totgeburten bezeichnet.1

💖 Hol Dir meine Ressourcenliste nach Fehlgeburt hier!

Wiederholte Fehlgeburt: Statistik

Schätzungsweise 1% bis 3% aller Paare im reproduktionsfähigen Alter erleben den wiederholten Verlust einer Schwangerschaft.2

Dabei bleibt die Schwangerschaft bei einer frühen Fehlgeburt nicht selten unentdeckt und die Blutungen werden mit der Periodenblutung verwechselt.

Deshalb ist diese Prozentangabe auch nur eine Schätzung, sie kann auch höher sein. Paare, die eine Fehlgeburt bewusst erleben mussten, haben besonders vor dem Wiederholungsrisiko Angst: Was ist, wenn die nächste Schwangerschaft wieder in einer Fehlgeburt endet?!

Mein Buchtipp: 

Ein Blick in die Forschungsliteratur zu diesem Thema zeigt, dass die Wiederholungsgefahr einer Fehlgeburt in starker Abhängigkeit zum Alter der Frau als auch der Anzahl der vorausgegangenen Aborte steht.3

 Wiederholungsrisiko von Fehlgeburten
Anzahl Aborte 25 – 29 Jahre 30 – 34 Jahre 35 – 39 Jahre  40 – 44 Jahre
1 Abort ~ 15% ~ 16 – 18% ~ 21 – 23% ~ 40 %
2 Aborte ~ 22 – 24% ~ 23 – 26% ~ 25 – 30% ~ 40 – 44%
3 oder mehr Aborte ~ 40 – 42% ~ 38 – 40% ~ 40 – 45% ~ 60 – 65%

Ursachen einer Fehlgeburt

Ich bin mir sicher, dass jede Frau und jedes Paar, das eine oder mehrere Fehlgeburten erlebt hat, sich mit den Ursachen beschäftigen wird.

Der Leidensdruck ist hoch und die Fragen nach dem Grund für den Verlust der Schwangerschaft und sinnvollen Behandlungsstrategien können sehr belastend sein.

Frage nach den Fehlgeburt Ursachen:

  • Habe ich während der Schwangerschaft irgendetwas falsch gemacht?
  • Gab es einen genetischen Defekt bei meinem Kind?
  • Hatte ich eine hormonelle Störung?
  • Ist meine Gebärmutter richtig geformt?
  • Hat die Plazenta sich richtig entwickelt?
  • Sind die Spermien meines Partners in Form, Anzahl & ihrer Beweglichkeit in Ordnung?

Es ist nicht einfach, diese Fragen nach den Fehlgeburt Ursachen klar und eindeutig zu beantworten, da nur wenige Ursachen gerade für das wiederholte Auftreten einer Fehlgeburt bekannt sind.

Auch für die Beantwortung der Frage, nach wie vielen Fehlgeburten eine umfangreichere Diagnostik sinnvoll ist, spielt neben der genauen Abortanamnese auch eine Einschätzung der reproduktionsmedizinischen Gesamtsituation des Paares eine wesentliche Rolle.

Mir hat nach meiner eigenen Fehlgeburt sowohl das fachliche Wissen zum Thema als auch eine Auflistung der möglichen Ursachen einer Fehlgeburt und damit der Überblick gefehlt.

Ich fühlte mich hilflos, uninformiert und wusste nicht, welche Punkte ich beispielsweise bei meinem behandelnden Frauenarzt hätte ansprechen können.

Diagnostik & Therapie bei wiederholten Spontanaborten

Die neue Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Spontanaborten“ ist unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) entstanden und richtet sich an Frauen und Paare mit wiederholten Fehlgeburten (WSA). Ziel der Leitlinie ist es, die Diagnose und Therapie von Frauen mit WSA auf der Basis aktueller Studien zu standardisieren und damit die Unsicherheit aller Beteiligten zu reduzieren.

Es gibt die Leitlinie für Frauen mit WSA in einer Langfassung inklusive einer umfangreichen Literaturliste.

Diese Langfassung eignet sich besonders dann für dich, wenn du dich umfassend in das Thema einlesen möchtest. Daneben gibt es eine „Dia-Version“, die alle wichtigen Infos in kurzer Tabellenform enthält. Ich habe dir beide Dokumente unten in der Literaturliste verlinkt und stelle dir folgend die wichtigsten Punkte vor.

Risikofaktoren für Spontanaborte

In der Literatur werden als Ursachen für Fehlgeburten das individuelle Gesundheitsverhalten, bestimmte Lebensumstände als auch weitere Risikofaktoren wie zum Beispiel genetische, anatomische, mikrobiologische, endokrine, psychologische und auch immunologische Risiken genannt.

Stress

Stress leuchtet sofort als Risikofaktor für eine Fehlgeburt ein. Allerdings weist die Leitlinie der DGGG darauf hin, dass die Datenlage dazu sehr dünn ist, da es nur wenige Studien zum Abortrisiko durch Stress gibt.

Die Bedeutung von Stress für den Schwangerschaftsverlauf ist wissenschaftlich nicht endgültig geklärt, eine Erhöhung des Fehlgeburtsrisikos durch Stress kann nicht festgehalten werden.

Koffeinkonsum

Koffeinkonsum kann als mögliche Ursache für einen Spontanabort in Frage kommen.

Einige Studien konnten hierbei eine dosisabhängige Beziehung zwischen der Aufnahme von Koffein und Fehlgeburten nachweisen.

Eine retrospektive Fall-Kontrollstudie demonstrierte beispielsweise, dass es bei Frauen mit hoher (mehr als 300 mg pro Tag), moderater (150 bis 300 mg pro Tag) und geringer (weniger als 150 mg pro Tag) Koffeinaufnahme eine lineare Beziehung zwischen der Höhe des Koffeinkonsums und dem Risiko für eine wiederholte Fehlgeburt gibt.

Nikotin

Allen schwangeren Frauen ist eine Beendigung des Rauchens zu empfehlen. Die Leitlinie verweist mit Bezug auf verschiedene Studien  darauf hin, dass sowohl ein starker als auch moderater Tabakkonsum negative Auswirkungen auf die Chancen einer Lebendgeburt haben kann. Selbst das Passivrauchen kann das Risiko für Fehlgeburten erhöhen.

Genetische Faktoren

Embryonale und fetale Chromosomenstörungen stellen die häufigste Ursache gerade für frühe Fehlgeburten dar.

Etwa 50% der Aborte im ersten Trimenon lassen sich auf Chromosomenaberrationen zurückführen, im 2. Trimenon sind es 30%. Das Alter der Mutter spielt bei den embryonalen und fetalen Trisomien eine starke Rolle, wobei in den vorliegenden Studien vor allem die Trisomie 16 und Trisomie 22 bei Fehlgeburten nachgewiesen werden konnte. Die Monosomie X ist bei etwa 20% der Aborte im ersten Trimenon zu nennen, Triplodien finden sich bei ca. 15% der Fehlgeburten.

Die Leitlinie der DGGG empfiehlt bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten eine zytogenetische Analyse durchzuführen, die mithilfe einer Chromosomenanalyse beider Partner auch präkonzeptionell erfolgen kann.

Die Ergebnisse der Untersuchungen und hieraus notwendige Konsequenzen zur Abortprophylaxe wie beispielsweise eine Präimplantationsdiagnostik sollten im Rahmen einer genetischen Beratung besprochen werden.

Anatomische Faktoren

Angeborene Uterusfehlbildungen zeigen sich nach Auswertung der Literatur in ca. 10% bis 25% der Fälle einer wiederholten Fehlgeburt. Auch erworbene Fehlbildungen wie beispielsweise Myome und Polypen oder das Vorliegen eines bereits erlebten Spätabortes können das Abortrisiko erhöhen. Die Experten unserer neuen Leitlinie empfehlen deshalb bei sich wiederholenden Fehlgeburten und zum Ausschluss anatomischer Faktoren eine Vaginalsonographie und/oder Hysteroskopie durchzuführen.

Mikrobiologische Faktoren

Bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen können zu einem vorzeitigen Blasensprung, einem Spätabort oder einer Frühgeburt führen. Allerdings scheint der Zusammenhang zwischen Infektionen und Fehlgeburten nicht wirklich klar zu sein, deshalb empfiehlt die Leitlinie kein generelles Screening auf vaginale Infektionen nach WSA.

Die Expertenkommission betont aber, dass gerade bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten oder mehrmaligem Implantationsversagen eine Endometriumbiopsie zum Ausschluss einer chronischen Gebärmutterschleimhautentzündung (Endometritis) sinnvoll sein kann.

Endokrine Faktoren

Eine Schilddrüsendysfunktion, das PCO-Syndrom bzw. polyzystische Ovarien, Adipositas, Hyperandrogenämie und Insulinresistenz werden von der Leitlinie als mögliche endokrine Faktoren wiederholter Fehlgeburten genannt.

Deshalb sprechen die Experten eine Empfehlung zur endokrinologischen Abklärung (Bestimmung von TSH, freiem T3, freiem T4 und der Schilddrüsenautoantikörperkonzentrationen) bei WSA aus. Auch eine Bestimmung des BMI und eine anschließende Abklärung eines metabolischen Syndroms wird in der Leitlinie empfohlen.

Psychologische Faktoren

Die Leitlinie sieht eine Verursachung von Fehlgeburten alleine durch psychologische Faktoren als nicht gegeben an. Vielmehr richtet sie den Fokus auf die psychologischen Auswirkungen und intensiven Trauerprozesse nach einer WSA und verweist auf psychosoziale Hilfs- und Unterstützungsangebote zur Verarbeitung.

Immunologische Faktoren

Aufgrund der Heterogenität der vorliegenden Studien kann nicht eindeutig bestimmt werden, welche Wertigkeit einzelne immunologische Parameter bei sich wiederholenden Fehlgeburten haben. Deshalb empfiehlt die Leitlinie kein generelles immunologsches Screening.

Gerinnung

Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit den möglichen Zusammenhängen zwischen einer mütterlichen Thrombophilie und sich wiederholenden Fehlgeburten. Die Verfasser unserer Leitlinie kommen nach ausführlicher Diskussion zu dem Ergebnis, dass bei Frauen mit thromboembolischen Risiken eine entsprechende Thrombophiliediagnostik durchgeführt werden sollte.

Bei Fragen zu Fehlgeburt Ursachen melde dich kurz bei mir.

Herzliche Grüße

Silke

Fehlgeburt Ursachen: Ursachen & RisikofaktorenSilke2024-03-01T12:00:52+02:00

Drohende Fehlgeburt: Was dir jetzt helfen kann!

Wenn ein Kind im Bauch seiner Mutter stirbt, ist das ein so schreckliches Ereignis, dass es kaum möglich ist sich darauf in irgendeiner Weise vorzubereiten. Sehr oft kommt die Fehl- oder auch Totgeburt auch überraschend und es bleibt nur wenig Zeit, um sich zu überlegen, was jetzt wirklich wichtig ist. Aus diesem Grund habe ich für dich Anregungen gesammelt, die dir vielleicht bei einer drohenden Fehlgeburt ein klein wenig helfen können.

Was ist eine drohende Fehlgeburt?

Von  einer drohenden Fehlgeburt (auch als Abortus imminens oder drohender Spontanabort bezeichnet) wird dann gesprochen, wenn es zu vaginalen Blutungen während der ersten 20 Schwangerschaftswochen kommt. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass eine solche Blutung nicht zwangsläufig zu einer Fehlgeburt führen muss.

Eine vaginale Blutung während der Schwangerschaft kann ein Anzeichen für eine drohende Fehlgeburt sein. Sie muss es aber nicht!

Denn 20 bis 30 Prozent der schwangeren Frauen haben Blutungen und tragen trotzdem ihr Kind aus.

Mir ist sehr wichtig, dass du das weißt!

Trotzdem sind Blutungen jeglicher Art in der Schwangerschaft super ernst zu nehmen.

Solltest du Blutungen bekommen, zögere bitte nicht sofort einen Arzt aufzusuchen!

Drohende Fehlgeburt: Anregungen für eine schwere Zeit

Die folgenden Vorschläge sind als Anregungen für den traurigen Fall gedacht, dass du eine Fehlgeburt erleben musst.

Schau sie dir bitte an und nimm dir davon das mit, was sich für dich richtig und gut anfühlt.

Mein Lesetipp:

Hier findest du weitere Hilfen:

💖 Hol Dir meine Ressourcenliste zum Thema Fehlgeburt hier!

Bleib nicht alleine, hole dir Unterstützung

Viele Frauen erleben ihre Fehlgeburt allein.

Mach es bitte anders und bleib nicht alleine! Sollte eine Fehlgeburt drohen, hol dir neben der medizinischen Begleitung auch Hilfe von einem lieben Menschen, der an deiner Seite bleibt.

Bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus gilt derselbe Rat. Hol dir Beistand von einer Person, die diese schweren Stunden mit dir teilt und für dich da ist.

Dränge darauf, dass du im Krankenhaus wenn irgendwie möglich ein Einzelzimmer bekommst und dass dein Partner oder deine Begleitperson mit ins Zimmer aufgenommen wird.

Gib deinem Kind einen Namen

„Fehlgeburt“ ist meinem Empfinden nach ein schrecklicher Begriff. Er suggeriert unteschwellig, dass mit deinem Kind etwas nicht in Ordnung war. Und das stimmt nicht: Jeder Mensch ist ok so wie er ist und in sich zutiefst wertvoll. Auch der Tod kann daran nichts ändern.

Es geht hier um dein Kind, dein Baby, das leider nicht leben konnte.

Deshalb gib deinem Kind einen Namen!

Auch wenn du vielleicht noch gar nicht so lange schwanger warst und dein Baby noch winzig klein war.

Es ist dein Kind, von dem du dich verabschieden musst. Gib ihr und ihm einen Namen und einen festen Platz in deiner Familie.

Bitte um einen letzten Ultraschall

Manche Eltern haben das Bedürfnis ein letztes Ultraschallbild von ihrem Kind zu erhalten.

Wenn es dir auch so geht, zögere nicht und frage danach.

Und denke später bitte daran, diese Bilder zu digitalisieren, denn leider verblassen die Ultraschallbilder mit der Zeit.

Nimm dir Zeit für den Abschied

Abschied von seinem Kind zu nehmen ist so individuell und persönlich, dass es hierfür keine Zeitangaben geben darf.

Nimm dir die Zeit, die du brauchst!

Wenn du erst Zeit für dich brauchst und vielleicht einige Stunden oder Tage später Abschied nehmen möchtest, ist dies genauso ok und richtig. Mache es so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Nimm dir auch genügend Zeit, um alleine mit deinem Kind zu sein.

Dies ist die letzte Möglichkeit, um Eindrücke zu sammeln und deinem Baby all das zu sagen, was dir am Herzen liegt. Lass deinen Gefühlen freien Lauf. Alles ist erlaubt und richtig.

Kümmere dich selbst um dein Kind

Du und dein Partner, die angehende Oma oder beste Freundin kann das Kind wickeln und anziehen. Hierfür gibt es ganz kleine Babykleidung für Sternenkinder, die viele Krankenhäuser mittlerweile anbieten können oder die man online bestellen kann.

Auch ein schönes Taschentuch oder eine sehr kleine Decke stellt gerade für die kleinsten Kinder eine Möglichkeit dar, um es würdevoll zu kleiden.

Sammle Erinnerungen an dein Kind

Auch wenn es dich bestimmt große Überwindung kostet: Schau dir dein Kind an. Nimm es wahr mit all deinen Sinnen, fass es an, streichle es, nimm es in deinen Arm. Prägen dir die Bilder ein. Manche Babys haben schon sehr viele Haare. Schneide dir vorsichtig eine Haarlocke als Erinnerung ab.

Sammle alle Erinnerungsstücke und schaffe neue: Beispielsweise kannst du das Kuscheltier, welches du in den Sarg legen möchtest, doppelt besorgen und eins davon behalten.

 Mache Fotos

Bitte jemanden, Fotos (oder ein Video) von deinem Kind zu machen. Sie sind eine bleibende Erinnerung an dein Sternenkind.

Vielleicht magst du auch ein Familienfoto machen lassen, auf dem alle Familienmitglieder zu sehen sind.

Bitte um einen Fuß- und Handabdruck

Fuß- und Handabdrucke sind eine wertvolle Erinnerung gerade in den besonders schweren Stunden. Bitte die Hebamme, die Krankenschwester oder ein Familienmitglied dies zu übernehmen. Wenn du selbst genug Kraft dafür hast, übernimm diese Aufgabe selbst.

Erlaube deiner Familie Abschied zu nehmen

Gib deiner Familie die Möglichkeit Abschied zu nehmen. Auch wenn dein Kind noch sehr klein war, so hat es doch Geschwister, Oma und Opa, Tanten und Onkel. Gib allen die Chance sich auf ihre Art und Weise zu verabschieden.

Nimm Kontakt zur Krankenhausseelsorge auf

Wenn du stationär aufgenommen bist, überlege die Krankenhausseelsorge anzufragen.

Die Frauen und Männer der Seelsorge sind für Krisensituationen geschult und können mit ihrem Erfahrungswissen helfen, den Abschied von deinem Baby so würdevoll wie möglich zu gestalten.

 Hol dir Hilfe für die nächste Zeit

Auch für die kommenden Tage und Wochen ist es gut, Hilfe zu haben.

Deine Hebamme kann dich und deinen Partner weiter betreuen, ein Seelsorger oder jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis. Vielleicht gibt es auch ein Geschwisterkind, welches Begleitung und Versorgung benötigt.

 Organisiere die Bestattung

Die Bestattung muss vorbereitet werden, eine Karte (wenn erwünscht) gestaltet und verschickt werden.

Wenn du dich hierzu nicht in der Lage fühlst, dann delegiere diese Aufgabe an jemandem, der sie gut stemmen kann.

Vielleicht kannst du jemanden bitten, eine Kerze für dein Kind zu gestalten.

 Suche dir deinen Ort zum Trauern

Nicht immer kommt es zu einer Bestattung, umso wichtiger ist es, einen festen Platz für die eigene Trauer zu haben. Schaff dir einen solchen Platz. Sei es in einer Zimmerecke zu Hause, im Garten oder irgendwo in der freien Natur oder im Wald.

 Literatur zum Thema drohende Fehlgeburt

Ein sehr wertvolles Buch für die Zeit der Trauer um ein Sternenkind ist „Gute Hoffnung, jähes Ende“ von Hanna Lothrop. Es ist mittlerweile in einer Neuauflage erschienen und besticht durch seine Authentizität und die vielen Ansätze zur Trauerbewältigung.

Meine Empfehlung für dich:

„Mein Sternenkind“ ist ein sehr einfühlsam geschriebenes Begleitbuch. Es bietet viele Erfahrungsberichte von anderen Sterneneltern.

In dem Buch von Sabine Herold kommen betroffene Frauen und Paare zu Wort, die das Sterben ihres Kindes im Bauch der Mutter verarbeiten und betrauern müssen. Es enthält sehr berührende Texte und hilft mit vielen Anregungen bei der Trauerbewältigung.

Telefonnetzwerk: Soforthilfe für betroffene Eltern

Das Projekt „die Schmetterlingskinder“ bietet eine Soforthilfe für betroffene Eltern an. Hierzu wurde ein Telefonnetzwerk gebildet, in dem Frauen sich gegenseitig beraten und hilfreich begleiten können. Mehr Infos findest du auf der Webseite der Schmetterlingskinder hier.

Für die Trauerarbeit von Eltern, die ihr Kind so früh gehen lassen mussten,  gibt es sehr oft auch Hilfsangebote vor Ort. Informiere dich bei deiner Hebamme oder google nach Selbsthilfegruppen und anderen Betroffenen in deiner Nähe.

Bei Fragen zum Thema drohende Fehlgeburt melde dich gerne.

Herzliche Grüße

Silke

Weiterlesen:

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Drohende Fehlgeburt: Was dir jetzt helfen kann!Silke2024-02-19T12:58:19+02:00

Fehlgeburt: Was Du niemals sagen solltest!

Eine Fehlgeburt bedeutet einen tiefen Einschnitt in das eigene Leben. Vielleicht liest du diese Zeilen, weil du selbst vor kurzem eine Fehlgeburt erlebt hast oder weil es einen lieben Menschen in deinem Umfeld gibt, der eine Fehlgeburt verarbeiten muss. Leider gibt es Reaktionen und Aussagen anderer Menschen, die die Trauer und den Schmerz  nicht immer nachempfinden können. In diesem Artikel habe ich einige Aussagen und meine Gedanken dazu gesammelt.

💖 Hol Dir meine Ressourcenliste nach Fehlgeburt hier!

Fehlgeburt: Kommentare können verletzen

Wenn ich selbst zurückschaue, dann gehört meine Fehlgeburt sicherlich zu den Ereignissen in meinem Leben, die mich am meisten berührt und verletzt haben.

Wir alle verbinden mit einer Schwangerschaft die Entstehung neuen Lebens und die Geburt eines Babys. Gedanklich und emotional ist dieses  Kind deshalb schon ganz nahe und mit jedem Tag wächst die Beziehung und die Vorfreude auf das gemeinsame Leben.

Und dann kommt diese schockierende Nachricht: Dein Kind wird nicht (weiter)leben oder das Herz hat bereits aufgehört zu schlagen.

Der Schock und die Trauer sitzen tief und es gibt kaum eine Vorstellung, wie diese Nachricht verarbeitet werden kann. Auch die Familie, Verwandte und Freunde sind betroffen und es fehlt oft die Erfahrung, wie man auf einfühlsame Weise reagieren und mit der Situation umgehen kann.

So kommt es auch, dass ich über meinen Kinderwunsch Blog sehr viele Mails von Frauen und Paaren bekomme, die unendlich unter den Reaktionen ihrer Umwelt leiden. Unpassende Kommentare und vermeintlich gut gemeinte Ratschläge, die oft mehr verbale Schläge sind, verletzen und lassen die Betroffenen geschockt und traurig zurück.

Nützliche Artikel:

Fehlgeburt: Was Du niemals sagen solltest

1. „Das Schicksal wollte es so“

Für jemanden, der gerade einen schweren Verlust verkraften musste, kann die Aussage „das Schicksal wollte es so“ sehr verletzend sein. Schnell kann die Vorstellung entstehen, dass das Schicksal für das Leben der betroffenen Person keine Kinder vorgesehen hat und es deshalb keinen Sinn hat es irgendwann nochmal zu versuchen.

Zudem stellt sich die Frage, was das Schicksal zukünftig noch bringen wird und warum es gerade einen selbst so hart getroffen hat. Selbst Frauen und Paare, die keinerlei Hang zum Aberglauben haben und mit beiden Beinen im Leben stehen, berühren solche Gedankengänge sehr.

Schließlich frage ich mich bei dieser Art von Kommentar immer, was oder wer denn das Schicksal genau ist. Für mich klingt es oft so als ob eine Zuschreibung zu einer wie auch immer definierten höheren Kraft die Trauer und den Schmerz kleiner machen könnte. Das ist aber nicht so und leider lässt sich der Tod dadurch nicht besser begreifen.

 2. „Mit deinem Kind stimmte irgend etwas nicht“

Immer wieder höre ich diese Art von Bemerkung un ich weiß aus eigener Erfahrung, wie  sehr sie verletzen kann.

Inhaltlich mag dieser Gedanke vielleicht sogar im Hinblick auf die rein körperliche Entwicklung richtig sein, z.B. dann, wenn die Fehlgeburt durch einen genetischen Defekt verursacht wurde und das Baby deshalb nicht lebensfähig war.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass eine solche Bemerkung nicht tröstend wirkt. Das Wissen um mögliche genetische Defekte, Erkrankungen oder Fehlbildungen des eigenen Kindes mindert nicht den Verlust und die Trauer.

Zudem hört sich der Satz „mit deinem Kind stimmte etwas nicht“ wie eine Wertung an. Und eine Wertung menschlichen Lebens als als „gut“ oder „schlecht“ ist komplett unangebracht. Jeder Mensch hat von Beginn an ein Recht zu leben, zu sein und zu wachsen.

 3. „Ihr könnt wieder schwanger werden“

Das ist eine Bemerkung, die einem Paar den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Leider ist sie als Kommentar sehr beliebt.

Die Trauer um das Kind verschwindet nicht, indem man versucht den Verlust durch ein neues Baby zu ersetzen.

Vielmehr kommen oft viele quälende Gedanken und Fragen auf:

Die Frau fragt sich dabei oft nicht nur, ob sie wirklich wieder schwanger werden kann, sondern auch, ob sie überhaupt fähig ist, ein Kind auszutragen.

Und auch die Männer leiden sehr stark unter dem Verlust. Selbst wenn es vielleicht wieder klappen sollte, bleibt die Trauer und Fassungslosigkeit über den Tod immer präsent. Zwar vereändert sich die Trauer über die Zeit. Ich persönlich kenne allerdings niemanden, der oder die endgültig abschließen konnte. Der Verlust schmerzt ein Leben lang.

4. „Du bist nicht mehr die Jüngste“

Es ist erstaunlich, dass es Menschen gibt, die glauben, dass ein Hinweis auf das Alter der Betroffenen eine angebrachte Reaktion auf eine Fehlgeburt ist.

Zwar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Fruchtbarkeit und dem Alter, aber eine solche Aussage lässt das betroffene Paar einsam mit seiner Erfahrung zurück.

Jede Frau und jedes Paar, das sich ein Baby wünscht und vielleicht schon etwas älter ist, weiß fast immer um die Risiken einer Fehlgeburt. Wenn es dann aber tatsächlich passiert hilft dieses Wissen nicht weiter, um mit dem Schmerz und der Trauer besser umzugehen.

Der Hinweis, dass man aufgrund des Alters ja vorgewarnt hätte sein müssen, verletzt und ist definitiv nicht hilfreich.

5. Du sagst nichts und ignorierst die Fehlgeburt

Wenn dir jemand vertrauensvoll von seiner Fehlgeburt erzählt, ist es fatal, wenn du nicht darauf reagierst und die Fehlgeburt ignorierst.

Ich weiß, dass solche Situationen sehr herausfordernd sein können. Man möchte gerne auf gute Weise reagieren, gleichzeitig fehlen die passenden Worte und die Erfahrung, was in solchen Situationen angemessen ist und was nicht. Es braucht den Willen sich in den anderen einzufühlen und oft ist es in der jeweiligen Situation schwierig empathisch zu reagieren.

Mein Tipp:

Du musst keine perfekt einfühlsame Antwort geben.

Ein „es tut mir leid, was Euch passiert ist“ lässt das betroffene Paar wissen, dass du an sie denkst und dich in ihre Situation einfühlen kannst.

Oft ist hier weniger auch mehr. Wenn du total unsicher bist, kannst du diese Unsicherheit in Worte fassen und deinem Gegenüber mitteilen, wie sehr dich die Situation berührt und du innerlich nach den richtigen Worten suchst.

Auch ein „das macht mich sprachlos“ oder ein „darf ich dich kurz drücken oder nur einfach nur an deiner Seite sein“ sind ein Zeichen, dass du verstanden hast, worum es gerade geht.

Trau dich, deine eigene Betroffenheit auszudrücken! Sie wird es deinem Gegenüber ermöglichen auf ähnliche Weise zu reagieren und in der gemeinsamen Verbindung einen Moment etwas Trost zu finden.

Herzliche Grüße

Silke

Weiterlesen:

Fehlgeburt: Was Du niemals sagen solltest!Silke2023-04-27T22:06:13+02:00
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