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Schwangerschaftstest negativ: Ein Plädoyer für neue Zuversicht

Wenn der Schwangerschaftstest negativ ausfällt, bedeutet dies Frust, Selbtzweifel und Traurigkeit. Wie kannst du mit dieser Situation umgehen und neue Zuversicht finden?

Schwangerschaftstest negativ: Wenn der Kinderwunsch zur Belastung wird

Wenn du versuchst schwanger zu werden, weißt du bestimmt genau, was es bedeutet einen negativen Schwangerschaftstest in den Händen zu halten. Jeden Monat und jeden Zyklus aufs Neue bist du voller Vorfreude, dass es dieses Mal mit der Schwangerschaft klappen wird.

Dann machst du den Schwangerschaftstest und das Ergebnis trifft dich wie ein Schlag in die Magengrube.

Schwangerschaftstest negativ!

Vielleicht hast du gehofft, dass du  dich irgendwann an diese Situation gewöhnen wirst und dich das negative Testergebnis nicht mehr so stark berühren wird. Aber dem ist nicht so!

Für die meisten Frauen in deiner Situation wachsen die Traurigkeit und die Selbstzweifel von Monat zu Monat. Je länger du auf dein Wunschkind warten musst, um so mehr schwindet die Zuversicht und dein Selbstvertrauen.

Dein Kinderwunsch wird immer mehr zur Belastung. Und nicht nur du leidest darunter.

Auch dein Partner weiß nicht, wie er mit der Situation umgehen soll. Euer Leben und Eure Beziehung haben sich verändert, die Ratlosigkeit ist groß und ein Ausweg nicht in Sicht.

Gibt es einen Weg aus dieser emotionalen Abwärtsspirale?

Schwangerschaftstest negativ: Wenn die Trauer größer und größer wird

Wenn der Schwangerschaftstest negativ ist und sich diese Erfahrung immer wieder wiederholt, zweifelst du an dir, deinem Körper und deiner Fähigkeit Mutter zu werden. Dein Traum von einer eigenen Familie scheitert an deiner gegenwärtigen Unfähigkeit schwanger zu werden. Oder du schaffst es nicht, ein 2. oder 3. Mal für ein Geschwisterkind schwanger zu werden. Dabei wünschst du dir vielleicht von Herzen eine große Familie mit mehr als einem Kind.

Auch ein negativer Schwangerschaftstest nach einer Kinderwunschbehandlung kann eine  riesengroße Enttäuschung auslösen. Du hast die ganze Prozedur im Kinderwunschzentrum hinter dich gebracht und so viel Hoffnung, aber auch Zeit und Geld investiert und nun stehst du mit leeren Händen da.

Alles scheint umsonst gewesen zu sein. Den Trost deines Partners kannst du kaum mehr hören und du fragst dich, was du falsch gemacht hast und warum dich dieses Schicksal trifft. Mitlerweile misstraust du auch deinem Körper, da er offenbar unfähig ist schwanger zu werden.

 

Sexuelle Unlust Frust, Scham und Flaute im Bett

Schwangerschaftstest negativ: Trauer und Selbstzweifel wachsen

Was ein negativer Schwangerschaftstest bedeutet und was nicht

Dein Schwangerschaftstest ist negativ und  dein Gefühls- und Gedankenkarussell in deinem Kopf dreht sich mal wieder. Es nimmt immer mehr Fahrt auf und viele Gedanken purzeln wild durch deinen Kopf.

Ich möchte dich bitten, hier einzuhalten!

Stoppe dein Gedankenkarussell jetzt sofort und schaue dir die tatsächlichen Fakten an!

Wir alle neigen dazu, oftmals nicht klar zwischen den gegebenen Fakten und der Story in unserem Kopf zu unterscheiden. Sicherlich hast du Dich bewusst für ein Leben mit einem Kind und mit eigener Familie entschieden.

Du hast einen Lebensentwurf geschmiedet und willst nun alles dafür tun, dass dieser Plan Wirklichkeit wird. Du willst eine Familie gründen oder deine Familie um ein weiteres Familienmitglied erweitern.

Und um es ganz deutlich zu sagen: Diese Vision für dein Leben ist wertvoll und genauso richtig und gut.

Halte daran fest und konzentriere dich darauf, was wirklich passiert ist.

Stoppe Dein Gedankenkarussell

Wenn dein Schwangerschaftstest negativ ist, bedeutet das erstmal nur, dass dieser Test negativ ist!

Vielleicht bist du trotzdem schwanger oder aber dieser Zyklus steht wirklich kurz vor seinem Ende und du bist nicht schwanger.

Eines steht aber definitiv fest: Ein negativer Schwangerschaftstest bedeutet nicht, dass du nicht schwanger werden kannst.

Weder 1 noch 15 negative Schwangerschaftstests bedeuten, dass du nicht schwanger werden kannst.

Übertrage diese negative Erfahrung nicht auf deine Fähigkeit zu empfangen und ein Kind auszutragen.

Übertrage dieses negative Testergebnis auch nicht in ein negatives Bild von dir selbst und deinem Körper.

Wenn dein Schwangerschaftstest nach deiner 1. oder 2. Kinderwunschbehandlung negativ ausfällt, dann werte das nicht als ein Scheitern dieses Ansatzes.

Selbst wenn es bereits dein 4. Versuch ist, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ein weiterer Versuch nicht doch zu einer Schwangerschaft führen kann.

Ein negativer Schwangerschaftstest bedeutet auch niemals, dass du versagt hast oder etwas falsch gemacht hast.

Ein negativer Schwangerschaftstest sagt nichts über deinen Wert als Mensch und als Frau aus. Selbst wenn du niemals schwanger werden solltest, ändert dies nichts an deiner Einzigartigkeit und deinem Wert für diese Welt.

Finde neue Zuversicht

Bitte mach dir klar, dass es nicht richtig ist, wenn du von einem negativen Testergebnis auf dein ganzes Leben schließt.

Denke auch daran, dass selbst wenn sich viele Deiner Sorgen als wahr herausstellen sollten, dir weitere Möglichkeiten offen stehen, um Mutter zu werden. Ich denke hier an eine Adoption, an eine Pflegschaft oder aber an die Möglichkeit dich liebevoll um andere schutzbedürftige Kinder zu kümmern.

Mach dich schlau und erkenne deine Möglichkeiten. Vielleicht ist ´dein Kind längst geboren und wartet darauf, dass du es in deine Arme schließt.

 

Schwangerschaftstest negativ - finde neue Zuversicht

Finde neue Zuversicht: Gehe selbstbewusst Deinen Kinderwunschweg

 

Ich weiß nur zu gut um die Traurigkeit und Verzweiflung nach sich wiederholenden negativen Schwangerschaftstests.

Und mein Plädoyer für neue Zuversicht will diese Traurigkeit nicht verharmlosen oder abtun. Aber ich will dich damit ermunern deinen Lebensplan mit Kindern nicht aus den Augen zu verlieren.

Fasse neue Zuversicht, suche nach Unterstützung und  erlaube diesem negativen Test nicht, dich von Deinem Kinderwunschweg abzubringen.

Viele Wege führen zu deinem Kind. Schmiede einen neuen Plan, dein Kinderwunschweg geht weiter.

Lass dich nicht entmutigen. Sei selbstbewusst und suche deinen Weg zu deinem Kind.

Herzliche Grüße

Silke

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Künstliche Befruchtung: Das Wichtigste zu Ablauf, Chancen, Kosten

Viele Frauen und Paare, die den tiefen Wunsch haben, einem kleinen Menschen das Leben zu schenken, sind auf eine künstliche Befruchtung angewiesen.

Doch was bedeutet ein  Ja zu einer künstlichen Befruchtung? Welche Methoden der künstlichen Befruchtung gibt es? Wie sieht deren Ablauf aus und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige zum Thema künstliche Befruchtung am Beispiel der drei Methoden der Insemination, der  IVF und der ICSI.

Künstliche Befruchtung: Methoden im Überblick

Bei einer künstlichen Befruchtung hilft ein Arzt oder ein Biologe dabei, Ei- und Samenzelle innerhalb oder außerhalb des weiblichen Körpers zusammenzubringen. Der Begriff „künstlich“ bezieht sich dabei auf diese medizinische Hilfestellung und die Tatsache, dass die Zeugung vom  natürlichen Geschlechtsakt losgelöst ist. Alternativ kannst du auch den Begriff der assistierten Reproduktion verwenden.

Bei einer künstlichen Befruchtung gibt es verschiedene Methoden, die ich dir jetzt vorstellen möchte.

Insemination (IUI)

Bei der Intrauterinen Insemination (kurz IUI oder Samenübertragung) wir das aufbereitete Sperma des Mannes mit Hilfe eines flexiblen Katheters direkt in die Gebärmutter der Frau gespritzt. Oftmals erfolgt im Vorfeld eine Hormonbehandlung, um ein Heranreifen von mehreren Eizellen zu gewährleisten.

In der Medizin spricht man von einer homologen Insemination, wenn hierzu das Sperma des eigenen Partners verwendet werden kann. Benötigt ein Paar das Sperma von einem Samenspender, spricht man von einer heterologen (donogenen) Insemination.

Die IUI ist die in der Reproduktionsmedizin am häufigsten eingesetze Methode der künstlichen Befruchtung.

In vitro Fertilisation (IVF)

IVF steht für In vitro Fertilisation und ist eine Methode zur künstlichen Befruchtung.

Dabei bedeutet IVF wörtlich übersetzt Befruchtung im Glas. Dementsprechend findet die Befruchtung der Eizelle nicht im Körper der Frau statt. Vielmehr geschieht sie in einer Petrischale im Labor eines Kinderwunschzentrums.

Bei einer IVF findet die Verschmelung von Ei- und Samenzelle wie bei einer  natürlichen Befruchtung ohne Hilfe von außen statt. Nur der Ort, an dem die Befruchtung stattfindet,  ist nicht der Eileiter der Frau, sondern eine Petrischale in einem Labor.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die Abkürzung ICSI steht für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Wie der Name schon sagt, erfolgt dabei die Befruchtung nach vorhergehender Hormonbehandlung und Punktion der Eizellen durch ein Einspritzen des Spermiums in die Eizelle. Dieser Vorgang wird von einem Biologen im Labor assistiert und ist im Empfinden vieler Paare deutlich weniger natürlich.

Die ICSI gehört ebenfalls zu einer der sehr häufig eingesetzten Methoden in der Reproduktionsmedizin. Nach der Befruchtung der Eizelle und den ersten Zellteilungen wird der Embryo zurück in die Gebärmutter der Frau transferiert.

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Warum erfolgt eine IUI, IVF oder ICSI Behandlung?

IUI

Die Insemination (IUI) wird gerne dann eingesetzt, wenn beim Mann ein eingeschränktes Spermiogramm festgestellt wurde und dieses nur vermindert bewegliche und gesunde Samenzellen aufzuweisen hat. Dabei gibt es Kriterien, ab welcher Qualität des Spermas eine IUI und ab welcher Qualität eine IVF oder ICSI durchgeführt werden sollte. Je schlechter das Spermiogramm, desto mehr Hilfe brauchen die Spermien, um in die Nähe der Eizelle zu gelangen.

Die Samenübertragung wird oftmals auch dann angewandt, wenn Paare mit idiopathischer Sterilität Hilfe in einer Kinderwunschklinik suchen. Idiopathische Sterilität bedeutet, dass bei dem Paar kein medizinischer Grund für den unerfüllten Kinderwunsch gefunden werden konnte. Die IUI stellt dann einen der ersten Versuche dar, um diese unerklärte Unfruchtbarkeit zu behandeln.

Schließlich kommt die Insemination bei Single Frauen oder auch lesbischen Paaren zum Einsatz, die sich für die Verwendung von Kryosperma aus einer Samenbank entschieden haben. Zwar gibt es auch die Möglichkeit der privaten Samenspende, viele Frauen und Paare bevorzugen aber eine Insemination unter ärztlicher Kontrolle.

IVF

Ursprünglich wurde die IVF zur Behandlung von Frauen entwickelt, für die aufgrund einer tubaren Sterilität (gestörte Funktion der Eileiter) eine Befruchtung auf natürlichem Wege nicht möglich war. Denn für eine erfolgreiche Befruchtung ist es notwendig, dass Ei- und Samenzelle zusammentreffen können.

Hierbei muss nicht unbedingt ein kompletter Verschluss beider Eileiter vorliegen, vielmehr reicht oft auch eine Endometriose Erkrankung oder Verwachsungen im Beckenbereich aus, um die Funktion der Eileiter massiv zu beeinträchtigen.

Häufig gibt es auch nur den Verdacht auf eine Störung dieser Eileiterfunktion, wenn andere Behandlungsansätze wie beispielsweise mehrere Zyklen mit intrauteriner Insemination zu keiner Schwangerschaft geführt haben.

Weitere Indikationen für eine IVF können eine eingeschränkte Fruchtbarkeit des Mannes,  eine idiopathische Sterilität, Verlust der Eileiter, Entzündungen, eine Sterilisation, Endometriose und PCOS sein.

Bitte frage bei deinem Arzt nach, aus welchen Gründen er dir eine IVF empfiehlt.

ICSI

Ist aufgrund einer sehr stark eingeschränkten Samenqualität eine aktive Befruchtung nicht möglich, muss ein einzelnes Spermium in die Eizelle gespritzt werden. Neben dieser stark eingeschränkten Samenqualität als Indikation für eine ICSI kann weiterhin eine schlechte Befrchtungsrate während eines vorangegangenen IVF Zyklus als Grund für die Durchführung einer ICSI angeführt werden.

Künstliche Befruchtung Ablauf

Bei einer IUI, IVF oder einer ICSI erfolgt im Normalfall zunächst eine Hormonbehandlung, die die Eierstöcke dazu anregen soll, mehrere Eibläschen gleichzeitig reifen zu lassen.

Ziel ist es mehrere reife Eizellen zu gewinnen.

Für die Stimulation werden Eiweißhormone verwendet, die normalerweise in der Hirnanhangsdrüse gebildet werden und die die Funktion der Eierstöcke regulieren. Diese Hormone müssen in hoher Dosierung verwendet und gespritzt werden.

Würdest du dich beispielsweise für eine IVF oder ICSI entscheiden, so würde dir im Vorfeld der Behandlung die genaue Vorgehensweise und die eigenständige Verabreichung der Hormonspritzen im Kinderwunschzentrum erklärt werden.

Neben der Stimulation der Eierstöcke ist es im Behandlungsverlauf notwendig, dass ein vorzeitiger Eisprung verhindert wird.

Hierzu werden Medikamente (sogenannte GnRH-Analoga) verwendet, welche entweder gespritzt oder aber durch eine Gabe als Nasenspray verabreicht werden.

Je nach Behandlungsprotokoll werden diese Präparate zu Verhinderung des vorzeitigen Eisprungs entweder vor Beginn der Stimulation (sogenannte Down Regulation im langen Protokoll) oder nach einigen Tagen der Stimulation  (im kurzen Protokoll) angewendet.

Welches Behandlungsprotokoll eingesetzt wird legt dein behandelnder Kinderwunsch Arzt nach einer umfassenden Anamnese und sehr genauen Untersuchung fest.

Die Stimulation der Eierstöcke dauert meistens zwischen 8 und 13 Tagen.

Nach dieser Zeit erfolgt eine Injektion des Hormons hCG, welches zu einer abschließenden Ausreifung der Eizellen führt.

35 bis 37 Stunden nach dieser Injektion werden die Eizellen im Rahmen einer Punktion von der Scheide aus entnommen. Diese Punktion erfolgt nur bei einer IVF und einer ICSI, bei einer IUI erfolgt der Eisprung und eine Befruchtung im Körper der Frau.

Da die Punktion schmerzhaft sein kann, wird sie oft unter Narkose durchgeführt. Trotz dieser Narkose  ist eine Eizellpunktion ein ambulanter Eingriff und die Patientin kann das Kinderwunschzentrum wenige Stunden nach der Durchführung wieder verlassen.

Wenn Du Dich fragst, wie Frauen eine IVF erleben, kann ich Dir folgenden Artikel auf Kindeshalb sehr empfehlen:

ICSI Erfahrungen: Kirstens Kiwu Tagebuch Teil 1

Die Befruchtung im Labor

Die Befruchtung der Eizellen erfolgt einige Stunden nach der Eizellentnahme.

Bei normaler Spermienqualität werden hierzu Ei- und Samenzellen im Labor zusammengebracht.

Wie bei einer natürlichen Empfängnis erfolgt die Befruchtung dabei dadurch, dass sich einzelne Samenzellen an die Eizelle binden, eine Samenzelle in das Ovum eindringt und sie befruchtet.

ICSI das Spermium wird in die Eizelle eingespritzt

ICSI das Spermium wird in die Eizelle eingespritzt

 

Ist die Samenqualität nicht gut oder klappt die künstliche Befruchtung auf diesem Wege nicht, muss eine ICSI durchgeführt werden.

Dabei werden unter dem Mikroskop einzelne Samenzellen ausgesucht und mit einer sehr feinen Injektionsnadel in die Eizellen eingespritzt.

Am Tag nach der künstlichen Befruchtung wird das Ergebnis zum ersten Mal kontrolliert.

Es wird untersucht, bei wie vielen Eizellen sich zwei sogenannte „Vorkerne“ gebildet haben.

Je nach vorheriger Absprache mit dem Paar werden dann eine, zwei oder drei Eizellen im Brutschrank weiterkultiviert.

Hierbei entwickeln sich diese Eizellen im Vorkernstadium zu Embryonen weiter.

Die übrigen Eizellen im Vorkernstadium können auf Wunsch des Paares in flüssigem Stickstoff eingefroren werden.

Diese Kryokonservierung ermöglicht dem Paar die Möglichkeit diese Eizellen zu einem späteren Zeitpunkt auftauen und weiterkultivieren zu lassen.

Verzichtet ein Paar auf eine Kryokonservierung müssen nach dem Gesetz alle übrigen Eizellen verworfen werden.

Die Übertragung von Embryonen in die Gebärmutter

3 bis 5 Tage nach der Befruchtung der Eizellen werden die Embryonen in die Gebärmutter zurückgesetzt.

Auch hierbei handelt es sich wieder um einen ambulanten Eingriff, wobei hierbei keine Narkose notwendig ist.

Der Transfer der Embryonen in die Gebärmutter ist nicht oder nur mit sehr geringen Schmerzen verbunden. Dabei überträgt der Arzt die Embryonen mithilfe eines sehr dünnen und biegsamen Schlauchs durch die Scheide in die Gebärmutter.

In der Zeit nach der Eizellentnahme verordnet der Arzt Gelbkörperhormone in Kapselform, die in die Scheide eingeführt werden. Manchmal erfolgt auch noch eine Injektion, um die Gelbkörperfunktion noch mehr zu unterstützen.

10 bis 12 Tage nach dem Transfer der Embryonen in die Gebärmutter kann durch eine  Blutuntersuchung überprüft werden, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist.

Viele Frauen halten allerdings diese lange Ungewissheit nicht aus und testen bereits vorher zu Hause mit einem Schwangerschaftsfrühtest.

Schwangerschaftstest: Hoffentlich ist der Test positiv

Schwangerschaftstest: Hoffentlich ist der Test positiv

Welche Risiken gibt es?

Bei der Hormonstimulation kann es zu einem ovariellen Hyperstimulationssyndrom kommen.

Hierbei schwellen die Eierstöcke sehr stark an. Zudem kann es zu Wasseransammlungen in der Bauch- und Brusthöhle kommen, wobei der Flüssigkeitsverlust aus dem Blut manchmal zur Bildung von Blutgerinnseln führen kann. Oft besteht Atemnot oder es kommt zu Problemen mit der Nierenfunktion. Eine Überstimulation ist eine ernsthafte Überreaktion auf die Hormonstimulation und kann unter Umständen eine stationäre Behandlung notwendig machen.

Ein weiteres Risiko ist durch die Punktion der Eizellen gegeben. Da die Eierstöcke bei der Punktion nur durch Ultraschall betrachtet werden können, ist eine Verletzung der Bauchorgane nicht auszuschließen.

Auch eine Eileiterschwangerschaft kann als mögliche Komplikation nicht ausgeschlossen werden. Eine solche Eileiterschwangerschaft muss oftmals durch die Entfernung des betroffenen Eileiters beendet werden.

Schließlich gilt es noch Zwillings- und Drillingsschwangerschaften als mögliche Komplikation zu nennen. Da das deutsche Embryonenschutzgesetz den Transfer von bis zu drei Embryonen in die Gebärmutter erlaubt, kommt es immer wieder zu solchen Mehrlingsschwangerschaften, die leider weder für die Kinder noch für die Mutter ungefährlich sind.

Abschließend stellt sich die Frage, welche Auswirkungen eine künstliche Befruchtung auf die Gesundheit der Frau hat.

Ich habe hierzu über eine Studie berichtet, die der Frage nachgegangen ist, ob eine IVF das Risiko auf Brustkrebs erhöht. Weiterhin habe ich einen Beitrag über die Behandlungsmethode der In vitro Maturation geschrieben, die versucht, die Stimulationsbehandlung im Vorfeld einer künstlichen Befruchtung zu umgehen. Auch Informationen zu einem möglichen erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko nach erfolglosen IVF oder ICSI Behandlungen kannst du hier finden.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

Das Ziel einer künstlichen Befruchtung besteht in der Geburt eines gesunden Kindes.

Die Geburtenrate nach einer IVF liegt dem deutschen IVF-Register zufolge bei 15 bis 20 Prozent pro Behandlungszyklus.

Die Erfolgsaussichten sind jedoch in hohem Maße vom Alter der Frau, der bestehenden Fruchtbarkeitsstörung und der Anzahl der transferierten Embryonen abhängig.

Du kannst genaue Zahlen zum Thema künstliche Befruchtung dem Deutschen IVF-Register entnehmen. Seit 1992 werden von vielen deutschen Kinderwunschkliniken gelieferten Daten in dem Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers dargestellt.

Oder Du kannst OPIS verwenden, ein IVF Erfolgschancen Rechner  der University of Aberdeen.

Künstliche Befruchtung: Kosten

Beim Thema Kosten einer IVF Behandlung muss man zwischen gesetzlich versicherten und privat versicherten Paaren unterscheiden.

Behandlungskosten für gesetzlich versicherte Paare

Für Patienten, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, gilt derzeit, dass 50% der Kosten der Behandlung, der Medikamente und Hormonpräparate von der Krankenlasse übernommen werden. Die anderen 50 % müssen von den betroffenen Paaren selbst gezahlt werden.

Aufgepasst:

Einige gesetzliche Krankenkassen erstatten mehr als 50% der Kosten für eine IVF oder ICSI Behandlung. Manche Kassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen sogar die vollständigen Kosten.

Eine aktuelle Liste dieser Krankenkassen  kann ich Dir in Form einer Tabelle hier Verfügung stellen.

Damit sich die gesetzliche Krankenkasse an den Kosten in diesem Rahmen beteiligt, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Das Paar ist miteinander verheiratet
  • Die Frau ist zwischen 25 und 40 Jahre alt
  • Der Mann ist zwischen 25 und 50 Jahre alt
  • Weder Frau noch Mann haben eine Sterilisation durchführen lassen
  • Es wird kein Spendersamen verwendet

Des Weiteren ist die Zahl der Behandlungszyklen begrenzt, für welche die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten zur Hälfte übernehmen.

So übernimmt sie anteilig die Kosten für maximal:

  • 8 Inseminationszyklen ohne hormonelle Stimulation / Spontanzyklus oder
  • 3 Inseminationszyklen mit hormoneller Stimulation oder
  • 3 IVF-/ICSI-Behandlungszyklen

Du kannst die Richtlinien über ärtzliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung hier nachlesen. Vor Beginn der Behandlung muss ein schriftlicher Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden.

Behandlungskosten für IVF und ICSI sorgfältig recherchieren

Recherchiere die Behandlungskosten für eine IVF oder ICSI sorgfältig!

Behandlungskosten für privat versicherte Paare

Privat versicherte Patienten bekommen in der Regel dann sämtliche Kosten erstattet, wenn der Partner, auf dessen Erkrankung die Infertilität zurückzuführen ist, privat versichert ist.

Auch bei privaten Krankenversicherungen ist eine Kostenübernahme an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Die private Krankenkasse übernimmt in der Regel alle Kosten für eine Kinderwunschbehandlung bei Ihrem Versicherten, wenn

  • beide Partner miteinander verheiratet sind
  • bei keinem der Ehepartner eine Sterilisation durchgeführt wurde
  • über das 40. Lebensjahr der Frau hinaus, wenn die Chance auf eine Schwangerschaft größer als 15 % beträgt

Das Einfrieren von Eizellen sowie der Transfer von kryokonservierten Embryonen müssen grundsätzlich selbst bezahlt werden.

Abschließend möchte ich betonen, dass eine Auflistung der konkreten Rechnungssummen schwierig ist, da sie sehr stark vom Leistungsumfang und von den verordneten Hormonpräparaten abhängen.

Es steht allerdings fest, dass eine IVF oder ICSI meist mehrere tausend Euro kostet.

Es macht deshalb Sinn sich im Vorfeld umfassend zu informieren und die behandelnde Kinderwunschklinik um einen Kostenvoranschlag zu bitten.

Herzliche Grüße

Silke

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Literatur:

Assisted Reproductive Technologies: A Guide for Patients. American Society of Reproductive Medicine. Accessed online July 24, 2011. http://www.asrm.org/uploadedFiles/ASRM_Content/Resources/Patient_Resources/Fact_Sheets_and_Info_Booklets/ART.pdf

Risks of In Vitro Fertilization (IVF) Patient Fact Sheet. American Society of Reproductive Medicine. Accessed online July 24, 2011. http://www.asrm.org/uploadedFiles/ASRM_Content/Resources/Patient_Resources/Fact_Sheets_and_Info_Booklets/risksofivf.pdf


In vitro Maturation: Verfahren, Erfolgsaussichten, Kosten

Du hast bestimmt schon von einer IVF oder von einer ICSI gehört, doch was ist eine In vitro Maturation?

Eine In vitro Maturation ist eine alternative Behandlungsmethode in  der Reproduktionsmedizin, die es ermöglicht ohne vorherige Hormonstimulation unreife Eizellen zu gewinnen.

Im Folgenden habe ich für Dich genaue Informationen zum Verfahren, den Chancen und Risiken, den Erfolgsaussichten und den Kosten zusammengetragen.

Was bedeutet In vitro Maturation?

Der Begriff In-vitro-Maturation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Eizellreifung im Reagenzglas.

Und damit ist eine Beschreibung dieser Methode direkt im Namen enthalten:

Bei einer IVM werden der Frau unreife Eizellen entnommen, die anschließend im Reagenzglas mit Hilfe einer speziellen Nährlösung nachreifen können.

Diese Vorgehensweise scheint auf den ersten Blick für Frauen mit Kinderwunsch sehr attraktiv zu sein.

Im Gegensatz zu einer IVF benötigt man für  eine IVM keine hochdosiertes Hormonstimulation.

Denn während eine IVF das Ziel verfolgt mehrere reife Eizellen aus dem Eierstock zu gewinnen, konzentriert sich die IVM auf die Gewinnung von unreifen Eizellen.

Vorteile einer IVM

Die Vorteile liegen damit sofort auf der Hand.

Eine IVM eröffnet die Chance die belastende Hormonbehandlung einer künstlichen Befruchtung zu umgehen.

Denn diese Hormonbehandlung vor einer IVF oder einer ICSI ist nicht nur unangenehm und aufwendig.

Sie ist oftmals mit Nebenwirkungen verbunden.

Durch die Gabe von Hormonen kann es beispielsweise zu einem ovariellen Überstimulationssyndrom (OHSS) kommen.

Je nach Schweregrad dieses OHSS bedeutet dies für die Frau eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung.

Besonders für Frauen mit PCO-Syndrom kann ein OHSS zu lebensgefährlichen Embolien und Thrombosen führen.

Weiterhin können sich viele Frauen (und ich will mich hier deutlich mit einschließen) nur sehr schwer mit dem  massiven Eingriff in den eigenen Hormonhaushalt arrangieren.

Denn es ist bis heute unklar, welche Langzeitfolgen diese Hormontherapie mit sich bringt.

Zwar konnten Studien eher kein erhöhtes Risiko beispielsweise für Brustkrebs aufzeigen.

Eine Sicherheit gibt es allerdings nicht.

Eine IVM stellt daher eine wirkliche Alternative zur IVF oder ICSI dar, um sich nicht diesen möglichen Neben- und Nachwirkungen einer Hormontherapie aussetzen zu müssen.

Darüber hinaus eröffnet eine IVM Frauen mit einer Krebserkrankung die Möglichkeit, ihren Kinderwunsch Wirklichkeit werden zu lassen.

Unreife Eizellen können vor einer Strahlen- oder Chemotherapie entnommen, eingefroren und nach Beendigung der Krebstherapie im Reagenzglas weiter stimuliert werden.

Wie läuft eine In vitro Maturation ab?

Bei einer In vitro Maturation werden die unreifen Eizellen bereits am 8. bis 10. Tag nach der beginnenden Monatsblutung entnommen.

Zur weiteren Reifung werden diese im Reagenzglas  innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit den Hormonen FSH (follikelstimulierendes Hormon) und hCG (humanes Choriongonadotropin) stimuliert.

Sobald die Eizellen reif sind, erfolgt die Befruchtung mit den Samenzellen des Mannes und im Stadium als Embryonen ein Transfer in die Gebärmutter der Frau.

Diese Vorgänge nach dem Abschluss der Eizellreifung entsprechen denen der herkömmlichen IVF und ICSI Behandlung.

Nachteile einer In-vitro Maturation

Du ahnst es vielleicht schon.

Eine IVM hat auch erhebliche Nachteile:

  • Niedrigere Schwangerschaftsraten als bei den herkömmlichen Methoden einer IVF oder ICSI Behandlung
  • Höhere Kosten pro Schwangerschaft
  • Hoher technischer Aufwand für die Punktion
  • Unklarheit über fetale Risiken und Zahl der gesunden Geburten nach IVM
  • Viele offene Fragen und noch geringes Zahlenmaterial aus vorliegenden Studien

Aus all diesen Gründen ist die In vitro Maturation als experimentelles Verfahren zu bewerten.

Sie konnte sich bis heute nicht in der klinischen Praxis durchsetzen.

Und es bedarf sicherlich noch einen längeren Weg der systematischen Weiterentwicklung.

Auch die Grundlagen der Eizellereifung müssen weiter untersucht und optimiert werden.

Allerdings  wurden schon über 400 Kinder mit Hilfe einer IVM gesund geboren.

Und dies lässt doch Hoffnung aufkommen.

Neue Studien geben Hoffnung  

Unter der Leitung von Robert Gilchrist aus Australien gelang es einem Team von Wissenschaftlern die Methode der IVM zu verbessern.

Durch Zusätze eines speziellen Wachstumsfaktors (Cumulin) zum Kulturmedium und durch Kombination mit weiteren Signalstoffen konnte die Eizellqualität und spätere Embryonalentwicklung signifikant verbessert werden.

Du kannst die vorab veröffentlichten Ergebnisse der Studie hier nachlesen.

Zur Zeit laufen klinische Studien, um die Erfolge dieser verbesserten Form der IVM weiter zu testen.

Kosten einer IVM

Abschließend  ein Wort zu den Kosten.

Leider wird eine IVM Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen.

Zwar sind die Kosten für Ultraschall, Blutentnahmen, Eizellpunktion, Narkose Laborkosten und Medikamente eher geringer als bei einer IVF oder ICSI Behandlung.

Allerdings bedarf es insgesamt oft mehrere Behandlungszyklen, um eine intakte Schwangerschaft zu erreichen.

Meine Internetrecherche hat Kostenangaben pro Versuch von ca. 600 bis 1500 Euro ergeben.

Die Kosten für Medikamente werden mit 80 bis 110 Euro beziffert.

Wer Erfahrungen oder konkretere Zahlen hat, mag sich bitte bei mir melden.

Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass die IVM zukünftig zu einer etablierten Behandlungsmethode von Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch werden wird.

Dies wäre mehr als wünschenswert, da es den Frauen eine hochdosierte Hormontherapie ersparen würde.

 

Literatur:

Mottershead DG, Sugimura S, Al-Musawi SL, Li JJ, Richani D, White MA, Martin GA, Trotta AP, Ritter LJ, Shi J, Mueller TD, Harrison CA, Gilchrist RB
Cumulin, an Oocyte-secreted Heterodimer of the Transforming Growth Factor-β Family, Is a Potent Activator of Granulosa Cells and Improves Oocyte Quality.
J Biol Chem. 2015 Sep 25;290(39):24007-20. doi: 10.1074/jbc.M115.671487. Epub 2015 Aug 8.

Foto: Bigstock – gualtiero boffi

8 Tipps wie Du Dich auf eine IVF vorbereiten kannst

Du willst Dich auf Deine IVF vorbereiten?

Gerne möchte ich Dir mit diesem Blogbeitrag Tipps an die Hand

Denn auf jede bevorstehende IVF kannst Du Dich vorbereiten, sowohl in organisatorischer als auch in mentaler Hinsicht.

Nachdem ich selbst mehrere IVF Zyklen hinter mich gebracht habe,  möchte ich gerne im folgenden meine besten Tipps an Dich weitergeben.

Denn mit jeder IVF ist eine extrem anstrengende Zeit verbunden.

Ein Ja zu einer IVF bedeutet viele Arzttermine, Blut- und Ultraschalluntersuchungen.

Ein Ja zu einer IVF bedeutet aber auch, sich mental auf eine reproduktionsmedizinische Behandlung einzulassen.

All dies gilt es auf möglichst gute Art und Weise mit Deinem Alltag, Deiner Beziehung, Deinem Freundeskreis und mit Deinem Arbeitsleben in Einklang zu bringen.

Gerne will ich mit dem organisatorischen Teil beginnen.

IVF vorbereiten: Gute Organisation im Vorfeld

Um den Stress für Dich möglichst gering zu machen, versuche Dir im Vorfel zu überlegen wie Du Deinen Alltag mit den Besuchen im Kinderwunschzentrum vereinbaren kannst.

Suche Dir ein Kinderwunschzentrum in Deiner räumlichen Nähe

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch, über die anfallenden Anfahrtswege im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung nachzudenken.

Wenn es möglich ist, entscheide Dich für ein Kinderwunschzentrum in Deiner Nähe.

Denn kurze Wege zum Kinderwunschzentrum sind Gold wert und erleichtern die gesamte Behandlung.

Viele Termine wie beispielsweise zur Blutabnahme oder zum Ultraschall dauern nicht lange.

Und durch eine kurze Anfahrt erhöhst Du die Chance die IVF besser in Deinen Alltag integrieren zu können.

Ich weiß, dass es viele Paare gibt, die lange Anreisezeiten in Kauf nehmen, um sich in einem bestimmten Kinderwunschzentrum behandeln zu lassen.

Wenn es dafür wirklich wichtige und entscheidende Gründe gibt, kann ich das gut verstehen.

Allerdings prüfe genau, was Deine Kriterien für die Auswahl Deines Dich behandelnden Kinderwunschzentrums sind.

Denn eine kurze Anfahrt kann Dir viel Stress und Druck ersparen.

Solltest Du Dich für ein weiter entferntes Kinderwunschzentrum entschieden haben, ist es oftmals möglich einige der Untersuchungen durch Deinen Frauenarzt vor Ort durchführen zu lassen.

Bitte sprich Deinen behandelnden Arzt im Kinderwunschzentrum darauf an.

Lerne das Timing Deiner IVF Behandlung kennen

Bevor Du mit deiner Behandlung beginnst, sprich Dein Kinderwunschzentrum auf die bevorstehenden Termine an und lass Dir einen Terminkalender ausstellen.

Das Timing mancher dieser Termine hängt Deinem Behandlungsprotokoll, Deinem Zyklus und Deiner Diagnose ab. 

Dein Arzt kann Dir einen Fahrplan beschreiben und Dir sagen in welchem Zeitfenster welche und wie viele Termine anstehen werden.

 

IVF Terminkalender

IVF  vorbereiten: Terminkalender

 

Notiere Dir Öffnungszeiten und Sprechzeiten Deiner Kinderwunschklinik

Informiere Dich bitte im Vorfeld über die Öffnungszeiten und Sprechzeiten Deines Kinderwunschzentrums.

Es ist unerfreulich, wenn Du bemerkst, dass Dir beispielsweise ein Rezept für ein Medikament fehlt, Deine Klinik aber an diesem Nachmittag geschlossen hat.

Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, denke bitte auch an die Notwendigkeit einer Überweisung pro Quartal und dass Du Diese Überweisung frühzeitig abholst.

Es gibt kaum etwas Stressvolleres als wenn Du am Abend vor Deinem nächsten Termin im Kinderwunschzentrum bemerkst, dass Du keine Überweisung hast.

Besorge Dir einen Medikamentenplan

 Viele Kinderwunschzentren  versorgen ihre Patienten mit einem genauen Plan, an welchen Tagen welches Medikament eingesetzt werden muss.

Sollte das bei Dir nicht der Fall sein, frage Dein Kinderwunschzentrum nach einem solchen Plan.

Denn Du und Deine Krankenkasse zahlen viel Geld für Deine Behandlung und deshalb sollte diese Hilfestellung ohne Probleme möglich sein.

Solltest du trotzdem keinen Kalender erhalten, erstelle Dir selbst einen oder benutze einen Kalender, den Du bereits in Verwendung hast.

Schließlich nutzen Dein Smartphone, Deinen Computer, einen Kalender oder liebe Menschen, um Dich rechtzeitig an das Einnehmen der Medikamente zu erinnern.

Schaffe Dir Ruhezeiten

Eien IVF vorbereiten bedeutet auch, im Vorfeld an den Stress und die Belastung zu denken.

Eine IVF ist sehr anstrengend und ermüdend.

Bitte streiche für die Zeit Deiner IVF alle unnötigen Verpflichtungen und Veranstaltungen aus Deinem Kalender.

Leider weiß ich nur zu gut, dass sich selten alles Unliebsame einfach mal streichen lässt.

Deshalb schenke Dir selbst extra  Zeit für bestimmte Tätigkeiten und rechne die Zeiten für die Besuche im Kinderwunschzentrum großzügig ein.

Es ist wenig angenehm, ständig unter großem zeitlichen Druck zu stehen.

Delegiere an andere

Überlege Dir im Vorfeld Deiner IVF Vorbereitung, welche Aufgaben Du an andere delegieren kannst.

Hierbei meine ich sowohl Aufgaben in Deinem Job als auch zu Hause.

Manchmal ist es sehr befreiend, wenn der Partner oder eine Freundin Lebensmittel einkauft oder das neue Rezept besorgt und Du Dich in dieser Zeit ausruhen kannst.

Soll ich es meinem Arbeitgeber sagen?

Die englische Vereinigung Infertility Network hat zu dieser Fragestellung eine Umfrage durchgeführt.

Demnach entscheidet sich etwa ein Drittel der Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen dagegen, mit ihrem Chef oder den Kollegen zu sprechen.

Als Hauptgrund wird die Angst angeführt, dass das Thema Kinderwunsch sich negativ auf ihren beruflichen Werdegang ausüben könnte.

Auch wenn dieser Gesichtspunkt für Dich vielleicht keine Rolle spielen sollte.

Bitte überlege Dir im Rahmen Deiner IVF Vorbereitung, wem Du an Deiner Arbeitsstelle von Deinem IVF Zyklus erzählen willst.

Je nachdem, in welchem Berufsfeld und in welche Position Du arbeitest, wird es für Dich schwer sein Fehlzeiten zu entschuldigen.

Wie Fehlzeiten im Job begründen?

Eine Kinderwunschbehandlung bringt viele Termine mit sich.

Bitte überlege Dir, wie Du das Problem der Fehlzeiten lösen willst.

Denn gerade Fehlzeiten sind in vielen Jobs nur schwer zu rechtfertigen und Du kannst wahrscheinlich nicht für jeden Termin einen Tag frei nehmen.

Hinzu kommen noch die körperlichen Auswirkungen und der emotionale Stress während der IVF.

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hitzewallungen oder die Gedanken und Sorgen ob sich der ganze Aufwand lohnen wird..

Oftmals lässt sich dies nur schwer vor den Kollegen und dem Arbeitgeber verbergen.

In meinem Blogartikel Künstliche Befruchtung: 3 Schritte für das richtige Mindset  kannst Du weitere Tipps für eine IVF finden.

In meinem Artikel Kinderwunsch: 3 Tipps gegen die Angst habe ich weitere Hilfestellungen festgehalten.

Verständnisvolle Chefs akzeptieren  die Fehlzeiten und mögliche körperliche Auswirkungen.

In anderen Fällen sind die Vorgesetzten aber nicht so großzügig.

Es wird weiter erwartet, dass Du Deine Arbeit und Deine Aufgaben erfüllst und Entscheidungen triffst.

Überlege Dir bitte eine Strategie wie Du das Thema Kinderwunsch und IVF an Deinem Arbeitsplatz behandeln willst.

Mögliche Fehlzeiten lassen sich hierbei auch mit Hilfe des Hausarztes lösen, der Belege über Arztbesuche ausstellen kann ohne den Grund dafür festhalten zu müssen.

Du musst für Dich eine klare Entscheidung für die Zeit der Behandlung aber auch darüber hinaus treffen!

Willst Du Deine Kollegen über die IVF informieren?

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch über den Umgang gegenüber Deinen Kollegen nachzudenken.

Solltest Du von Deiner Behandlung erzählen und Dein IVF Versuch scheitert, weiß jeder an Deiner Arbeitsstelle darüber Bescheid und Du kannst mit Fragen rechnen.

Ist Deine IVF erfolgreich und Du bist schwanger wird es weitere Wochen dauern bis klar ist, ob die Schwangerschaft intakt ist.

Frage Dich bitte im Vorfeld, ob es für Dich ok ist, wenn Dein Arbeitgeber und Deine Kollegen bereits in dieser sehr frühen Phase von Deiner Schwangerschaft wissen.

Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass nicht jeder wissen muss, wie es um Deine Kinderwunschpläne bestellt ist.

Das Thema Kinderwunsch ist ein sehr intimes Thema und hat meiner Meinung nach nichts am Arbeitsplatz verloren.

Auf der anderen Seite bedeutet ein Verschweigen Deinr IVF, dass Du für mögliche Fehlzeiten am Arbeitsplatz Erklärungen brauchst, die nicht (ganz) der Wahrheit entsprechen.

Nicht jeder Frau behagen diese Notlügen und das Geheimhalten des eigentlichen Grundes.

 Punktion und Transfer

Viele Frauen stellen sich die Frage, ob sie in der Zeit nach der Eizellpunktion bis zum Schwangerschaftstest wieder arbeiten gehen können.

Im Allgemeinen ist diese Frage zu bejahen.

Wenn es keine ärztlichen Bedenken gibt, stellt die Arbeit sogar eine gute Möglichkeit dar, sich abzulenken und die Wartezeit erträglicher zu gestalten.

Viele Frauen haben damit trotzdem ein Problem und möchten lieber nicht arbeiten.

Prüfe bitte für Dich, wie Du ganz persönlich damit umgehen möchtest und wie Du Deine Entscheidung mit Deinem Arbeitsplatz in Einklang bringen kannst.

IVF vorbereiten: Mentale Gesichtspunkte

Neben den beschriebenen organisatorischen Vorbereitungen, möchte ich Dir nun einige mentale Ansatzpunkte beschreiben.

Übernimm Verantwortung für Deine Gefühlswelt

Immer wieder höre ich von Frauen, dass sie den sehr medizinischen und technischen Ablauf während einer IVF beklagen.

Gehe entschlossen Deinen Weg zu Deinem Kind und begreife, dass Du  selbst für Deine Gefühlswelt  und Deine innere Einstellung verantwortlich bist.

Wenn Du eine IVF Behandlung beginnst, dann übernimmst Du eine große Verantwortung für Dich und Deine Familie.

Erwarte nicht von Deinem behandelnden Arzt, das er sehr empathisch auf Deine Gefühle eingeht.

Das ist nicht sein Job.

So hart das in manchen Situationen auch ist.

Vielmehr bist Du selbst für Deine Gefühlswelt und Deine innere Vorbereitung zuständig.

Dein Arzt wird alles tun, um Deine IVF zu einem Erfolg zu machen.

Allerdings ist er kein Coach oder Seelsorger, sondern Arzt und hochspezialisiert in seinem Aufgabenbereich.

Mach Dir klar: Eine IVF ist eine Hilfe auf Deinem Weg zu Deinem Kind.

Nicht mehr und nicht weniger.

Und Du hast Dich aktiv für diese Hilfe und diesen Weg entschieden.

Lass Dich durch den medizinischen Ablauf nicht aus der Mitte bringen und verliere Dein Ziel  nicht aus  den Augen.

Bereite Dich innerlich sorgfältig auf Deine Behandlung vor.

Du bist kein zu behandelndes Objekt, das den Prozeduren im Kinderwunschzentrum ausgesetzt ist.

Vielmehr hast Du Dich aktiv dafür entschieden.

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch, dies nicht aus dem Blick zu verlieren.

Eine IVF ist kein Marathon

Bereitet Dich zwei bis drei Monate mental auf Deine Behandlung vor.

Sollte die IVF nicht sofort zu einer Schwangerschaft führen, erhole Dich erst mal.

Eine IVF ist kein Marathon, bei dem man eine Versuchsrunde an die nächste reiht.

Gehe gut und verantwortungsvoll mit Deinen Kräften um.

Setze Dich nicht unter Zeitdruck mit einer Serie von IVF Versuchen.

Auch wenn Du vielleicht schon über 35 Jahre oder älter bist und das Gefühl hast, dass Dir die Zeit wegrennt.

Deine IVF soll eine Erfolgsgeschichte werden.

Dies geht nur, wenn Du Dir hierzu die passende innere Einstellung zulegst.

Die Gefühle während einer IVF  sind sehr wichtig, auch im Hinblick darauf, wie Du diese Erfahrung und ein mögliches Scheitern im Nachhinein verarbeiten wirst.

Hast Du weitere Tipps zum Thema IVF vorbereiten?

Bitte teile Deine Gedanken in einem Kommentar mit mir und den anderen Leserinnen.

Herzliche Grüße und bis bald

Silke

 

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Künstliche Befruchtung: 3 Schritte für das richtige Mindset

Künstliche Befruchtung und das richtige Mindset?

Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, wie wichtig das richtige Mindset für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ist.

Ohne das richtige Mindset vor und während der Behandlung wird der Weg der künstlichen Befruchtung extrem anstrengend für Dich.

Es besteht die Gefahr, dass Du aufgibst bevor Du Erfolg hast.

Mindset ist einer dieser modernen Begriffe, dem man im Berufsleben gerne begegnet.

Das richtige Mindset ist aber auch bei unerfülltem Kinderwunsch und der Entscheidung für eine künstliche Befruchtung sehr wichtig.

Denn es geht um die richtige Einstellung, Deine Einstellung!

Eine künstliche Befruchtung ist körperlich und psychisch sehr belastend.

Neben unzähligen Terminen für die Behandlung fahren Deine Gefühle Achterbahn.

Hoffnung und Zuversicht, aber auch Zweifel und Unsicherheit wechseln sich ab.

Dein Lebenskonzept wackelt.

Es ist völlig unklar, ob Du ein eigenes Kind bekommen wirst.

Umso wichtiger ist Deine Einstellung zur künstlichen Befruchtung und ihrem Ausgang.

Deinem richtigen Mindset!

Deshalb will ich mit Dir an Deinem Mindset arbeiten.

Hier kommen 3 Schritte für das richtige Mindset.

Stell Dein ungeborenes Kind in den Mittelpunkt

Dein Kind steht im Mittelpunkt und das ohne wenn und aber!

Alles andere ist Beiwerk.

Denk Dich hin zu Deinem Kind und lass die Hoffnung zu.

Du brauchst die Hoffnung, um bald „guter Hoffnung“ zu sein.

Stell Dir vor, eines Tages mit einem wunderschönen dicken Bauch durchs Leben zu geben.

Deinem dicken Bauch, in dem Dein Baby wohnt!

Deine Hoffnung wird sich in Sehnsucht nach Deinem Kind verwandeln.

Und diese Sehnsucht wird Dich durch die Behandlung und alle Anstrengungen tragen.

Sie wird Dich mit der erforderlichen Kraft ausstatten und Dich auch dann durchhalten lassen, wenn der Weg zu Deinem Kind holprig wird und nicht alles rund läuft.

Werde Dir bewusst, dass Du scheitern kannst!

Du musst wissen, dass der Versuch einer künstlichen Befruchtung scheitern kann.

Nur ein Teil der Paare, die den Weg der künstlichen Befruchtung gehen, haben direkt beim ersten Versuch Erfolg.

Mach Dir klar, dass eine künstliche Befruchtung auch mit einem negativen Schwangerschaftstest enden kann.

Allerdings bist Du damit keine Versagerin. Mach Dir auch das klar!

Misserfolge gehören zum Leben dazu.

Lass Dich davon nicht von Deinem Ziel ablenken oder aufhalten.

Vielmehr lenke den Blick immer wieder zurück auf Dein Ziel und ziehe aus der Sehnsucht nach Deinem Kind die Kraft, um nach einem Misserfolg neue Kraft und Energie zu tanken.

Du musst bereit sein, in Dein Kind zu investieren

Niemand kann Dir sagen, ob eine künstliche Befruchtung zum Erfolg führen wird.

Niemand kann Dir eine Garantie für eine intakte Schwangerschaft geben.

Und niemand kann Dir versprechen, dass der Aufwand einer künstlichen Befruchtung, die Gefühlsachterbahn und das ganze Geld gut investiert sind.

Du musst bereit sein, in Dein Kind zu investieren.

Bereits jetzt, vor seiner Zeugung und Geburt.

Und das trotz all Deiner Zweifel, Ängste und Sorgen.

Ich weiß: Viele bekommen gewollt oder ungewollt „einfach nebenbei“ ihre Kinder.

Und meine Aufforderung ist wirklich sehr viel verlangt.

Aber alles Jammern, Grübeln und Zaudern hilft hier nicht weiter.

Schau auf Dich und Deinen Weg!

Und geh trotz aller Hindernisse Deinen Weg zu Deinem Kind.

Das richtige Mindset ist Deine freie Entscheidung Dich voll und ganz auf Dein Kind zu konzentrieren.

Damit werden Dir die Kräfte und das Durchhaltevermögen zuwachsen, die Du für die künstliche Befruchtung brauchst.

Hast Du Dich für künstliche Befruchtung entschieden?

Wie sieht Dein Mindset aus?

Herzliche Grüße

Silke

 

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Späte Elternschaft – ein Problem?

Aktuell bewegt die späte Elternschaft eines Paares aus Österreich die Gemüter. Bei der Geburt der durch eine Eizellspende gezeugten Zwillinge ist die Mutter 60 Jahre alt. Ein Artikel aus Österreich geht nun der Frage nach, ob der große Altersunterschied zum Belastungspunkt werden kann.

DerStandard.at berichtet am 02. März:

Späte Mütter: Großer Altersunterschied kann zur Belastung werden

Ältere Mütter gehen oft lockerer an die Mutterschaft heran, zeigt eine Untersuchung – ein großer Altersunterschied kann aber auch zu Verständnis-Problemen führen

Eine 60-jährige Frau hat am Mittwoch in Wels Zwillinge zur Welt gebracht und eine Debatte über späte Elternschaft ausgelöst. „Das Alter der Eltern ist nur ein Faktor, der die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung ausmacht“, sagte Harald Werneck vom Institut für Entwicklungspsychologie der Uni Wien. Allerdings könne ein großer Altersunterschied zum Belastungspunkt werden.

Potenzielle Belastung

Die Lebenswelten seien hier noch einmal „ein Stück unterschiedlicher“, liegen zwischen Eltern und Kindern sogar zwei Generationen. „Die Eltern wurden in einer anderen Welt sozialisiert, haben einen anderen Erfahrungshintergrund, andere Werthaltungen und Einstellungen“, sagte der Psychologe.

Eine potenzielle Belastung könnte sich etwa ergeben, wenn die Kinder realisieren, dass „die eigene Mutter deutlich älter ist als die Mütter von Freundinnen“. Wie damit umgegangen werde, hänge aber viel auch vom Umfeld ab, sagte Werneck.

Auch in der Ablösungsphase von Jugendlichen könne ein derart großer Altersunterschied zu einem „potenziell stärkerem Risiko führen, dass es zu Konflikten kommt, zum Gefühl des Nicht-Verstanden-Werdens beiderseits“, sagte Werneck. „Im Einzelfall kann das natürlich auch ganz anders aussehen“, erklärte der Psychologe.

Häufigere Wunschkinder

Der Entwicklungspsychologe hat in einer wissenschaftlichen Untersuchung ältere mit jüngeren Müttern verglichen. „Wir haben herausgefunden, dass ältere Mütter eigentlich eher lockerer an die Mutterschaft herangehen, dass es im Prinzip relativ wenige Belastungsfaktoren gibt“, sagte Werneck. Zudem handle es sich beim Nachwuchs auch häufig um Wunschkinder.

Der einzige negative Aspekt sei die körperliche Ermüdung, „es ist bei älteren Frauen einfach früher der Fall, dass sie Kinder auch rein körperlich als Belastung erleben“, erklärte Werneck. Allerdings könne man „keine Pauschalaussagen treffen“. (APA, derStandard.at, 2.3.2015)

Drei-Eltern-Babys?

Das Oberhaus in Großbritannien hat einem medizinischen Verfahren zugestimmt, mit dem ein Kind künftig drei genetische Eltern haben kann. Die von britischen Forschern entwickelte gentechnische Methode zielt darauf ab, bei einer künstlichen Befruchtung die Weitergabe von schweren Erbkrankheiten wie Muskelschwund zu verhindern, die auf einem Defekt der Mitochondrien-DNA beruhen. Diese sitzt im Plasma der weiblichen Eizelle. Bei dem Verfahren tauschen Mediziner die defekte DNA gegen die gesunde DNA einer erblich nicht belasteten Spenderin ein.

Zeit Online berichtet und verweist auf weitere Artikel, die das Verfahren genauer darstellen.

 

Kosten Künstliche Befruchtung bei Unverheirateten

Die Kosten einer Künstlichen Befruchtung bei Unverheirateten sind steuerlich absetzbar.
Sowohl Arztrechnungen als auch die Kosten für Medikamente oder die Fahrtkosten zu den Behandlungen können als Krankheitskosten abgesetzt werden.
Für unverheiratete Paare zahlen die gesetzlichen Krankenkassen keine künstliche Befruchtung. Das hat das Bundessozialgericht vor kurzem entschieden.
Die hannoversche Allgemeine stellt jetzt klar, dass nicht verheiratete Paare die Ausgaben für eine künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung angeben können. Sie lassen sich bei den Krankheitskosten geltend machen, erklärt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) in Berlin. Er verweist auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs (Az.: III R 47/05).

BDL-Geschäftsführer Erich Nöll rät, diese Möglichkeit schon bei der Behandlung einzuplanen. So muss der Partner, der keine Kinder bekommen kann, die Behandlungskosten auch bezahlen. Nur dann können sie auch bei der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Voraussetzung für die steuerliche Berücksichtigung ist auch, dass die Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung mit den Richtlinien der ärztlichen Berufsordnungen übereinstimmen.

Außerdem sollten betroffene unverheiratete Paare auf jeden Fall einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen – auch wenn sie wissen, dass er abgelehnt wird. Damit wird die Zwangsläufigkeit der Kosten einer künstlichen Befruchtung untermauert, der Ablehnungsbescheid der Krankenkasse beweist das der Steuerbehörde. Neben den Arztrechnungen können dann auch Kosten für Medikamente oder die Fahrtkosten zu den Behandlungen als Krankheitskosten abgesetzt werden.