-, Schwanger werden-Kinderwunsch: 3 Tipps gegen die Angst

Kinderwunsch: 3 Tipps gegen die Angst

By |2017-03-14T20:24:55+00:00April 8, 2016|4 Comments

Unerfüllter Kinderwunsch und das Gefühl von Angst gehören eng zusammen.

  • Die Angst, niemals ein Kind zu bekommen
  • Die Angst, nicht schwanger werden zu können
  • Die Angst eine Fehl- oder Totgeburt zu erleiden
  • Die Angst eine zweite Fehl- oder Totgeburt zu erelben
  • Die Angst vor dem Scheitern
  • Die Angst vor der Angst

Kennst du diese Angst und diesen Schmerz? Und fehlt dir oftmals die Zuversicht, trotzdem mutig deinen Weg zu deinem Kind zu suchen und zu gehen?

Kaum jemand ahnt, wie einsam, traurig und verzweifelt ein Mensch in der Kinderwunschzeit sein kann.

Eines ist jedoch ziemlich klar:

Man wird die Angst nicht los, in dem man abwartet, bis sie weg ist.

Warum Abwarten eine schlechte Option ist

Angst verschwindet nicht, indem du abwartest bis sie weg ist.

Angst löst sich nicht einfach so auf.

Vielmehr bleibt die Angst so lange bestehen bis du dich Ihr stellst.

Denk an die Zeit als du gelernt hast Fahrrad zu fahren.

Nur weil du dich getraut und dich mutig auf dein Fahrrad gesetzt hast, konntest du die Erfahrung machen: Ich kann Fahrrad fahren!

Hättest du vor dem Fahrrad stehend abgewartet bis die Angst weg ist, würdest du vermutlich heute noch da stehen.

Aber möchtest du das: Stehen bleiben? Stagnieren?

Dich von der Angst lähmen lassen?

Solange du dich weiter entwickelst und wächst, gehört die Angst mit zu deinem Leben.

Du möchtest, dass ein Kind in dir wächst. Du möchtest Mutter und dein Partner Vater werden.

Also, los, stell dich Deiner Angst und wage das Abenteuer – für dein Kind.

Kinderwunsch: 3 Tipps, die Deine Angst lindern können

Ich weiß, das sagt und schreibt sich leicht.

Und manchmal reicht der eigene Mut noch nicht aus. Die Angst ist groß und es besteht die Gefahr vor Angst zu erstarren.

Also muss die Angst zunächst kleiner gemacht und gelindert werden.

Wie kann das gehen?

Ein Tipp, um die Angst kleiner zu machen, sind Fragen.

Ich möchte Dir 3 Fragen stellen.

Nimm dir bitte jetzt ein Blatt Papier und schreibe deine Antworten für die folgenden 3 Fragen auf.

Durch das Aufschreiben gibst du deinen Gedanken Struktur und die diffuse Angst in deinem Kopf landet auf dem Papier.

1. Frage: Was ist das Beste, das dir passieren kann?

 Dein Herzenswunsch ist es, zusammen mit deinem Partner schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen.

Gedanklich bist du Eurem Kind schon ganz nahe.

Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf das Schöne, das dich erwartet und für das es sich lohnt deinen ganzen Mut aufzubringen.

Schreib auf wie dein Leben sich mit Kind verändern wird und träum dich hin zu deinem Kind und eurem gemeinsamen Leben.

Lass die Hoffnung zu!

Du brauchst die Hoffnung, um dir vorstellen zu können, eines Tages guter Hoffnung zu sein.

Die Vorstellung mit einem wunderschönen dicken Bauch durchs Leben zu gehen, in dem Dein Baby wohnt.

2. Was ist das Schlimmste, das dir passieren kann?

Was kann dir schlimmstenfalls passieren?

Wie würde dein Leben ohne ein leibliches Kind aussehen?

Mal dir diese Vorstellung bitte möglichst detailliert und ehrlich aus.

Vielleicht schreckst du jetzt zurück und willst den Stift beiseite legen.

Trau dich: Gib deiner Angst ein Gesicht und einen Namen! Denn sobald die Angst klar ist, schrumpft sie und wird kleiner.

3.Was kann ich tun, wenn das Schlimmste eintritt?

Sicherlich hast du in deinem Leben schon einige Schicksalsschläge und Misserfolge einstecken müssen. Du hast sie nicht nur ausgehalten, sondern aus ihnen gelernt und für dich genutzt.

Entwickle einen Plan B – ohne leibliches Kind – der dir Glück und Erfüllung verspricht.

Die Annahme, dass Lebensglück nur mit einem leiblichen Kind möglich ist, ist falsch.

Ich weiß, dieser Satz liest sich sehr hart, aber ich glaube wirklich, dass er wahr ist.

Es gibt viele Wege zu einem Kind und es gibt Lebendwege, die auch ohne Kind glücken können.

Erschaffe dir ein alternatives Lebenskonzept. Einen neuen Weg, den du einschlagen kannst und der gut zu dir passt.

Wovor hast du die größte Angst, wenn du daran denkst deinen Kinderwunsch vielleicht aufgeben zu müssen?

Und wie könnte ein alternativer Lebensweg aussehen?

Viele Fragen, hier schließe ich erst einmal für heute.

Allerdings drängen diese Fragen auf eine Antwort. Deshalb suche nach Antworten und gib nicht nach, bis du weisst, in welche Richtung du weitergehen willst.

Viele Grüße

Silke

 

 

About the Author:

Mein Name ist Silke und Kindeshalb ist mein Kinderwunsch Blog. Wenn du Tipps zum Schwanger werden suchst, bist du hier genau richtig. Bei Fragen melde dich gerne!

4 Comments

  1. Katja 16. Mai 2018 at 12:52 - Reply

    Liebe Silke,

    vielen Dank für deinen Blog und dass du diese sinnvollen Gedanken mit uns teilst, das macht es tatsächlich leichter.

    Ich habe bereits rine Fehlgeburt vor 11 Jahren hinter mir, 2 Töchter gesund geboren (10 und 8 Jahre alt) und nun nach 1.ICSI mit 37 und neuem Lebenspartner wieder eine Fehlgeburt (13.SSW) erlitten.

    Ich hörte von Krankenschwestern während der Wehen solche Sätze „Da muss man halt durch.“ Und „Das passiert doch so Vielen“ und „Sie haben doch schon Kinder“ Das war in dieser Akutsituation sehr verletzend und machts einfach nicht besser, wenn man gerade realisiert, dass man sein Baby verstorben zur Welt bringt, egal wie klein.

    Nun habe ich natürlich viel darüber nachgedacht, ob wir das Schicksal nur herausfordern, dass durch mein Alter bedingt in Kombi mit seinem OAT-II-Syndrom dasselbe nochmal passiert? Doch dafür gibt es keinerlei konkrete Hinweise und wir wünschen es uns sehr, sind Familienmenschen durch und durch.

    Dein Blog hilft den Kopfsalat zu sortieren und Mut zu fassen, sich diese Hoffnung auch zu erlauben.

    Ganz herzlichen Dank dafür!

    Liebe Grüße,

    Katja

    • Silke 17. Mai 2018 at 18:01 - Reply

      Liebe Katja,

      mir tut so unendlich leid, was Euch passiert ist! Eine Fehlgeburt ist eine so schreckliche Erfahrung und in der 13. SSW ist dein Baby schon so weit entwickelt. Noch so klein und doch ein Mensch und dein Kind! Ich kann die Kommentare nicht nachvollziehen, gerade nicht von Menschen, die beruflich jeden Tag mit solchen Situationen konfrontiert sind. Wenn schon kein Mitgefühl möglich ist, würde ich mir zumindest wünschen, dass manche einfach mal den Mund halten. Sorry, aber mich macht das traurig und wütend zugleich!

      Was Euren Kinderwunsch angeht und Eure Sorge, dass Ihr bei weiteren Versuchen wieder eine Fehlgeburt erlebt, so kann ich aus deiner Nachricht herauslesen, dass du weißt, dass eine weitere Fehlgeburt nicht ausgeschlossen ist, aber prozentual die Chance, dass bei der nächsten Schwangerschaft alles gut geht, viel höher ist. Ihr habt 2 gesunde Kinder und diese sind der beste Beweis, dass es klappen kann auch mit den „Einschränkungen“ des höheren Alters bzw. des OAT II Syndroms. Deshalb glaube ich, dass Ihr Zeit braucht, um das Erlebte und den Tod Eures Babys zu verarbeiten und um eine Entscheidung zu treffen, ob Ihr es nochmal wagen wollt. Aber deine Nachricht liest sich schon jetzt so als ob die neue Hoffnung bereits leise bei Euch anklopft und sich Mut formiert?! Vielleicht bin ich hier naiv, aber ich glaube fest daran, dass die Sehnsucht und die Liebe stärker sind als der Tod. Sie werden euch leiten und die für euch richtige Entscheidung finden lassen.

      Herzliche Grüße

      Silke

  2. Charlotte 27. Januar 2018 at 19:27 - Reply

    Hallo!
    Schön diesen Blog gefunden zu haben. Ich stecke aktuell mitten in einer IVF Behandlung. Schon der nächste Schritt vom nächsten Schritt. Da wird die Angst natürlich immer größer. Der letzte Weg ein Kind zu bekommen. Was ist, wenn der nicht funktioniert?
    Ich habe zusätzlich noch Angst, dass meine Ehe darunter leiden wird. Ich hoffe irgendwann ein Baby in den Armen halten zu können oder aber wenigstens mit dem unerfüllten Kinderwunsch umgehen zu können. Dieser ist nämlich mein täglicher Begleiter.

    • Silke 29. Januar 2018 at 18:39 - Reply

      Liebe Charlotte,

      ich kann Deine Angst gut verstehen. Eine Kinderwunschbehandlung bringt viele neue Sorgen mit sich und es gibt viele dunkle Stunden und Tage, an denen man kaum weiß, wohin man mit seiner Unruhe und den vielen Gedanken hin soll. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und rückblickend hilft nur, sich möglichst viele Ressourcen zu organisieren, die einem Kraft geben und einen diese Zeit überstehen lassen. Ich schreibe bewusst Ressourcen, weil das für jeden Mensch etwas anderes sein kann. Liebe Menschen, die unterstützen, Frauen und Paare in ähnlicher Situation, Bewegung, Sport, Entspannungstechniken, …alles, was gut tut und hilft, die Hoffnung nicht aufzugeben.

      Trotzdem bleiben die Zweifel, die Angst und die Herausforderung diese anzunehmen und gleichzeitig sich nicht davon überfluten zu lassen.

Leave A Comment