-Tag: künstliche Befruchtung

Blastozystentransfer: Höhere Wahrscheinlichkeit für Jungs & eineiige Zwillinge!

Vielleicht hat dich auch schon die Frage beschäftigt, ob eine IVF und der damit oft verbundene Blastozystentransfer das Geschlecht deines Babys oder die Wahrscheinlichkeit eineiige Zwillinge zu bekommen beeinflusst. Eine neue Studie bestätigt die Beobachtung, dass es offenbar tatsächlich eine Verbindung zwischen dem Blastozystentransfer und dem Geschlecht bzw. der Entstehung eineiiger Zwillinge gibt.

Blastozystentransfer: Was ist das genau?

Bei einer künstlichen Befruchtung (IVF oder ICSI)wird nach einer Stimulation der Eierstöcke eine größere Anzahl von Eizellen punktiert (Follikelpunktion) und im Labor befruchtet. Nach einigen Tagen können dann bis zu maximal 3 Embryonen in die Gebärmutter der Frau zurückgesetzt werden. Hierbei stellt sich die Frage, in welchem Entwicklungsstadium dieser Transfer stattfindet und es gibt hierzu unterschiedliche Ansätze. Während manche Kinderwunsch Kliniken sich dazu entscheiden, die Embryonen im Teilungsstadium nach 2 oder 3 Tagen zurücksetzen (Embryonentransfer), wählen andere die Möglichkeit, die Embryonen bis zum fünften Tag nach der Befruchtung weiter im Brutschrank zu kultivieren. In diesem Fall spricht man von einem Blastozystentransfer, also der Übertragung von Embryonen, die sich bereits in einem sehr fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden. Die Übertragung der Embryonen im Blastozystenstadium erfolgt damit ungefähr zum gleichen Zeitpunkt, an dem sie bei einer natürlichen Empfängnis die Gebärmutter erreichen würden.

Blastozystentransfer: Mehr Jungs & mehr eineiige Zwillinge

Eine neue Meta-Analyse aus Südkorea konnte 26 Studien zwischen 1995 und Mai 2017 zu diesem Thema auswerten. Und das Ergebnis bestätigt tatsächlich die Beobachtung, dass nach einem Blastozystentransfer mehr Jungs und mehr eineiige Zwillinge geboren werden. Die Auswertung zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit nach Blastozystentransfer einen Jungen zu bekommen um etwa 10% erhöht ist. Die Wahrscheinlichkeit eineiige Zwillinge das Leben zu schenken ist sogar in etwa doppelt so hoch! Die Ursachen hierfür werden leider nicht von der Studie erfasst und sind damit unklar.

Weiterer Vorteil des Blastozystentransfers?

Für alle, die sich beispielsweise unbedingt einen Jungen wünschen oder sich auch gut Zwillinge vorstellen können, kann dieses Ergebnis vielleicht ein zusätzliches Kriterium sein, sich für einen Blastozystentransfer zu entscheiden. Der aus meiner Sicht wichtige Vorteil eines Blastozystentransfers ist aber die bessere Identifizierung von Embryonen, die das Potential in sich tragen, sich einzunisten und sich zu einem Baby zu entwickeln. Denn nur etwa 20 bis 30 Prozent aller befruchteten Eizellen schaffen es bis zum Blastozystenstadium. Auch der Zeitpunkt der Übertragung des Embryos scheint zu diesem späteren Zeitpunkt idealer gewählt zu sein, entspricht er doch dem Zeitpunkt, an dem dieser bei einer natürlichen Empfängnis die Gebärmutter erreichen würde.

Herzliche Grüße

Silke

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Literatur: 

Jinli Ding et al.: The effect of blastocyst transfer on newborn sex ratio and monozygotic twinning rate: An updated systematic review and meta-analysis. Reproductive Biomedicine Online, im Druck.

Chang HJ et al: Impact of blastocyst transfer on offspring sex ratio and the monozygotic twinning rate: a systematic review and meta-analysis. Fertil Steril. 2009 Jun;91(6):2381-90. doi: 10.1016/j.fertnstert.2008.03.066. Epub 2008 Aug 20.

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By |2018-08-09T21:30:11+00:00August 9, 2018|0 Comments

Künstliche Befruchtung: Hessen übernimmt anteilig Kosten für 4. Versuch

Gute Nachrichten für Kinderwunsch Paare in Hessen, die sich für eine künstliche Befruchtung entschieden haben. Die hessische Landesregierung macht ernst mit ihrem Vorhaben ungewollt kinderlose Paare mehr zu unterstützen und übernimmt anteilig die Kosten für einen 4. Versuch.

Künstliche Befruchtung: Kosten 4. Versuch

Generell ist es so, dass gesetzlich versicherte Paare bundesweit 50% Prozent der Behandlungskosten für bis zu 3 Versuche zur künstlichen Befruchtung beantragen können. Zwar gibt es Krankenkassen, die einen höheren Anteil der Kosten und manchmal sogar 100% der Behandlungskosten übernehmen. Aber spätestens ab dem vierten Versuch werden diese Paare zu Selbstzahler und müssen nach ausschließlich eigenen Wegen der Finanzierung Ausschau halten. Dies stellt eine zusätzliche und ich wie ich finde immense Belastung der sowieso schon stark belasteten Betroffenen dar.

Welche Krankenkasse übernimmt die künstliche Befruchtung zu 100%?

Künstliche Befruchtung Kosten: Welche Kassse zahlt 75%?

Nicht wenige Paare können sich aufgrund der persönlichen finanziellen Situation keine weitere Versuche leisten oder müssen lange Zeit Geld für den nächsten Versuch zurücklegen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass bereits im Rahmen der ersten drei Versuche die andere Hälfte der anfallenden Kosten für die Behandlung, aber auch für die Medikamente und eventuelle Zusatzleistungen privat bezahlt werden müssen.

Hessen unterstützt vierten Versuch der künstlichen Befruchtung

Um die finanzielle Belastung von Paaren mit Kinderwunsch zu reduzieren, finanziert das Land Hessen gemeinsam mit dem Bund eine Unterstützung von 75 Prozent des Selbstkostenanteils der Behandlungskosten bis zu einer Höhe von maximal 3300 Euro. Damit sollen die Chancen im Rahmen eines vierten Versuches Eltern zu werden erhöht und die finanziellen Belastungen für Kinderwunschpaare reduziert werden.

Eine entsprechende Förderrichtlinie hierzu wurde bereits erstellt. Die Förderung selbst kannst du beim Regierungspräsidium Gießen beantragen. Alle Antragsformulare sowie weitere Informationen und ein Merkblatt zur assistierten Reproduktion findest du unter: https://hessenlink.de/VierterVer

Fazit: Daumen hoch für Hessen!

Eine klasse Initiative der hessischen Landesregierung, die hoffentlich bundesweit Schule macht. Ich bin mir sicher, dass viele Paare in Hessen aufgrund dieser neuen Regelung etwas beruhigter in ihre Behandlungsversuche starten können.

Herzliche Grüße

Silke

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By |2018-09-07T21:26:47+00:00August 3, 2018|2 Comments

Künstliche Befruchtung & die Spätfolgen: Besteht ein höheres Krebsrisiko?

Wie wirken sich die Hormongaben im Rahmen einer künstlichen Befruchtung auf den weiblichen Körper aus? Bestimmt hast du dich auch schon gefragt, ob du mit Spätfolgen wie beispielsweise einem erhöhten Krebsrisiko zu rechnen hast. Bereits vor einiger Zeit habe ich zu dieser Fragestellung über eine Studie aus Schweden berichtet, die zu dem Ergebnis kam, dass Frauen, die eine Hormontherapie durchlaufen haben, kein erhöhtes Brustkrebsrisiko zeigen. Eine neue Untersuchung aus England möchte ich dir heute vorstellen.

Spätfolgen der Kinderwunschbehandlung

An der neuen Studie aus England haben 255.786 Frauen teilgenommen, die ihren ersten IVF- oder ICSI-Zyklus in den Jahren zwischen 1991 und 2010 unternommen haben. Die Untersuchung wurde durchgeführt, um herauszufinden, ob bei diesen Frauen ein erhöhtes Risiko für Brust-, Eierstock- und Endometriumkarzinome nachgewiesen werden kann. Bemerkenswert ist die große Gruppe an Frauen, die einbezogen wurden. Es handelt sich um alle Frauen, die in England im genannten Zeitraum eine künstliche Befruchtung durchlaufen haben.

Die Ergebnisse

Die Wissenschaftler der Studie konnten kein erhöhtes Risiko für Endometriumkarzinome finden. Insgesamt erkrankten in der Gruppe 164 Frauen an einem Endometriumkarzinom, die standardisierte Inzidenzrate lag bei 146.9 Fällen (164 cancers observed v 146.9 cancers expected; SIR 1.12, 95% confidence interval 0.95 to 1.30). Die standardisierte  Inzidenzrate gibt die Häufigkeit eines Ereignisses (hier der Erkrankung an einem Endometriumkarzinom) einer betrachteten Gruppe von Personen in Bezug auf die Gesamtbevölkerung an.

Weiterhin konnten die Autoren auch kein signifikant erhöhtes Risiko für  Mammakarzinome generell (2578 v 2641.2; SIR 0.98, 0.94 to 1.01) und auch nicht  für invasive Mammakarzinome finden (2272 v 2371.4; SIR 0.96, 0.92 to 1.00). Lediglich das Risiko für ein Karzinom in situ der Brust war geringfügig erhöht (291 v 253.5; SIR 1.15, 1.02 to 1.29; absolute excess risk (AER) 1.7 cases per 100 000 person years, 95% confidence interval 0.2 to 3.2).

Schließlich wurde das Risiko für Ovarialkarzinome untersucht und hierbei ein erhöhtes Risiko festgestellt (405 v 291.82; SIR 1.39, 1.26 to 1.53; AER 5.0 cases per 100 000 person years, 3.3 to 6.9). Allerdings muss hierzu erwähnt werden, dass bei den betroffenen Frauen auch andere Risikofaktoren wie beispielsweise das Vorliegen von PCOS oder andere individuelle Eigenschaften der jeweiligen Person eine Rolle spielen. So fand die Studie beispielsweise kein erhöhtes Risiko für Eierstockskrebs bei den Frauen, die „nur“ aufgrund der eingeschränkten Fruchtbarkeit ihres Partners behandelt wurden.

Die Studie konnte kein erhöhtes Risiko für Endometriumkarzinome und Mammakarzinome finden. Lediglich das Risiko für in situ Karzinome der Mamma war marginal erhöht. Es konnte ein erhöhtes Risiko für Ovarialkarzinome nachgewiesen werden, jedoch nur bei Frauen, die weitere Risikofaktoren für diese Krebsart aufwiesen.

Fazit: Künstliche Befruchtung & die Spätfolgen

Die Ergebnisse bestätigen die bisherige Studienlage: Eine künstliche Befruchtung scheint das onkologische Risiko für bestimmte Krebsarten nicht oder nur marginal zu erhöhen.  Die Wissenschaftler aus England raten jedoch zu weiteren Untersuchungen der Gruppe von Frauen, die eine assistierte Reproduktion durchlaufen haben, um weitere Erkenntnisse zu erhalten.

Insgesamt also ein eher beruhigendes Ergebnis, die Hormongaben während einer Stimulation scheinen weniger Spuren im weiblichen Körper zu hinterlassen als befürchtet. Allerdings ist dies kein abschließendes Resultat, das Thema bedarf weiterer Beobachtung.

Herzliche Grüße

Silke

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So sieht es aus ungewollt kinderlos zu sein!

Literatur:

Carrie L. Williams et al.: Risks of ovarian, breast, and corpus uteri cancer in women treated with assisted reproductive technology in Great Britain, 1991-2010: data linkage study including 2.2 million person years of observation. British Medical Journal 2018; 362: k2644.

Frida E. Lundberg, Anastasia N. Iliadou, Kenny Rodriguez-Wallberg, Christina Bergh, Kristina Gemzell-Danielsson, Anna L.V. Johansson: Ovarian stimulation and risk of breast cancer in Swedish women, Fertility & Sterility, July 2017, Volume 108, Issue 1, Pages 137–144.

Foto: Bigstock.com / © vchal

By |2018-08-02T21:28:37+00:00August 2, 2018|0 Comments

Künstliche Befruchtung Kosten: Welche Kasse zahlt 75%?

Neben der Frage, was eine künstliche Befruchtung pro Behandlungszyklus und je nach eingesetzter Methode (Insemination, IVF, ICSI) kostet, ist es genauso wichtig zu erfahren, wer welche dieser Kosten übernimmt. Nachdem ich dir eine Liste der Krankenkassen zusammengestellt habe, die 100% der Kosten einer künstlichen Befruchtung tragen, will ich dir in diesem Artikel die Krankenkassen vorstellen, die eine 75% Kostenbeteiligung anbieten.

Bitte beachte, dass diese Liste meinen aktuellen Wissensstand ohne Gewähr abbildet. Über Infos zu Ergänzungen oder aktuelle Veränderungen freue ich mich und nehme diese gerne in die Liste auf. Diese Anmerkung gilt auch für Krankenkassen, die ihre Leistungen nicht wahrheitsgemäß abgebildet sehen.

Künstliche Befruchtung: Hessen übernimmt anteilig Kosten für 4. Versuch

Künstliche Befruchtung Kosten: 75% Kostenübernahme durch die Kasse

KrankenkasseLeistungenBundesland
AOK Baden-Württemberg75% Kostenübernahme für die Versuche 1-3. Auch gleichgeschlechtliche Paare erhalten diesen Zuschuss, wenn es eine krankheitsbedingte Ursache für die Therapie gibt. Kostenübernahme auch bei Frauen 40+, soweit kein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind vorliegt. Baden-Württemberg
AOK Plus75% für Versuche 1-3. Weitere Erstattung bei TESE, Assisted Hatching & Kryokonservierung im Rahmen einer Krebserkrankung.Sachsen,

Thüringen

AOK Rheinland-Hamburg75% für Versuche 1-3.Rheinland, Hamburg
AOK Rheinland-Pfalz-Saarland75% für Versuche 1-3, allerdings müssen beide bei der AOK RPS  oder ein Partner privat versichert sein. Rheinland-Pfalz, Saarland
atlas BKK ahlman75% für Versuche 1-3.Bremen, Hamburg, Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein
 BKK Dürkopp Adler 75% für Versuche 1-3. NRW
 BKK Pfaff 75% für Versuche 1-3. Rheinland-Pfalz
 BKK Schwazwald-Baar-Heuberg  75% für Versuche 1-3. Baden-Württemberg
BKK VBU75% für Versuche 1-3 nur für den bei der BKK versicherten Ehepartnerbundesweit
IKK Brandenburg & Berlin75% für Versuche 1-3, wenn nur ein Partner bei der IKK versichert ist. Kann ein Partner nicht wechseln (z.B. Beihilfe oder Beamter), gibt es 100%.Brandenburg, Sachsen

Bitte prüfe die aktuelle Satzung der jeweiligen Krankenkasse vor einem Krankenkassenwechsel oder nimm ein Beratungsgespräch in Anspruch.

Bedingungen für die Kostenübernahme

Damit die Krankenkasse eine künstliche Befruchtung übernimmt, müssen Bedingungen erfüllt sein.

  • Das Paar muss verheiratet sein.
  • Frau und Mann müssen über 25 Jahre alt sein. Die Frau darf das 40. Lebensjahr und der Mann das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.
  • Vor Beginn der künstlichen Befruchtung muss bei der Krankenkasse ein Behandlungsplan inklusive einer Kostenschätzung eingereicht werden. Dieser Plan muss von der Kasse genehmigt werden.

Für verheiratete Paare sind die Kosten der Kinderwunschbehandlung steuerlich absetzbar.

Fragen, Ergänzungen oder Anmerkungen bitte in die Kommentare!

Herzliche Grüße

Silke

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By |2018-08-03T22:43:38+00:00April 9, 2018|2 Comments

Vitamin D3 & Kinderwunsch: Wirkung, Dosierung & Präparate

Neueste Studien legen nahe, dass Vitamin D3 für die weibliche und männliche Fruchtbarkeit von großer Bedeutung ist. Bei unerfülltem Kinderwunsch sollte deshalb an eine Kontrolle des Vitamin D3 Spiegels gedacht werden. Eine Doktorarbeit an der Uni Köln konnte aufzeigen,1 dass gegen Ende der Winterzeit mehr als 74% aller Deutschen einen Vitamin D3 Mangel aufweisen. Deshalb möchte ich dir in diesem Artikel die wichtigsten Forschungsergebnisse zur Wirkung von Vitamin D3 bei Kinderwunsch und Empfehlungen für Präparate und deren Dosierung vorstellen.

Vitamin D oder Vitamin D3: Was ist der Unterschied?

Wenn über Vitamin D gesprochen wird, ist fast immer Vitamin D3 gemeint. Denn das Provitamin D (7-Dehydrocholesterol) wird mithilfe des Sonnenlichtes in unseren oberen Hautschichten in Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt. Dieses in Eigensynthese produzierte Vitamin D3 wird anschließend in Leber und Niere verstoffwechselt und dabei in 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 (Calcitriol) überführt. Von dort gelangt das Vitamin D3 wieder in das Blut. Es wandert in Dünndarm, Schilddrüse, Eierstöcke, Gebärmutterschleimhaut und andere Stellen, um dort an Rezeptoren anzudocken und die Funktion des Gewebes zu steuern. Vitamin D3 ist damit natürliches Vitamin D, welches die Vorstufe des leichter von unserem Körper zu verarbeitenden Calcitriols darstellt.

Du erkennst ein hochwertiges Vitamin-D-Präparat daran, dass es die beste Verfügbarkeitsform für den Körper liefert und das ist Vitamin D3. Der Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe ist bei der Auswahl eines Vitamin D3 Präparates ebenfalls wichtig.

Meine Empfehlung: Vitamin D3 Tropfen!*

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Wirkung von Vitamin D3

Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass Vitamin D3 Wirkungen im Körper des Menschen aufweist, die weit über den Calciumstoffwechsel hinausgehen. Wusstest du, dass 37 Gewebe in unserem Körper einen Vitamin-D-Rezeptor aufweisen und die Bedeutung von Vitamin D3 für die Steuerung von mehr als 1000 unserer Gene wissenschaftlich belegt ist? Hinzu kommt eine besondere Relevanz für das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung und auch unser Immunsystem scheint besonders von Vitamin D3 zu profitieren. Doch damit noch nicht genug. Menschen mit einem Vitamin D3 Mangel haben eine geringere Fertilität. Hier kommen die neuesten Ergebnisse.

Wirkung bei Frauen

Eine aktuelle Meta-Analyse von 11 Studien an der Universität in Birmingham (England) konnte aufzeigen, dass ein guter Vitamin D-Spiegel mit einer höheren Schwangerschafts- und Lebendgeburtenrate im Rahmen einer künstlichen Befruchtung einhergehen kann.5 So ergab die Auswertung der Daten von 2700 Frauen, die sich einer IVF oder ICSI unterzogen hatten,  eine 34% höhere Chance auf eine Lebendgeburt.2 Bemerkenswert ist die Tatsache, dass nur 26% der Teilnehmerinnen einen ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 nachweisen konnten. Bei 35% der Frauen war sie unzureichend und bei 45% sogar mangelhaft.

Vitamin D3 scheint den Zyklus der Frau zu regulieren. Die Reifung der Eizellen wir gefördert. der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verbessert. Dieser positive Einfluss auf die Gebärmutterschleimhaut wurde durch eine Studie mit 100 Empfängerinnen einer Eizellspende dokumentiert, bei der fast doppelt so viele Frauen mit einer ausreichenden Vitamin D3 Versorgung ein lebendes Kind zur Welt bringen konnten (59%). Die teilnehmenden Frauen mit Vitamin D Mangel hatten eine Lebendgeburtenrate von 31%.3

Lesetipp: Eizellqualität verbessern: Was an „pimp my eggs“ wirklich dran ist

Schließlich gibt es auch positive Ergebnisse im Hinblick auf PCOS und Endometriose.11 So gibt es Studien, die die Verbindung zwischen einem Vitamin-D-Mangel und der Insulinresistenz bei PCOS untersucht haben. Zwar ist hierbei noch weitere Forschung notwendig, trotzdem verdichten sich die Hinweise, dass es einen Zusammenhang gibt. Eine im Jahr 2014 veröffentlichte Studie konnte die Frage aufgreifen, ob die beim PCOS auftretenden Depressionen mit Vitamin D gelindert werden könnten. Und tatsächlich konnten die Forscher nachweisen, dass die Depression umso stärker war, je niedriger der Vitamin D Spiegel war.4

Tipp 1: Helfen Vitamine bei Kinderwunsch?

Tipp 2: Rauchstopp bei Kinderwunsch: Weil Rauchen die Einnistung stört!

Vitamin D3 Test

Du kannst deinen Vitamin D3 Wert auf sehr einfache Weise mit einem Vitamin-D-Test kontrollieren. Hierbei handelt es sich um einen Hormontest für zu Hause. Der Ergebnisbericht umfasst das Messergebnis sowie individuelle Handlungsempfehlungen.

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Vitamin D3 Wirkung bei Männern

Männer, die an einem niedrigen Testosteronspiegel leiden, sollten ebenfalls an eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 denken. Studien konnten nachweisen, dass sowohl der Testosteronspiegel als auch die Spermienproduktion eng mit dem Vitamin-D3-Spiegel korrelieren. Zwar hängt der Testosteronspiegel nicht alleine von einem ausreichenden Vitamin-D3-Spiegel ab, er stellt aber eine wichtige Komponente dar. Eine Erhöhung des Sexualhormons Testosteron führt zu einer stärkeren Libido und kann die Fruchtbarkeit des Mannes verbessern. So wurde auf dem 19. Kongress der Europäischen Gesellschaft für Endokrinologie in Lissabon darauf hingewiesen, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D die Spermienqualität verbessern kann.

„There is evidence that vitamin D supplementation can improve semen quality, fertility outcomes and testosterone concentrations. Recent studies suggest that vitamin D supplementation could be beneficial for couples undergoing IVF.“ 6

Testosteron Test

Auch der Testosteron Spiegel lässt sich mit einem Heimtest auf sehr unkomplizierte Weise testen. Hierzu ist nur eine Speichelprobe notwendig, das Ergebnis des Tests erhälst du per Post nach wenigen Tagen.

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Vitamin D3 Dosierung

Der beste Weg, um die für dich passende Vitamin D3 Dosierung zu finden ist einen Vitamin-D-Test durchzuführen. Sobald du deinen aktuellen Vitamin-D-Spiegel im Blut kennst, kannst du deine ganz individuelle Vitamin-D-Dosierung festlegen.

Hinweis: Wie immer möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Artikel keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ersetzt  und nicht zur Eigendiagnose oder Behandlung von Krankheiten verwendet werden darf. Bitte bespreche dich mit deinem Arzt oder Apotheker, um sicherzugehen, dass es in deinem Fall keine Einwände gegen eine Einnahme gibt. Und beachte den Beipackzettel mit allen wichtigen Informationen. Ich übernehme keine Haftung für Probleme oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

Leider gehen die offiziellen Empfehlungen für die richtige Vitamin-D3-Dosierung sehr weit auseinander. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 800 IE pro Tag,16 das amerikanische Vitamin-D-Council hingegen 70 IE pro Kilogramm Körpergewicht.17 Dies würden ca. 5000 IE bei einem Körpergewicht von 70 Kilogramm bedeuten. Gerade im Winter ist der Bedarf an Vitamin sehr hoch und damit die Empfehlung der DGE deutlich zu niedrig. Um einen Blutspiegel von mindestens 35 ng/ml zu erhalten, sind mindestens 2000IE pro Tag nötig.

Meine Empfehlung: Winter Dosis Vitamin D3

50 IE Vitamin D3 / Kilogramm Körpergewicht & 2-3µg Vitamin K2 / Kilogramm Körpergewicht

Vitamin D3Vitamin K2
Dosierung pro Tag3000 bis 5000 IE150 – 250 µg

Vitamin D3 & Vitamin K2

Vitamin K ist für eine gute Verwertung von Calcium in unserem Körper von Bedeutung. Da sich die Aufnahme von Calcium bei einer Einnahme von Vitamin D3 erhöht, ist es wichtig einen ausreichenden Vitamin-K-Spiegel sicherzustellen. Es wird prinzipiell empfohlen Vitamin D3 und Vitamin K2 zusammen einzunehmen.

Vitamin D3 Präparat mit Vitamin K2:

Überdosierung möglich?

Bei vernünftiger und sachgemäßer Anwendung bergen Vitamin-D-Präparate kaum die Gefahr einer Überdosierung. So wurde beispielsweise die Hyperkalzämie (übermäßige Aufnahme von Calcium) erst bei einer täglichen Dosis von 40.000 IE Vitamin D3 beobachtet. Die von mir empfohlene Winter Dosis von 3000 – 5000 IE liegt damit mehr als deutlich unter dieser kritischen Grenze. Trotzdem möchte ich dich auffordern, das Thema mit deinem Arzt zu besprechen. Du kannst hierzu auch die Auswertung deines Vitamin-D-Tests als Gesprächsgrundlage nutzen.

Beste Grüße

Silke

Weiterlesen:

Schwangerschaftsfrühtest: Anwendung, Erfahrungen, Kauf

Literatur:

1. Kipshoven, Christoph: Querschnittsstudie zur Abschätzung des Vitamin-D – Status in der Bevölkerung in Deutschland. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Hohen Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, 2010.

2. Justin Chu et al. Vitamin D and assisted reproductive treatment outcome: a systematic review and meta-analysis. Human Reproduction Update,  2018 Jan 1;33(1):65-80.

3. Rudick BJ, Ingles SA, Chung K, Stanczyk FZ, Paulson RJ, Bendikson KA: Influence of vitamin D levels on in vitro fertilization outcomes in donor-recipient cycles.Fertil Steril. 2013 Nov 5. pii: S0015-0282(13)03154-3.

4. Naqvi SH, Moore A, Bevilacqua K, Lathief S, Williams J, Naqvi N, Pal L.,“Predictors of depression in women with polycystic ovary syndrome.”,Archives of women´s mental health, 2014.

5. June L. Fung et al.: Association of vitamin D intake and serum levels with fertility: Results from the Lifestyle and Fertility Study.  2017 Aug;108(2):302-311.

6. European Society of Endocrinology. „Vitamin D supplements could improve fertility.„Medical News Today. MediLexicon, Intl., 24 May. 2017.

7. Holick MF. Evidence-based D-bate on health benefits of vitamin D revisited.Dermatoendocrinol. 2012 Apr 1;4(2):183-90.

8. Lerchbaum E, Obermayer-Pietsch B. Vitamin D and fertility: a systematic review. Eur J Endocrinol. 2012 May;166(5):765-7.

9. Ozkan S, Jindal S, Greenseid K, Shu J, Zeitlian G, Hickmon C, Pal L. Replete vitamin D stores predict reproductive success following in vitro fertilization. Fertil Steril. 2010 Sep;94(4):1314-9.

10. Reinhold Vieth. Why the optimal requirement for Vitamin D3 is probably much higher than what is officially recommended for adults. Journal of Steroid Biochemistry & Molecular Biology 89–90 (2004) 575–579.

11. Thomson RL, Spedding S, Buckley JDVitamin D in the aetiology and management of polycystic ovary syndrome. Clin Endocrinol (Oxf). 2012 Sep; 77(3):343-50.

12. Rashidi B et al. The effects of calcium-vitamin D and metformin on polycystic ovary syndrome: a pilot study.Taiwanese J Obstetrics & Gynecology. 2009;48:142–147.

13. Ott J et al. Parameters for calcium metabolism in women with PCOS who undergo CCN stimulation: A prospective cohort study. European J Endocrinol. 2012;166(5):897-902.

14. Irani M. Role of vitamin D in ovarian physiology and its implication in reproduction: a systematic review. Fertil Steril. 2014 Aug;102(2):460-468.e3.

15. Azadi-Yazdi M1, Nadjarzadeh A1, Khosravi-Boroujeni H. The Effect of Vitamin D Supplementation on the Androgenic Profile in Patients with Polycystic Ovary Syndrome: A Systematic Review and Meta-Analysis of Clinical Trials. Horm Metab Res. 2017 Mar;49(3):174-179.

16. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/

17. https://www.vitamindcouncil.org/blog/why-does-the-vitamin-d-council-recommend-5000-iuday/

18. Cashman KD, Hill TR, Lucey AJ, Taylor N, Seamans KM, Muldowney S, Fitzgerald AP, Flynn A, Barnes MS, Horigan G, Bonham MP, Duffy EM, Strain JJ, Wallace JM, Kiely M. Estimation of the dietary requirement for vitamin D in healthy adults. Am J Clin Nutr. 2008 Dec;88(6):1535-42.

19. Heaney RP, Davies KM, Chen TC, Holick MF, Barger-Lux MJ. Human serum 25-hydroxycholecalciferol response to extended oral dosing with cholecalciferol. Am J Clin Nutr. 2003 Jan;77(1):204-10. Erratum in: Am J Clin Nutr. 2003 Nov;78(5):1047. PubMed PMID: 12499343.

20. Vermeer C, Jie KS, Knapen MH. Role of vitamin K in bone metabolism. Annu Rev Nutr. 1995;15:1-22. Review. PubMed PMID: 8527213.

21. Pal L, Berry A, Coraluzzi L, Kustan E, Danton C, Shaw J, Taylor H Therapeutic Implications of vitamin D and calcium in overweight women with polycystic ovary syndrome.. Gynecol Endocrinol. 2012;28:965–968.

22. Mehri Jamilian,Fatemeh Foroozanfard, Elham Rahman. Effect of Two Different Doses of Vitamin D Supplementation on Metabolic Profiles of Insulin-Resistant Patients with Polycystic Ovary Syndrome. Nutrients. 2017 Dec; 9(12): 1280.

23. Lerchbaum E, Obermayer-Pietsch B. Vitamin D and fertility: a systematic review. Eur J Endocrinol. 2012 May;166(5):765-7.

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By |2018-05-02T20:26:14+00:00Februar 28, 2018|0 Comments

Künstliche Befruchtung: Alles zu Ablauf, Erfolgsquote, Preis

Viele Kinderwunsch Paare sind auf eine künstliche Befruchtung angewiesen. Was bedeutet ein  ja zu einer künstlichen Befruchtung? Welche Methoden gibt es, wie sieht deren Ablauf und wie die Kostenseite aus? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige am Beispiel der Methoden IUI, IVF und ICSI.

Methoden im Überblick

Bei einer künstlichen Befruchtung hilft ein Kinderwunschzentrum dabei, Ei- und Samenzelle innerhalb oder außerhalb des weiblichen Körpers zusammenzubringen. Der Begriff „künstlich“ bezieht sich dabei auf die medizinische Hilfestellung und die Tatsache, dass die Zeugung vom  natürlichen Geschlechtsakt losgelöst ist. Alternativ kannst du auch den Begriff der assistierten Reproduktion verwenden.

Welche Krankenkasse übernimmt die künstliche Befruchtung zu 100%?

Künstliche Befruchtung Kosten: Welche Kassse zahlt 75%?

Künstliche Befruchtung: IUI

Bei der Intrauterinen Insemination (kurz IUI oder Samenübertragung) wir das aufbereitete Sperma des Mannes mit Hilfe eines flexiblen Katheters in die Gebärmutter der Frau gespritzt. Oftmals erfolgt im Vorfeld eine Hormonbehandlung, um ein Heranreifen von mehreren Eizellen zu gewährleisten. In der Medizin spricht man von einer homologen Insemination, wenn hierzu das Sperma des eigenen Partners verwendet werden kann. Benötigt ein Paar das Sperma von einem Samenspender, spricht man von einer heterologen (donogenen) Insemination. Die IUI ist die in der Reproduktionsmedizin am häufigsten eingesetzte Methode der künstlichen Befruchtung.

Voraussetzungen für eine IUI

Die Insemination (IUI) wird gerne dann eingesetzt, wenn beim Mann ein eingeschränktes Spermiogramm festgestellt wurde. Für die Bewertung gibt es Kriterien, ab welcher Qualität des Spermas eine IUI und ab welcher Qualität eine IVF oder ICSI durchgeführt werden sollte. Je schlechter das Spermiogramm, desto mehr Hilfe brauchen die Spermien, um in die Nähe oder in  die Eizelle zu gelangen.

Die Samenübertragung wird auch dann angewandt, wenn Paare mit idiopathischer Sterilität Hilfe in einer Kinderwunschklinik suchen. Idiopathische Sterilität bedeutet, dass bei dem Paar kein medizinischer Grund für den unerfüllten Kinderwunsch gefunden werden konnte. Die IUI stellt dann einen der ersten Versuche dar, um diese unerklärte Unfruchtbarkeit zu behandeln.

Schließlich kommt die Insemination bei Single Frauen oder auch lesbischen Paaren zum Einsatz, die sich für die Verwendung von Kryosperma aus einer Samenbank entschieden haben. Zwar gibt es auch die Möglichkeit der privaten Samenspende, viele Frauen und Paare bevorzugen aber eine Insemination unter ärztlicher Kontrolle.

IVF

IVF steht für In vitro Fertilisation und ist eine weitere Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei bedeutet IVF wörtlich übersetzt Befruchtung im Glas. Die Befruchtung der Eizelle findet nicht im Körper der Frau statt, vielmehr geschieht sie in einer Petrischale im Labor eines Kinderwunschzentrums. Bei einer IVF findet die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle wie bei einer  natürlichen Befruchtung ohne Hilfe von außen statt. Nur der Ort, an dem die Befruchtung stattfindet,  ist nicht der Eileiter der Frau.

Voraussetzungen für eine IVF

Ursprünglich wurde die IVF zur Behandlung von Frauen entwickelt, für die aufgrund einer tubaren Sterilität (gestörte Funktion der Eileiter) eine Befruchtung auf natürlichem Wege nicht möglich war. Denn für eine erfolgreiche Befruchtung ist es notwendig, dass Ei- und Samenzelle zusammentreffen können. Hierbei muss nicht unbedingt ein kompletter Verschluss beider Eileiter vorliegen, vielmehr reicht auch eine Endometriose oder Verwachsungen im Beckenbereich aus, um die Funktion der Eileiter massiv zu beeinträchtigen.

Häufig gibt es auch nur den Verdacht auf eine Störung dieser Eileiterfunktion, wenn andere Behandlungsansätze wie beispielsweise mehrere Zyklen mit intrauteriner Insemination zu keiner Schwangerschaft geführt haben. Weitere Indikationen für eine IVF können eine eingeschränkte Fruchtbarkeit des Mannes,  eine idiopathische Sterilität, Verlust der Eileiter, Entzündungen, eine Sterilisation, Endometriose und PCOS sein.

ICSI

Die Abkürzung ICSI steht für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Die Befruchtung erfolgt nach vorhergehender Hormonbehandlung und Punktion der Eizellen durch ein Einspritzen des Spermiums in die Eizelle. Dieser Vorgang wird von einem Biologen im Labor assistiert. Die ICSI gehört ebenfalls zu einer der am häufigsten eingesetzten Methoden in der Reproduktionsmedizin. Nach der Befruchtung der Eizelle und den ersten Zellteilungen wird der Embryo zurück in die Gebärmutter der Frau transferiert.

Voraussetzungen für eine ICSI

Gerade Paaren mit einer sehr stark eingeschränkten Spermienqualität bietet die ICSI eine Chance, um schwanger zu werden. Aber auch eine schlechte Befruchtungsrate während eines vorangegangenen IVF Zyklus kann als Grund für die Durchführung einer ICSI angeführt werden.

Künstliche Befruchtung & die Chancen

Alle Methoden der Reproduktionsmedizin haben eines gemeinsam: Sie sind aufwendig, teuer und mit vielen körperlichen und seelischen Strapazen verbunden. Deshalb stellt sich sofort die Frage nach den Erfolgsraten der IVF, ICSI und IUI. Hierzu kann ich dir meinen Artikel Schwangerschaftswahrscheinlichkeit und Geburt bei IVF empfehlen.

Generell gilt, dass die Erfolgsaussichten in hohem Maße vom Alter der Frau, der bestehenden Fruchtbarkeitsstörung und der Anzahl der transferierten Embryonen abhängig sind. Du kannst genaue Zahlen zum Thema künstliche Befruchtung dem Deutschen IVF-Register entnehmen. Seit 1992 werden die von vielen deutschen Kinderwunschkliniken gelieferten Daten in einem Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers dargestellt.

Künstliche Befruchtung: Kosten

Beim Thema Kosten einer IVF Behandlung muss man zwischen gesetzlich versicherten und privat versicherten Paaren unterscheiden.

Behandlungskosten gesetzlich versicherte Paare

Für Patienten, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, gilt derzeit, dass 50% der Kosten der Behandlung, der Medikamente und Hormonpräparate von der Krankenlasse übernommen werden. Die anderen 50 % müssen von den betroffenen Paaren selbst gezahlt werden.

Folgende Voraussetzungen sind für eine Kostenübernahme notwendig:

  • Das Paar ist miteinander verheiratet
  • Die Frau ist zwischen 25 und 40 Jahre alt
  • Der Mann ist zwischen 25 und 50 Jahre alt
  • Weder Frau noch Mann haben eine Sterilisation durchführen lassen
  • Es wird kein Spendersamen verwendet

Des Weiteren ist die Zahl der Behandlungszyklen begrenzt, für welche die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten zur Hälfte übernehmen.

So übernimmt sie anteilig die Kosten für maximal:

  • 8 Inseminationszyklen ohne hormonelle Stimulation / Spontanzyklus oder
  • 3 Inseminationszyklen mit hormoneller Stimulation oder
  • 3 IVF-/ICSI-Behandlungszyklen

Du kannst die Richtlinien über ärtzliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung hier nachlesen. Vor Beginn der Behandlung muss ein schriftlicher Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden.

Behandlungskosten privat versicherte Paare

Privat versicherte Patienten bekommen in der Regel sämtliche Kosten erstattet, wenn der Partner, auf dessen Erkrankung die Infertilität zurückzuführen ist, privat versichert ist. Die private Krankenkasse übernimmt in der Regel dann alle Kosten für eine Kinderwunschbehandlung bei Ihrem Versicherten, wenn zusätzlich

  • beide Partner miteinander verheiratet sind.
  • bei keinem der Ehepartner eine Sterilisation durchgeführt wurde.
  • bei der Frau bei einem Alter von 40 Jahren und älter  die Chance auf eine Schwangerschaft größer als 15 % beträgt.

Das Einfrieren von Eizellen sowie der Transfer von kryokonservierten Embryonen müssen grundsätzlich selbst bezahlt werden.

 Ablauf einer künstlichen Befruchtung

Bei einer IUI, IVF oder einer ICSI erfolgt sehr häufig eine Hormonbehandlung, die die Eierstöcke dazu anregt, mehrere Eibläschen gleichzeitig reifen zu lassen. Für die Stimulation werden Eiweißhormone verwendet, die normalerweise in der Hirnanhangsdrüse gebildet werden und die die Funktion der Eierstöcke regulieren.

Neben der Stimulation der Eierstöcke ist es im Behandlungsverlauf notwendig, dass ein vorzeitiger Eisprung verhindert wird. Hierzu werden Medikamente (sogenannte GnRH-Analoga) eingesetzt. Je nach Behandlungsprotokoll werden diese Präparate zu Verhinderung des vorzeitigen Eisprungs entweder vor Beginn der Stimulation (sogenannte Down Regulation im langen Protokoll) oder nach einigen Tagen der Stimulation  (im kurzen Protokoll) angewendet. Welches Behandlungsprotokoll bei dir eingesetzt wird legt dein behandelnder Doc nach einer umfassenden Anamnese und sehr genauen Untersuchung fest.

Die Stimulation der Eierstöcke dauert meistens zwischen 8 und 13 Tagen. Nach dieser Zeit erfolgt eine Injektion des Hormons hCG, welches zu einer abschließenden Ausreifung der Eizellen führt. 35 bis 37 Stunden nach dieser Injektion werden die Eizellen im Rahmen einer Punktion von der Scheide aus entnommen. Diese Punktion erfolgt nur bei einer IVF und einer ICSI, bei einer IUI erfolgt der Eisprung und die Befruchtung im Körper der Frau.

Da die Punktion schmerzhaft sein kann, wird sie oft unter Narkose durchgeführt. Trotz dieser Narkose  ist eine Eizellpunktion ein ambulanter Eingriff und die Patientin kann das Kinderwunschzentrum wenige Stunden nach der Durchführung wieder verlassen.

Die Befruchtung im Labor

Die Befruchtung der Eizellen erfolgt einige Stunden nach der Eizellentnahme. Bei nicht zu schlechter Spermienqualität werden hierzu Ei- und Samenzellen im Labor zusammengebracht. Wie bei einer natürlichen Empfängnis erfolgt die Befruchtung dadurch, dass sich einzelne Samenzellen an die Eizelle binden, eine Samenzelle in das Ovum eindringt und sie befruchtet.

ICSI das Spermium wird in die Eizelle eingespritzt

ICSI das Spermium wird in die Eizelle eingespritzt

Ist die Samenqualität nicht gut oder klappt die künstliche Befruchtung auf diesem Wege nicht, muss eine ICSI durchgeführt werden. Dabei werden unter dem Mikroskop einzelne Samenzellen ausgesucht und mit einer sehr feinen Injektionsnadel in die Eizellen eingespritzt. Am Tag nach der künstlichen Befruchtung wird das Ergebnis zum ersten Mal kontrolliert. Dabei wird untersucht, bei wie vielen Eizellen sich zwei Vorkerne gebildet haben. Je nach Absprache mit dem Paar werden dann eine, zwei oder drei Eizellen im Brutschrank weiterkultiviert. Diese Eizellen im Vorkernstadium entwickeln sich dort zu Embryonen weiter. Die übrigen Eizellen im Vorkernstadium können auf Wunsch des Paares in flüssigem Stickstoff eingefroren werden. Diese Kryokonservierung ermöglicht dem Paar diese Eizellen zu einem späteren Zeitpunkt auftauen und weiterkultivieren zu lassen. Verzichtet ein Paar auf eine Kryokonservierung müssen nach dem Gesetz alle übrigen Eizellen verworfen werden.

Transfer: Die Übertragung der Embryonen

3 bis 5 Tage nach der Befruchtung der Eizellen werden die Embryonen in die Gebärmutter zurückgesetzt. Auch hierbei handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, für den keine Narkose notwendig ist. Der Transfer der Embryonen in die Gebärmutter ist nicht oder nur mit sehr geringen Schmerzen verbunden. Dabei überträgt der Arzt die Embryonen mithilfe eines sehr dünnen und biegsamen Schlauchs durch die Scheide in die Gebärmutter.

In der Zeit nach der Eizellentnahme verordnet der Arzt Gelbkörperhormone, die in die Scheide eingeführt werden. Manchmal erfolgt auch noch eine Injektion, um die Gelbkörperfunktion noch mehr zu unterstützen. 10 bis 12 Tage nach dem Transfer der Embryonen in die Gebärmutter kann durch eine  Blutuntersuchung überprüft werden, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist. Viele Frauen halten diese lange Ungewissheit nicht aus und testen vorher zu Hause mit einem Schwangerschaftsfrühtest.

Schwangerschaftstest: Hoffentlich ist der Test positiv

Schwangerschaftstest: Positiv!

Künstliche Befruchtung: Erfahrungen

Das Feld der Erfahrungen von Paaren mit der Reproduktionsmedizin ist weit und ganz individuell verschieden. Es hängt eng mit einer Reihe von Voraussetzungen wie beispielsweise den vorliegenden Fertilitätseinschränkungen, dem Umgang des Paares mit Frustration und Stress, der Beziehung zum behandelnden Arzt und nicht zuletzt vom Erfolg der Behandlung ab. Ich persönlich habe mit Hilfe der ICSI Methode unsere Kinder bekommen. Auch wenn ich im Rückblick die Behandlung als sehr anstrengend und nervenaufreibend empfunden habe, überwiegt die Dankbarkeit und das Gefühl, dass unsere Entscheidung pro Reproduktionsmedizin richtig war.

Einen weiteren Erfahrungsbericht von Kirsten und ihrer IVF kannst du hier nachlesen:

ICSI Erfahrungen: Kirstens Kiwu Tagebuch Teil 1

Wenn du weitere Erfahrungsberichte suchst, wirst du sicherlich im Internet in den verschiedenen Foren und Gruppen fündig. Es bleibt, dass dein Weg ähnlich aussehen kann, aber nicht muss. Und es liegt an dir, dich für oder gegen eine Behandlung zu entscheiden.

Bei Fragen oder Anmerkungen melde dich gerne.

Herzliche Grüße

Silke

Das könnte dich auch interessieren:

Literatur:

Assisted Reproductive Technologies: A Guide for Patients. American Society of Reproductive Medicine. Accessed online July 24, 2011.

Risks of In Vitro Fertilization (IVF) Patient Fact Sheet. American Society of Reproductive Medicine. Accessed online July 24, 2011.

By |2018-08-03T22:38:09+00:00November 7, 2017|5 Comments

Spätfolgen Hormonbehandlung Kinderwunsch: Höheres Brustkrebsrisiko?

Ging dir auch schon die Frage durch den Kopf, ob sich das Risiko, irgendwann an  Krebs zu erkranken durch eine künstliche Befruchtung erhöht? In diesem Beitrag möchte ich dir eine neue Studie aus Schweden vorstellen, die die bisherige Forschungslage durch eine Auswertung der Daten von mehr als 1,3 Millionen Frauen ergänzt.

Künstliche Befruchtung & ihre Spätfolgen

Eine Kinderwunschbehandlung bedeutet für jede Frau und jedes Paar den kompletten Ausnahmezustand: Neben den vielen Untersuchungen, den hohen Kosten und der emotionalen Achterbahnfahrt beunruhigt die Frage, ob der eigene Körper die Hormonbehandlung gut vertragen und wegstecken wird.

Und ich kann hier aus eigener Erfahrung sprechen: Die Frage nach den Spätfolgen einer künstlichen Befruchtung beschäftigt mich persönlich bis heute. Wie werden die großen Hormonmengen, die ich mir während der Stimulationsphase gespritzt habe, sich langfristig auf meinen Körper auswirken?

Wird die künstliche Befruchtung mit Spätfolgen für meine Gesundheit verbunden sein?

Nux vomica: Meine Erfahrungen mit den Brechnuss Globuli

So sieht es aus ungewollt kinderlos zu sein!

Spätfolgen Hormonbehandlung Kinderwunsch: Neue Studie

Die Studie von Frida E. Lundberg vom Karolinska Institut in Stockholm ging der Frage nach, ob die Stimulation der Eierstöcke im Rahmen einer künstlichen Befruchtung in Verbindung gebracht werden kann mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Zur Klärung dieser Frage wurden die Registerdaten einer Gruppe von über 1,3 Millionen Frauen aus Schweden, die zwischen 1982 und 2012 ein Kind geboren hatten, ausgewertet. Im Fokus stand dabei die mögliche Beziehung zwischen der eingesetzten Methode der künstlichen Befruchtung und dem Auftreten von Brustkrebs zu untersuchen und gegebenenfalls aufzudecken.

Kein erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Hormonbehandlung

Das Ergebnis der Studie ist klar und ermutigend zugleich:

Es ließ sich kein erhöhtes Brustkrebsrisiko nach einer ovariellen Stimulation im Rahmen einer künstlichen Befruchtung nachweisen.

Frauen, die eine Stimulation der Eierstöcke oder eine andere Form der Hormontherapie durchlaufen hatten, zeigten kein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dieses Ergebnis gilt dabei unabhängig davon, ob die Frau durch die Behandlung ein Kind lebend auf die Welt bringen konnte oder nicht. Die Vergleichsgruppe der Studie setzte sich aus Frauen zusammen, die auf natürlichem Wege ihr Kind empfangen hatten.

Fazit: Spätfolgen Hormonbehandlung Kinderwunsch

Aufgrund der sehr großen Versuchsgruppe dieser Untersuchung können die Ergebnisse meiner Meinung nach sehr ernst genommen werden. Ganz offenbar gibt es kein erhöhtes Mammakarzinom-Risiko für Frauen, die eine hormonelle Stimulation erhalten haben, um damit ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Diese Ergebnisse decken sich mit den Ergebnissen aus anderen Studien mit sehr ähnlicher Fragestellung, was die Aussagekraft noch weiter unterstreicht.

Hast du Fragen zur Studie oder Anmerkungen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Herzliche Grüße

Silke

Literatur:

Frida E. Lundberg, Anastasia N. Iliadou, Kenny Rodriguez-Wallberg, Christina Bergh, Kristina Gemzell-Danielsson, Anna L.V. Johansson: Ovarian stimulation and risk of breast cancer in Swedish women, Fertility & Sterility, im Druck.

Foto: Bigstock.com / © B-D-S

By |2018-08-17T19:43:08+00:00Juli 15, 2017|4 Comments

Schwangerschaftstest negativ: Ein Plädoyer für neue Zuversicht

Wenn der Schwangerschaftstest negativ ausfällt, bedeutet dies Frust, Selbstzweifel und Traurigkeit. Wie kannst du mit dieser Situation umgehen und neue Zuversicht finden?

Schwangerschaftstest negativ: Wenn der Kinderwunsch zur Belastung wird

Wenn du versuchst schwanger zu werden, weißt du bestimmt genau, was es bedeutet einen negativen Schwangerschaftstest in den Händen zu halten. Jeden Monat und jeden Zyklus aufs Neue bist du voller Vorfreude, dass es dieses Mal mit der Schwangerschaft klappen wird. Dann machst du den Schwangerschaftstest und das Ergebnis trifft dich wie ein Schlag in die Magengrube.

Schwangerschaftstest negativ!

Vielleicht hast du gehofft, dass du  dich irgendwann an diese Situation gewöhnen wirst und dich das negative Testergebnis nicht mehr so stark berühren wird. Aber dem ist nicht so!

Für die meisten Frauen in deiner Situation wachsen die Traurigkeit und die Selbstzweifel von Monat zu Monat. Je länger du auf dein Wunschkind warten musst, um so mehr schwindet die Zuversicht und dein Selbstvertrauen.

Dein Kinderwunsch wird immer mehr zur Belastung. Und nicht nur du leidest darunter.

Auch dein Partner weiß nicht, wie er mit der Situation umgehen soll. Euer Leben und Eure Beziehung haben sich verändert, die Ratlosigkeit ist groß und ein Ausweg nicht in Sicht.

Gibt es einen Weg aus dieser emotionalen Abwärtsspirale?

Schwangerschaftstest negativ: Wenn die Trauer größer und größer wird

Wenn der Schwangerschaftstest negativ ist und sich diese Erfahrung immer wieder wiederholt, zweifelst du an dir, deinem Körper und deiner Fähigkeit Mutter zu werden. Dein Traum von einer eigenen Familie scheitert an deiner gegenwärtigen Unfähigkeit schwanger zu werden. Oder du schaffst es nicht, ein 2. oder 3. Mal für ein Geschwisterkind schwanger zu werden. Dabei wünschst du dir vielleicht von Herzen eine große Familie mit mehr als einem Kind.

Auch ein negativer Schwangerschaftstest nach einer Kinderwunschbehandlung kann eine  riesengroße Enttäuschung auslösen. Du hast die ganze Prozedur im Kinderwunschzentrum hinter dich gebracht und so viel Hoffnung, aber auch Zeit und Geld investiert und nun stehst du mit leeren Händen da.

Alles scheint umsonst gewesen zu sein. Den Trost deines Partners kannst du kaum mehr hören und du fragst dich, was du falsch gemacht hast und warum dich dieses Schicksal trifft. Mitlerweile misstraust du auch deinem Körper, da er offenbar unfähig ist schwanger zu werden.

 

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Schwangerschaftstest negativ: Trauer und Selbstzweifel wachsen

Was ein negativer Schwangerschaftstest bedeutet und was nicht

Dein Schwangerschaftstest ist negativ und  dein Gefühls- und Gedankenkarussell in deinem Kopf dreht sich mal wieder. Es nimmt immer mehr Fahrt auf und viele Gedanken purzeln wild durch deinen Kopf.

Ich möchte dich bitten, hier einzuhalten!

Stoppe dein Gedankenkarussell jetzt sofort und schaue dir die tatsächlichen Fakten an!

Wir alle neigen dazu, oftmals nicht klar zwischen den gegebenen Fakten und der Story in unserem Kopf zu unterscheiden. Sicherlich hast du Dich bewusst für ein Leben mit einem Kind und mit eigener Familie entschieden.

Du hast einen Lebensentwurf geschmiedet und willst nun alles dafür tun, dass dieser Plan Wirklichkeit wird. Du willst eine Familie gründen oder deine Familie um ein weiteres Familienmitglied erweitern.

Und um es ganz deutlich zu sagen: Diese Vision für dein Leben ist wertvoll und genauso richtig und gut.

Halte daran fest und konzentriere dich darauf, was wirklich passiert ist.

Stoppe Dein Gedankenkarussell

Wenn dein Schwangerschaftstest negativ ist, bedeutet das erstmal nur, dass dieser Test negativ ist!

Vielleicht bist du trotzdem schwanger oder aber dieser Zyklus steht wirklich kurz vor seinem Ende und du bist nicht schwanger.

Eines steht aber definitiv fest: Ein negativer Schwangerschaftstest bedeutet nicht, dass du nicht schwanger werden kannst.

Weder 1 noch 15 negative Schwangerschaftstests bedeuten, dass du nicht schwanger werden kannst.

Übertrage diese negative Erfahrung nicht auf deine Fähigkeit zu empfangen und ein Kind auszutragen.

Übertrage dieses negative Testergebnis auch nicht in ein negatives Bild von dir selbst und deinem Körper.

Wenn dein Schwangerschaftstest nach deiner 1. oder 2. Kinderwunschbehandlung negativ ausfällt, dann werte das nicht als ein Scheitern dieses Ansatzes.

Selbst wenn es bereits dein 4. Versuch ist, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ein weiterer Versuch nicht doch zu einer Schwangerschaft führen kann.

Ein negativer Schwangerschaftstest bedeutet auch niemals, dass du versagt hast oder etwas falsch gemacht hast.

Ein negativer Schwangerschaftstest sagt nichts über deinen Wert als Mensch und als Frau aus. Selbst wenn du niemals schwanger werden solltest, ändert dies nichts an deiner Einzigartigkeit und deinem Wert für diese Welt.

Finde neue Zuversicht

Bitte mach dir klar, dass es nicht richtig ist, wenn du von einem negativen Testergebnis auf dein ganzes Leben schließt.

Denke auch daran, dass selbst wenn sich viele Deiner Sorgen als wahr herausstellen sollten, dir weitere Möglichkeiten offen stehen, um Mutter zu werden. Ich denke hier an eine Adoption, an eine Pflegschaft oder aber an die Möglichkeit dich liebevoll um andere schutzbedürftige Kinder zu kümmern.

Mach dich schlau und erkenne deine Möglichkeiten. Vielleicht ist ´dein Kind längst geboren und wartet darauf, dass du es in deine Arme schließt.

 

Schwangerschaftstest negativ - finde neue Zuversicht

Finde Zuversicht: Gehe selbstbewusst Deinen Kinderwunschweg

 

Ich weiß nur zu gut um die Traurigkeit und Verzweiflung nach sich wiederholenden negativen Schwangerschaftstests.

Und mein Plädoyer für neue Zuversicht will diese Traurigkeit nicht verharmlosen oder abtun. Aber ich will dich damit ermunern deinen Lebensplan mit Kindern nicht aus den Augen zu verlieren.

Fasse neue Zuversicht, suche nach Unterstützung und  erlaube diesem negativen Test nicht, dich von Deinem Kinderwunschweg abzubringen.

Viele Wege führen zu deinem Kind. Schmiede einen neuen Plan, dein Kinderwunschweg geht weiter.

Lass dich nicht entmutigen. Sei selbstbewusst und suche deinen Weg zu deinem Kind.

Herzliche Grüße

Silke

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By |2018-03-01T06:45:31+00:00April 13, 2017|0 Comments
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