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Menschen hautnah: Sehnsucht Kind. Ein Interview mit Janine

Die Sendereihe Menschen hautnah des WDR strahlte am 06.10.2016 von 22:40 – 23:25 Uhr die Reportage „Sehnsucht Kind – ein Paar gibt die Hoffnung nicht auf“ aus.

Ich hatte die Gelegenheit mit Janine im Vorfeld der Erstausstrahlung ein Interview zu führen.

Silke:

Liebe Janine, am 06. Oktober findet im WDR von 22:40 – 23.25 Uhr die Erstausstrahlung  von „Sehnsucht Kind“ statt.

Im Zentrum der Reportage stehen Du und Dein Mann Torben und Eure gemeinsame Kinderwunschzeit.

Was hat Dich und Deinen Mann dazu bewogen Euch von einem Fernsehteam für die Sendereihe „Menschen hautnah“ begleiten zu lassen?

Janine:

Als wir angefangen haben uns mit dem Thema Kinderwunsch näher zu befassen, haben wir schnell bemerkt, dass das ein Thema ist, über das gerne gesprochen wird.

Es standen uns viele Menschen mit sehr liebenswürdigen Geschichten und Ratschlägen zur Seite.

Mit jedem weiteren Zyklus nahm diese Teilnahme aber nach und nach ab.

Und sie erfuhr schließlich einen dicken Cut als wir uns entschieden haben eine Kinderwunschklinik aufzusuchen.

Von diesem Moment an konnten wir noch so offen über das Thema sprechen, unser soziales Umfeld hat sich zunehmend mehr verschlossen.

Obwohl es sich noch immer um denselben Wunsch, nämlich um unser Wunschkind handelte, wurde das Thema plötzlich nur noch mit gesenkter Stimme und hinter vorgehaltener Hand besprochen.

Als Kinderwunschpaar befindest du dich zu diesem Zeitpunkt in einer Lebensphase, die von vielen Hochs und Tiefs geprägt ist und in der die Hormone extrem Karussell fahren.

In dieser Zeit hätte uns die Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten sicherlich sehr viel Kraft und Halt gegeben.

In unserem Fall gab uns unser soziales Umfeld jedoch das Gefühl, dass wir lieber alles verheimlichen und möglichst niemanden öffentlich zu diesem Thema ansprechen sollten.

Denn was sollten nur die Nachbarn denken oder die Tante?

[bctt tweet=“Unerfüllter #Kinderwunsch ist immer noch ein großes Tabuthema.“ username=“kindeshalb“]

Wir sollten nicht weiter über die Themen Unfruchtbarkeit und Kinderwunschbehandlungen sprechen.

Und wir hatten schnell das Gefühl, dass uns mit diesen Reaktionen ein schlechtes Gewissen eingepflanzt wurde.

Dieses schlechte Gewissen sorgte bei uns dafür, dass wir uns permanent einem starken inneren Druck ausgesetzt fühlten.

In Gesprächen mit anderen Kinderwunschpaaren wurde uns dieser Umgang der Gesellschaft mit dem Thema Kinderlosigkeit durch ähnliche Erfahrungen immer wieder bestätigt.

Sogar in unserer eigenen Familie haben wir ein Paar, das durch die Hilfe einer Kinderwunschklinik bereits zum wiederholten Male den Geburtstag Ihres Kindes als Familie feiern durfte.

Allerdings weiß niemand von dem langen Kampf und der harten Kinderwunschzeit dieses Paares.

Als wir den Aufruf der Sendereihe Menschen hautnah in einer Kinderwunschgruppe bei Facebook gelesen haben, haben wir dies als unsere Chance gesehen das Thema endlich öffentlich zu machen.

Wir würden uns sehr wünschen, dass die Reportage „Menschen hautnah: Sehnsucht Kind“ zu mehr Bereitschaft für einen offenen Dialog und zu mehr Sensibilität für das  Thema führen würde.

Die Anzahl von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch ist groß und jedes dieser Paare sollte offen sprechen und auf die Feinfühligkeit und Offenheit seiner Mitmenschen setzen können.

[optinform]

Silke:

Das Fernsehteam hat Euch 2 Jahre begleitet. Wie hast Du diese Zeit erlebt?

Janine:

Die letzten 2 Jahre kann ich als die erlebnisreichste und emotional belastendste Zeit in meinem Leben beschreiben.

Wir haben uns vor laufender Kamera in eine Kinderwunschklink begeben, ein Haus gebaut und beide einen beruflichen Wechsel vollzogen.

In dieser Zeit war Florian Aigner von Menschen hautnah immer an unserer Seite und hat uns Fragen gestellt, die wir uns selber so vielleicht nie gestellt hätten.

Durch seine außergewöhnlich einfühlsame Art und seinen hervorragenden Journalismus haben wir ihn zu keinem Zeitpunkt als Störfaktor angesehen.

Viele Gespräche waren sehr tiefgründig – wie mit einem guten Freund.

Durch diese Gespräche haben wir schnell angefangen uns selbst, aber auch unser Umfeld mit anderen Augen zu sehen.

Beeindruckend große Unterstützung für die Dreharbeiten kam von unseren Familien und engen Freunden, die ebenfalls für sehr intime Interviews zur Verfügung standen.

Den auch für sie war unsere Kinderwunschzeit emotional sehr aufwühlend, da unser Kinderwunsch auch ihr Familienleben und ihre Freundschaft zu uns betroffen und verändert hat.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir  der Moment, als uns das Fernsehteam bei unserem Richtfest filmte und Gäste aus diesem Grund nicht an der Feier teilnahmen.

Hier hätten wir uns mehr Unterstützung und Toleranz für unseren langen Kinderwunschweg gewünscht.

Es gab aber auch viele wirklich besondere Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Sehr spannend waren beispielsweise die  Dreharbeiten während unseres Urlaubs in Berlin.

Von einer Kamera begleitet das Brandenburger Tor zu besichtigten und dabei von anderen Touristen fotografiert zu werden war sehr außergewöhnlich und amüsant.

Silke:

Viele Kinderwunschpaare halten ihre Kinderwunschzeit oft aus Angst vor unsensiblen Kommentaren und vermeintlich guten Ratschlägen geheim.

Ihr geht einen anderen Weg.

Welche Wünsche habt Ihr beide im Hinblick auf die bald stattfindende Veröffentlichung Eurer Kinderwunschgeschichte?

Welche Reaktionen erhofft Ihr Euch?

Janine:

Wir wünschen uns von Herzen, dass wir anderen Kinderwunschpaaren Mut machen können.

Wir erhoffen uns mehr Feinfühligkeit und Toleranz  für dieses Thema und für die vielen Frauen und Männer, die dieses Schicksal betrifft

[bctt tweet=“Wir träumen von einer #Gesellschaft, in der das Thema #Kinderwunsch nicht mehr tabuisiert wird.“ username=“kindeshalb“]

In Deutschland werden viel zu wenig Kinder geboren.

Viele Paare wünschen sich von ganzem Herzen ein Kind und können kein Baby bekommen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn das Schicksal diese Paare öffentlich wahrgenommen würde.

Und es wäre schön, wenn diese Paare auf ihrem Weg unterstützt werden würden.

Denn für viele Paare bedeutet der unerfüllte Kinderwunsch eine lange Leidenszeit, in der sie sich aus Angst vor den Reaktionen anderer nicht mal in Behandlung trauen.

Für uns selbst wünsche ich mir, dass Menschen aus unserem weiteren Umfeld verstehen lernen, was es wirklich  bedeutet ungewollt kinderlos zu sein.

Silke

Was würdest Du anderen Kinderwunschpaaren mit auf den Weg geben wollen? 

Janine:

In erster Linie, dass ihr euch niemals als Paar verliert!

Macht eure Probleme nicht alleine aus, sondern sucht das Gespräch mit eurem Partner oder einer vertrauten Person.

Wir bereuen beispielsweise sehr die Reisen, die wir aufgrund der Behandlungen abgesagt haben.

Nehmt euch Zeit für euch selbst und lasst eure Kinderwunschzeit nicht euer komplettes Leben bestimmen.

Wenn ihr merkt, dass es euch längere Zeit nicht gut geht, dann sucht euch professionelle Hilfe.

Hierzu kann ich euch das Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD) empfehlen.

Macht euch frühzeitig über einen Plan B Gedanken und gebt trotzdem die Hoffnung nicht auf.

Wir drücken jedem einzelnen Kinderwunschpaar die Daumen, dass es seinen Weg zum Wunschkind finden mag.

 

Liebe Janine, vielen herzlichen Dank für deine offenen Worte und deine Bereitschaft für ein Interview.

Danke für deine wertvollen Tipps und den Einblick in eine sicherlich außergewöhnliche Zeit deines Lebens.

Ich wünsche dir und deinem Mann für euren weiteren Weg ganz viel Glück, Kraft und dass es ihr bald euer Wunschkind in den Armen halten könnt.

Menschen hautnah: Sehnsucht Kind. Ein Paar gibt die Hoffnung nicht auf.

Hier kommt der Link zur Reportage:  Mediathek des WDR: Sehnsucht Kind.

Herzliche Grüße

Silke

 

In vitro Maturation: Verfahren, Erfolgsaussichten, Kosten

Du hast bestimmt schon von einer IVF oder von einer ICSI gehört, doch was ist eine In vitro Maturation?

Eine In vitro Maturation ist eine alternative Behandlungsmethode in  der Reproduktionsmedizin, die es ermöglicht ohne vorherige Hormonstimulation unreife Eizellen zu gewinnen.

Im Folgenden habe ich für Dich genaue Informationen zum Verfahren, den Chancen und Risiken, den Erfolgsaussichten und den Kosten zusammengetragen.

Was bedeutet In vitro Maturation?

Der Begriff In-vitro-Maturation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Eizellreifung im Reagenzglas.

Und damit ist eine Beschreibung dieser Methode direkt im Namen enthalten:

Bei einer IVM werden der Frau unreife Eizellen entnommen, die anschließend im Reagenzglas mit Hilfe einer speziellen Nährlösung nachreifen können.

Diese Vorgehensweise scheint auf den ersten Blick für Frauen mit Kinderwunsch sehr attraktiv zu sein.

Im Gegensatz zu einer IVF benötigt man für  eine IVM keine hochdosiertes Hormonstimulation.

Denn während eine IVF das Ziel verfolgt mehrere reife Eizellen aus dem Eierstock zu gewinnen, konzentriert sich die IVM auf die Gewinnung von unreifen Eizellen.

Vorteile einer IVM

Die Vorteile liegen damit sofort auf der Hand.

Eine IVM eröffnet die Chance die belastende Hormonbehandlung einer künstlichen Befruchtung zu umgehen.

Denn diese Hormonbehandlung vor einer IVF oder einer ICSI ist nicht nur unangenehm und aufwendig.

Sie ist oftmals mit Nebenwirkungen verbunden.

Durch die Gabe von Hormonen kann es beispielsweise zu einem ovariellen Überstimulationssyndrom (OHSS) kommen.

Je nach Schweregrad dieses OHSS bedeutet dies für die Frau eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung.

Besonders für Frauen mit PCO-Syndrom kann ein OHSS zu lebensgefährlichen Embolien und Thrombosen führen.

Weiterhin können sich viele Frauen (und ich will mich hier deutlich mit einschließen) nur sehr schwer mit dem  massiven Eingriff in den eigenen Hormonhaushalt arrangieren.

Denn es ist bis heute unklar, welche Langzeitfolgen diese Hormontherapie mit sich bringt.

Zwar konnten Studien eher kein erhöhtes Risiko beispielsweise für Brustkrebs aufzeigen.

Eine Sicherheit gibt es allerdings nicht.

Eine IVM stellt daher eine wirkliche Alternative zur IVF oder ICSI dar, um sich nicht diesen möglichen Neben- und Nachwirkungen einer Hormontherapie aussetzen zu müssen.

Darüber hinaus eröffnet eine IVM Frauen mit einer Krebserkrankung die Möglichkeit, ihren Kinderwunsch Wirklichkeit werden zu lassen.

Unreife Eizellen können vor einer Strahlen- oder Chemotherapie entnommen, eingefroren und nach Beendigung der Krebstherapie im Reagenzglas weiter stimuliert werden.

Wie läuft eine In vitro Maturation ab?

Bei einer In vitro Maturation werden die unreifen Eizellen bereits am 8. bis 10. Tag nach der beginnenden Monatsblutung entnommen.

Zur weiteren Reifung werden diese im Reagenzglas  innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit den Hormonen FSH (follikelstimulierendes Hormon) und hCG (humanes Choriongonadotropin) stimuliert.

Sobald die Eizellen reif sind, erfolgt die Befruchtung mit den Samenzellen des Mannes und im Stadium als Embryonen ein Transfer in die Gebärmutter der Frau.

Diese Vorgänge nach dem Abschluss der Eizellreifung entsprechen denen der herkömmlichen IVF und ICSI Behandlung.

Nachteile einer In-vitro Maturation

Du ahnst es vielleicht schon.

Eine IVM hat auch erhebliche Nachteile:

  • Niedrigere Schwangerschaftsraten als bei den herkömmlichen Methoden einer IVF oder ICSI Behandlung
  • Höhere Kosten pro Schwangerschaft
  • Hoher technischer Aufwand für die Punktion
  • Unklarheit über fetale Risiken und Zahl der gesunden Geburten nach IVM
  • Viele offene Fragen und noch geringes Zahlenmaterial aus vorliegenden Studien

Aus all diesen Gründen ist die In vitro Maturation als experimentelles Verfahren zu bewerten.

Sie konnte sich bis heute nicht in der klinischen Praxis durchsetzen.

Und es bedarf sicherlich noch einen längeren Weg der systematischen Weiterentwicklung.

Auch die Grundlagen der Eizellereifung müssen weiter untersucht und optimiert werden.

Allerdings  wurden schon über 400 Kinder mit Hilfe einer IVM gesund geboren.

Und dies lässt doch Hoffnung aufkommen.

Neue Studien geben Hoffnung  

Unter der Leitung von Robert Gilchrist aus Australien gelang es einem Team von Wissenschaftlern die Methode der IVM zu verbessern.

Durch Zusätze eines speziellen Wachstumsfaktors (Cumulin) zum Kulturmedium und durch Kombination mit weiteren Signalstoffen konnte die Eizellqualität und spätere Embryonalentwicklung signifikant verbessert werden.

Du kannst die vorab veröffentlichten Ergebnisse der Studie hier nachlesen.

Zur Zeit laufen klinische Studien, um die Erfolge dieser verbesserten Form der IVM weiter zu testen.

Kosten einer IVM

Abschließend  ein Wort zu den Kosten.

Leider wird eine IVM Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen.

Zwar sind die Kosten für Ultraschall, Blutentnahmen, Eizellpunktion, Narkose Laborkosten und Medikamente eher geringer als bei einer IVF oder ICSI Behandlung.

Allerdings bedarf es insgesamt oft mehrere Behandlungszyklen, um eine intakte Schwangerschaft zu erreichen.

Meine Internetrecherche hat Kostenangaben pro Versuch von ca. 600 bis 1500 Euro ergeben.

Die Kosten für Medikamente werden mit 80 bis 110 Euro beziffert.

Wer Erfahrungen oder konkretere Zahlen hat, mag sich bitte bei mir melden.

Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass die IVM zukünftig zu einer etablierten Behandlungsmethode von Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch werden wird.

Dies wäre mehr als wünschenswert, da es den Frauen eine hochdosierte Hormontherapie ersparen würde.

 

Literatur:

Mottershead DG, Sugimura S, Al-Musawi SL, Li JJ, Richani D, White MA, Martin GA, Trotta AP, Ritter LJ, Shi J, Mueller TD, Harrison CA, Gilchrist RB
Cumulin, an Oocyte-secreted Heterodimer of the Transforming Growth Factor-β Family, Is a Potent Activator of Granulosa Cells and Improves Oocyte Quality.
J Biol Chem. 2015 Sep 25;290(39):24007-20. doi: 10.1074/jbc.M115.671487. Epub 2015 Aug 8.

Foto: Bigstock – gualtiero boffi

Kryotransfer bei PCOS: Wie stehen die Chancen?

Die Frage nach den Erfolgschancen bei einem Kryotransfer bewegt viele Kinderwunsch Paare.

Umso interessanter sin die Ergebnisse einer randomisierten Studie aus China.

Diese Studie ging der Frage nach, ob Frauen mit PCOS eher von einem Versuch mit frischen Embryonen oder von einem Kryoversuch profitieren.

Die Ergebnisse sind interessant:

Für Frauen mit PCOS (Polyzystische Ovarialsyndrom) konnte der Kinderwunsch mit einem Kryoversuch häufiger erfüllt werden als bei einem Versuch mit frischen Embryonen.

Desweiteren wirkte sich die Behandlung mit kryokonservierten Embryonen schonender auf die Frauen aus.

Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Komplikationen während der Schwangerschaft.

Kryotransfer bei Frauen mit PCOS

Das Forschteam unter der Leitung von Zi-Jiang Chen von der Shandong Universität in Jinan konnte die Frage nach den Erfolgschancen nach einem Kryotransfer  bei Frauen mit PCOS im Rahmen einer groß angelegten Studie untersuchen.

Insgesamt wurden 1508 Frauen, die an 14 IVF Zentren in Behandlung waren, auf die Verwendung von frischen oder aber kryokonservierten Embryonen randomisiert.

Dabei wurde der Transfer am 3. Tag nach der IVF im Reagenzglas oder nach einer ICSI durchgeführt.

Der Begriff Randomisierung leitet sich von dem englischen Wort to randomize ab und bedeutet zufällig auswählen.

Bei diesem Verfahren werden die Versuchspersonen mit Hilfe eines Zufallsmechanismus zu unterschiedlichen Gruppen zugeordnet.

Ziel ist es, mögliche personenbedingte Störgrößen in den zu vergleichenden Patientengruppen gleichmäßig zu verteilen.

Bei der Studie von Zi-Jiang Chen aus Jinan war die sogenannte Baby-Take-Home Rate, also die Anzahl der Lebendgeburten nach Kryotransfer entscheidend.

Alle Ergebnisse der Studie kannst Du in einem Artikel des New England Journal of Medicine hier nachlesen.

Frischeversuch versus Kryotransfer

Die Ergebnisse der Studie sind tatsächlich erbauend.

Die Baby-Take-Home Rate war bei den Frauen nach einem Kryotransfer mit 49,3 Prozent signifant höher als bei der Gruppe von Frauen, die frische Embryonen eingesetzt bekommen hatte.

Die Gruppe von Frauen mit einem „Frischeversuch“ konnte eine Baby-Take-Home Rate von 42,0 Prozent erzielen.

Ein weiterer großer Vorteil für die Gruppe von Frauen mit Kryotransfer lag in der besseren Vermeidung eines ovariellen Überstimulationssyndroms.

Das ovarielle Überstimulationssyndrom ist ein Krankheitsbild, das durch die Hormongabe zur Stimulation der Eierstöcke im Rahmen einer künstlichen Befruchtung auftreten kann.

Diese Komplikation hat die Potenz lebensbedrohlich zu werden und deshalb gilt es sie zu vermeiden.

In der Studie aus China trat eine Überstimulation nach der Verwendung von kryokonservierten Embryonen nur bei 1,3 Prozent der Frauen auf.

Bei der Gruppe von Frauen, die sich frische Embryonen am 3. Tag nach der IVF zurückgeben ließen, lag die Häufigkeit bei 7,1 Prozent.  

Ingesamt lesen sich die Ergebnisse der Studie sehr positiv.

Die Bevorzugung von kryokonservierten Embryonen scheint bei Frauen mit PCO zu einer signifikant höheren Anzahl von Lebendgeburten zu führen.

Als Nachteil lässt sich lediglich die häufigere Anzahl von Präeklampsien  bei den Kryoversuchen festhalten.

Warum es nach einem Kryotransfer häufiger zu einer intakten Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes kommt, konnten die Wissenschaftler nicht abschließend erklären.

Ein Ansatzpunkt sehen die Forscher in der besseren Vermeidung eines ovariellen Überstimulaitonssyndroms durch niedrigere Estradiol Konzentrationen bei einem Kryoversuch.

Deshalb legen die Ergebnisse der Studie eine bevorzugte Verwendung von kryokonservierten Embryonen bei  Frauen mit PCOS nahe. 

Für Frauen ohne diese Indikation und damit mit einem niedrigeren Risiko für eine Überstimulation ist die Fragestellung noch zu klären.

Herzliche Grüße

Silke

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Foto: Pixabay – FeeLoona

 

Eizellenspende in Österreich: Gute Chance auf ein Baby?

Nach einer Gesetzesänderung im Frühjahr 2015 besteht nun auch in Österreich die Möglichkeit einer Eizellenspende.

Viele deutsche Paare mit unerfülltem Kinderwunsch führt ihr Weg zum Wunschkind ins Ausland.

Grund hierfür sind oftmals die weniger strengen Regelungen zur Fortpflanzungsmedizin in diesen Ländern.

Grund  ist auch die Hoffnung vieler Paare, dass sich im Ausland der Traum von einem Kind erfüllen lässt.

Eizellenspende: In Deutschland verboten

Die Eizellenspende ist in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten.

Paare, die bereits mehrere Versuche einer künstlichen Befruchtung erfolglos hinter sich gebracht haben, erwägen deshalb oftmals die Option einer Eizellenspende im Ausland.

Insbesondere für Frauen, die bereits Ende 30 bis Mitte 40 sind, bietet eine Eizellespende einen Behandlungsansatz, der zu deutlich besseren Schwangerschaftsraten führt als die sonstigen Methoden der Reproduktionsmedizin.

Auch für Frauen, die vorzeitig in die Wechseljahre gekommen sind oder die durch Erbkrankheiten nicht ihre eigenen Eizellen einsetzen wollen, ist diese Option interessant.

Da die Eizellenspende in Deutschland verboten ist, reisen bisher viele dieser Frauen und Paare vornehmlich in osteuropäische Länder oder nach England, Spanien oder Finnland.

Nach der Gesetzesänderung stellt nun auch Österreich eine interessante Option für eine solche reproduktive Reise dar.

Eizellenspende in Österreich: Welche Vorteile gibt es?

Für Frauen und Paare aus Deutschland liegen die Vorteile einer Eizellenspende in Österreich auf der Hand.

Aufgrund der relativ kurzen Anreise können bei einer Kinderwunschbehandlung in Österreich sowohl Zeit als auch Geld gespart werden.

Desweiteren gibt es keine sprachliche Barriere wie in vielen anderen Ländern, in die Paare mit Kinderwunsch bisher gereist sind.

Die Kommunikation mit dem behandelnden Arzt kann auf Deutsch erfolgen, was gerade bei einem solch intimen Thema wie dem Kinderwunsch einen großen Vorteil darstellt.

Eine Eizellenspende in Österreich ist an folgende Bedingungen gebunden:

  • Eine Eizellenspenderin darf nicht jünger als 18 Jahre und nicht älter als 30 Jahre alt sein
  • Die Empfängerin darf nicht älter als 45 Jahre alt sein
  • Eine Kommerzialisierung und Vermittlung von Spenderinnen ist verboten
  • Spenderinnen erhalten nur eine Aufwandsentschädigung
  • Eizellenspenderinnen dürfen ihre Eizellen nur für maximal drei erfolgreiche Behandlungen mit Geburten zur Verfügung stellen
  • Eizellenspenderinnen dürfen ihre Eizellen nur an eine „Krankenanstalt“ abgeben

Steigt die Nachfrage in Österreich für eine Eizellenspende bereits an?

Nach der Gesetzesänderung im Frühjahr letzten Jahres ist gegenwärtig noch abzuwarten, ob diese Veränderung zu einer verstärkten Nachfrage aus Deutschland führt.

Vor einer Eizellenspende bedarf es der Akquise und Auswahl von Frauen, die sich für eine Eizellspende zur Verfügung stellen.

Es stellt sich die Frage, wie viele Frauen bereit sein werden sich als Eizellspenderin zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund der verbotenen Kommerzialisierung in Österreich sind finanzielle Aspekte eher zu vernachlässigen.

Desweiteren bedeutet eine Eizellespende für jede Frau eine intensive und aufwendige Hormonbehandlung und Eizellpunktion unter Narkose.

Die körperlichen Risiken hierfür liegen auf der Hand und sich nicht zu unterschätzen.

Weiterhin ist zu beachten, dass die durch eine Eizellspende in Österreich gezeugten Kinder das Recht haben, mit Vollendung ihres 14. Lebensjahres Informationen über die Eizellspenderin zu erhalten.

Eine anonyme Spende besteht nur zwischen der Spenderin und der Empfängerin.

Die durch eine Eizellspende gezeugten Kinder haben das Recht auf Informationen zu ihrer biologischen Herkunft.

Entsprechend werden Daten hierzu in den Kinderwunschkliniken und in einem zentralen Register gesammelt und aufbewahrt.

Ist eine Eizellspende in Österreich anzuraten?

Die Gesetzesänderung in Österreich stellt eine durchaus interessante Option für Kinderwunschpaare in Deutschland dar.

Neben den Vorteilen in finanzieller, zeitlicher und kommunikativer Hinsicht sind allerdings auch die beschriebenen Einschränkungen und Besonderheiten zu beachten.

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass sich ein Paar vor einer Behandlung in Österreich intensiv mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut macht.

Desweiteren bedeutet eine Familiengründung mit Hilfe einer Eizellespende, dass sich das Paar mit den Aspekten einer biologischen und sozialen Elternschaft auseinander setzen sollte.

Kinder haben ein Recht auf Informationen über ihre Abstammung!

Es stellt sich für die angehenden Eltern die Frage, wann und auf welche Weise sie später ihr Kind über die besondere Weise seiner Herkunft und seiner Entstehung aufklären wollen.

Schließlich sollte der Umgang mit der Eizellenspende in der Familie und im Freundeskreis besprochen werden.

Es ist sinnvoll und wirklich anzuraten, diese wichtigen Tehmen vor einer Reise nach Österreich und vor einer möglichen Schwangerschaft zu besprechen.

Herzliche Grüße

Silke

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Samenspender gesucht: Wegweiser private Samenspende

Foto: Pixabay – pepa74

 

 

IVF als Ursache für Brustkrebs?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Es stellt sich die Frage, ob eine In vitro Fertilisation (IVF) das Risiko einer Frau an Brustkrebs zu erkranken, erhöht.

Jede IVF ist mit einem intensiven Eingriff in den Hormonhaushalt verbunden.

Die Eierstöcke werden im Rahmen einer IVF durch eine Hormonbehandlung stimuliert, um mehre Eizellen heranwachsen zu lassen.

Zum Auslösen des Eisprungs sowie zur besseren Einistung des Embryos werden wieder Hormone eingesetzt.

Leider führt nicht jede In vitro Fertilisation zu einer Schwangerschaft.

Viele Frauen brauchen mehere dieser sehr hoch dosierten Hormonbehandlungen, bevor sie schwanger werden.

Ursache IVF für Brustkrebs

Bisherige Untersuchungen mit der Fragestellung, ob eine IVF Ursache für Brustkrebs sein kann, kamen zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Zwar konnten bisherige Studien signifikante Daten für die Unbedenklichkeit von Hormonbehandlungen sammeln, allerdings war der Beobachtungszeitraum dieser Studien zu kurz.

Das Journal of the American Medical Association berichtet nun von einer holländigen Langzeitstudie, die kein erhöhtes Brustkrebsrisiko nach IVF sieht.

Diese neue Studie von Alexandra van den Belt-Dusebout vom Nederlands Kanker Instituut in Amsterdam konte die Daten von 25.108 Frauen erheben und auswerten.

Die Frauen waren von 1983 bis 1995 an einem holländischen IVF-Zentrum behandelt worden und hatten  im Durchschnitt 3,6 IVF-Zyklen erhalten.

Die Langzeitstudie hat ergeben, dass in der Nachbeobachtungszeit von 21,1 Jahren insgesamt 839 Fälle von invasivem Brustkrebs und 109 Fälle von in-situ-Brustkrebs aufgetreten sind.

Damit liegt das Risiko nach den Berechnungen von Alexandra van den Belt-Dusebout nicht höher als bei der Allgemeinbevölkerung.

Und sie liegt auch nicht höher als bei einer Vergleichsgruppe, die keine hoch dosierte Hormonbehandlung erhalten hat.

Weiterhin konnte die Studie zeigen, dass es kein steigendes Risiko mit zunehmender Dauer der Nachbeobachtung gab.

Geringeres Krebsrisiko nach 7 IVF Behandlungen

Die Studie konnte auch überraschende Ergebnisse vorweisen.

Frauen, die mehrere IVF Zyklen erhalten haben, erkrankten seltener an Brustkrebs.

Desweiteren kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Frauen, die sieben oder mehr IVF Behandlungen erhalten haben, zu 45 Prozent seltener an Brustkrebs erkrankten als Frauen, die nur eine oder zwei Zyklen behandelt wurden.

Schließlich erkrankten signifitkant weniger Frauen an Brustkrebs, die in ihrem ersten IVF Zyklus schlecht auf die Behandlung angesprochen hatten.

IVF als Brustkrebsursache: Offene Fragen

Trotz dieser positiven Ergebnisse der Studie bleiben einige noch zu klärende Punkte offen.

So wirft die Tatsache, dass das Brustkrebsrisiko deutlich nach der Menopause ansteigt, aber die wenigsten Frauen aus der Studie die Wechseljahre bereits erreicht haben, neue Fragen auf.

Weiterhin hat sich die Art und Weise der IVF Behandlung und auch die Dosierung der Hormone seit 1995 verändert.

Sicherlich wird es weitere wissenschaftliche Untersuchungen benötigen, um die Frage, ob eine IVF Ursache für Brustkrebs sein kann, zufriedenstellend zu beantworten.

Die Wissenschaftler der holländischen Studie planen deshalb eine neue Untersuchung mit mehr als 10.000 Frauen.

Die Fragestellung, ob man mit einer IVF Behandlung das eigene Brustkrebsriskio erhöht, bleibt also vorerst als noch nicht völlig geklärt bestehen.

In meinem Artikel Gesundheitsrisiko IVF: Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Spätfolge? stelle ich dir eine weitere Studie vor, die mögliche Spätfolgen im Hinblick auf Herz-Kreislauf Probleme näher beleuchtet hat.

Herzliche Grüße

Silke

 

Literatur:

Van den Belt-Dusebout AW, Spaan M, Lambalk CB, Kortman M, Laven JS, van Santbrink EJ, van der Westerlaken LA, Cohlen BJ, Braat DD, Smeenk JM, Land JA, Goddijn M, van Golde RJ, van Rumste MM, Schats R, Józwiak K, Hauptmann M, Rookus MA, Burger CW, van Leeuwen FE: Ovarian Stimulation for In Vitro Fertilization and Long-term Risk of Breast Cancer.
JAMA. 2016 Jul 19;316(3):300-12. doi: 10.1001/jama.2016.9389.

Foto: pixabay.com – Foundry

8 Tipps wie Du Dich auf eine IVF vorbereiten kannst

Du willst Dich auf Deine IVF vorbereiten?

Gerne möchte ich Dir mit diesem Blogbeitrag Tipps an die Hand

Denn auf jede bevorstehende IVF kannst Du Dich vorbereiten, sowohl in organisatorischer als auch in mentaler Hinsicht.

Nachdem ich selbst mehrere IVF Zyklen hinter mich gebracht habe,  möchte ich gerne im folgenden meine besten Tipps an Dich weitergeben.

Denn mit jeder IVF ist eine extrem anstrengende Zeit verbunden.

Ein Ja zu einer IVF bedeutet viele Arzttermine, Blut- und Ultraschalluntersuchungen.

Ein Ja zu einer IVF bedeutet aber auch, sich mental auf eine reproduktionsmedizinische Behandlung einzulassen.

All dies gilt es auf möglichst gute Art und Weise mit Deinem Alltag, Deiner Beziehung, Deinem Freundeskreis und mit Deinem Arbeitsleben in Einklang zu bringen.

Gerne will ich mit dem organisatorischen Teil beginnen.

IVF vorbereiten: Gute Organisation im Vorfeld

Um den Stress für Dich möglichst gering zu machen, versuche Dir im Vorfel zu überlegen wie Du Deinen Alltag mit den Besuchen im Kinderwunschzentrum vereinbaren kannst.

Suche Dir ein Kinderwunschzentrum in Deiner räumlichen Nähe

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch, über die anfallenden Anfahrtswege im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung nachzudenken.

Wenn es möglich ist, entscheide Dich für ein Kinderwunschzentrum in Deiner Nähe.

Denn kurze Wege zum Kinderwunschzentrum sind Gold wert und erleichtern die gesamte Behandlung.

Viele Termine wie beispielsweise zur Blutabnahme oder zum Ultraschall dauern nicht lange.

Und durch eine kurze Anfahrt erhöhst Du die Chance die IVF besser in Deinen Alltag integrieren zu können.

Ich weiß, dass es viele Paare gibt, die lange Anreisezeiten in Kauf nehmen, um sich in einem bestimmten Kinderwunschzentrum behandeln zu lassen.

Wenn es dafür wirklich wichtige und entscheidende Gründe gibt, kann ich das gut verstehen.

Allerdings prüfe genau, was Deine Kriterien für die Auswahl Deines Dich behandelnden Kinderwunschzentrums sind.

Denn eine kurze Anfahrt kann Dir viel Stress und Druck ersparen.

Solltest Du Dich für ein weiter entferntes Kinderwunschzentrum entschieden haben, ist es oftmals möglich einige der Untersuchungen durch Deinen Frauenarzt vor Ort durchführen zu lassen.

Bitte sprich Deinen behandelnden Arzt im Kinderwunschzentrum darauf an.

Lerne das Timing Deiner IVF Behandlung kennen

Bevor Du mit deiner Behandlung beginnst, sprich Dein Kinderwunschzentrum auf die bevorstehenden Termine an und lass Dir einen Terminkalender ausstellen.

Das Timing mancher dieser Termine hängt Deinem Behandlungsprotokoll, Deinem Zyklus und Deiner Diagnose ab. 

Dein Arzt kann Dir einen Fahrplan beschreiben und Dir sagen in welchem Zeitfenster welche und wie viele Termine anstehen werden.

 

IVF Terminkalender

IVF  vorbereiten: Terminkalender

 

Notiere Dir Öffnungszeiten und Sprechzeiten Deiner Kinderwunschklinik

Informiere Dich bitte im Vorfeld über die Öffnungszeiten und Sprechzeiten Deines Kinderwunschzentrums.

Es ist unerfreulich, wenn Du bemerkst, dass Dir beispielsweise ein Rezept für ein Medikament fehlt, Deine Klinik aber an diesem Nachmittag geschlossen hat.

Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, denke bitte auch an die Notwendigkeit einer Überweisung pro Quartal und dass Du Diese Überweisung frühzeitig abholst.

Es gibt kaum etwas Stressvolleres als wenn Du am Abend vor Deinem nächsten Termin im Kinderwunschzentrum bemerkst, dass Du keine Überweisung hast.

Besorge Dir einen Medikamentenplan

 Viele Kinderwunschzentren  versorgen ihre Patienten mit einem genauen Plan, an welchen Tagen welches Medikament eingesetzt werden muss.

Sollte das bei Dir nicht der Fall sein, frage Dein Kinderwunschzentrum nach einem solchen Plan.

Denn Du und Deine Krankenkasse zahlen viel Geld für Deine Behandlung und deshalb sollte diese Hilfestellung ohne Probleme möglich sein.

Solltest du trotzdem keinen Kalender erhalten, erstelle Dir selbst einen oder benutze einen Kalender, den Du bereits in Verwendung hast.

Schließlich nutzen Dein Smartphone, Deinen Computer, einen Kalender oder liebe Menschen, um Dich rechtzeitig an das Einnehmen der Medikamente zu erinnern.

Schaffe Dir Ruhezeiten

Eien IVF vorbereiten bedeutet auch, im Vorfeld an den Stress und die Belastung zu denken.

Eine IVF ist sehr anstrengend und ermüdend.

Bitte streiche für die Zeit Deiner IVF alle unnötigen Verpflichtungen und Veranstaltungen aus Deinem Kalender.

Leider weiß ich nur zu gut, dass sich selten alles Unliebsame einfach mal streichen lässt.

Deshalb schenke Dir selbst extra  Zeit für bestimmte Tätigkeiten und rechne die Zeiten für die Besuche im Kinderwunschzentrum großzügig ein.

Es ist wenig angenehm, ständig unter großem zeitlichen Druck zu stehen.

Delegiere an andere

Überlege Dir im Vorfeld Deiner IVF Vorbereitung, welche Aufgaben Du an andere delegieren kannst.

Hierbei meine ich sowohl Aufgaben in Deinem Job als auch zu Hause.

Manchmal ist es sehr befreiend, wenn der Partner oder eine Freundin Lebensmittel einkauft oder das neue Rezept besorgt und Du Dich in dieser Zeit ausruhen kannst.

Soll ich es meinem Arbeitgeber sagen?

Die englische Vereinigung Infertility Network hat zu dieser Fragestellung eine Umfrage durchgeführt.

Demnach entscheidet sich etwa ein Drittel der Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen dagegen, mit ihrem Chef oder den Kollegen zu sprechen.

Als Hauptgrund wird die Angst angeführt, dass das Thema Kinderwunsch sich negativ auf ihren beruflichen Werdegang ausüben könnte.

Auch wenn dieser Gesichtspunkt für Dich vielleicht keine Rolle spielen sollte.

Bitte überlege Dir im Rahmen Deiner IVF Vorbereitung, wem Du an Deiner Arbeitsstelle von Deinem IVF Zyklus erzählen willst.

Je nachdem, in welchem Berufsfeld und in welche Position Du arbeitest, wird es für Dich schwer sein Fehlzeiten zu entschuldigen.

Wie Fehlzeiten im Job begründen?

Eine Kinderwunschbehandlung bringt viele Termine mit sich.

Bitte überlege Dir, wie Du das Problem der Fehlzeiten lösen willst.

Denn gerade Fehlzeiten sind in vielen Jobs nur schwer zu rechtfertigen und Du kannst wahrscheinlich nicht für jeden Termin einen Tag frei nehmen.

Hinzu kommen noch die körperlichen Auswirkungen und der emotionale Stress während der IVF.

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hitzewallungen oder die Gedanken und Sorgen ob sich der ganze Aufwand lohnen wird..

Oftmals lässt sich dies nur schwer vor den Kollegen und dem Arbeitgeber verbergen.

In meinem Blogartikel Künstliche Befruchtung: 3 Schritte für das richtige Mindset  kannst Du weitere Tipps für eine IVF finden.

In meinem Artikel Kinderwunsch: 3 Tipps gegen die Angst habe ich weitere Hilfestellungen festgehalten.

Verständnisvolle Chefs akzeptieren  die Fehlzeiten und mögliche körperliche Auswirkungen.

In anderen Fällen sind die Vorgesetzten aber nicht so großzügig.

Es wird weiter erwartet, dass Du Deine Arbeit und Deine Aufgaben erfüllst und Entscheidungen triffst.

Überlege Dir bitte eine Strategie wie Du das Thema Kinderwunsch und IVF an Deinem Arbeitsplatz behandeln willst.

Mögliche Fehlzeiten lassen sich hierbei auch mit Hilfe des Hausarztes lösen, der Belege über Arztbesuche ausstellen kann ohne den Grund dafür festhalten zu müssen.

Du musst für Dich eine klare Entscheidung für die Zeit der Behandlung aber auch darüber hinaus treffen!

Willst Du Deine Kollegen über die IVF informieren?

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch über den Umgang gegenüber Deinen Kollegen nachzudenken.

Solltest Du von Deiner Behandlung erzählen und Dein IVF Versuch scheitert, weiß jeder an Deiner Arbeitsstelle darüber Bescheid und Du kannst mit Fragen rechnen.

Ist Deine IVF erfolgreich und Du bist schwanger wird es weitere Wochen dauern bis klar ist, ob die Schwangerschaft intakt ist.

Frage Dich bitte im Vorfeld, ob es für Dich ok ist, wenn Dein Arbeitgeber und Deine Kollegen bereits in dieser sehr frühen Phase von Deiner Schwangerschaft wissen.

Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass nicht jeder wissen muss, wie es um Deine Kinderwunschpläne bestellt ist.

Das Thema Kinderwunsch ist ein sehr intimes Thema und hat meiner Meinung nach nichts am Arbeitsplatz verloren.

Auf der anderen Seite bedeutet ein Verschweigen Deinr IVF, dass Du für mögliche Fehlzeiten am Arbeitsplatz Erklärungen brauchst, die nicht (ganz) der Wahrheit entsprechen.

Nicht jeder Frau behagen diese Notlügen und das Geheimhalten des eigentlichen Grundes.

 Punktion und Transfer

Viele Frauen stellen sich die Frage, ob sie in der Zeit nach der Eizellpunktion bis zum Schwangerschaftstest wieder arbeiten gehen können.

Im Allgemeinen ist diese Frage zu bejahen.

Wenn es keine ärztlichen Bedenken gibt, stellt die Arbeit sogar eine gute Möglichkeit dar, sich abzulenken und die Wartezeit erträglicher zu gestalten.

Viele Frauen haben damit trotzdem ein Problem und möchten lieber nicht arbeiten.

Prüfe bitte für Dich, wie Du ganz persönlich damit umgehen möchtest und wie Du Deine Entscheidung mit Deinem Arbeitsplatz in Einklang bringen kannst.

IVF vorbereiten: Mentale Gesichtspunkte

Neben den beschriebenen organisatorischen Vorbereitungen, möchte ich Dir nun einige mentale Ansatzpunkte beschreiben.

Übernimm Verantwortung für Deine Gefühlswelt

Immer wieder höre ich von Frauen, dass sie den sehr medizinischen und technischen Ablauf während einer IVF beklagen.

Gehe entschlossen Deinen Weg zu Deinem Kind und begreife, dass Du  selbst für Deine Gefühlswelt  und Deine innere Einstellung verantwortlich bist.

Wenn Du eine IVF Behandlung beginnst, dann übernimmst Du eine große Verantwortung für Dich und Deine Familie.

Erwarte nicht von Deinem behandelnden Arzt, das er sehr empathisch auf Deine Gefühle eingeht.

Das ist nicht sein Job.

So hart das in manchen Situationen auch ist.

Vielmehr bist Du selbst für Deine Gefühlswelt und Deine innere Vorbereitung zuständig.

Dein Arzt wird alles tun, um Deine IVF zu einem Erfolg zu machen.

Allerdings ist er kein Coach oder Seelsorger, sondern Arzt und hochspezialisiert in seinem Aufgabenbereich.

Mach Dir klar: Eine IVF ist eine Hilfe auf Deinem Weg zu Deinem Kind.

Nicht mehr und nicht weniger.

Und Du hast Dich aktiv für diese Hilfe und diesen Weg entschieden.

Lass Dich durch den medizinischen Ablauf nicht aus der Mitte bringen und verliere Dein Ziel  nicht aus  den Augen.

Bereite Dich innerlich sorgfältig auf Deine Behandlung vor.

Du bist kein zu behandelndes Objekt, das den Prozeduren im Kinderwunschzentrum ausgesetzt ist.

Vielmehr hast Du Dich aktiv dafür entschieden.

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch, dies nicht aus dem Blick zu verlieren.

Eine IVF ist kein Marathon

Bereitet Dich zwei bis drei Monate mental auf Deine Behandlung vor.

Sollte die IVF nicht sofort zu einer Schwangerschaft führen, erhole Dich erst mal.

Eine IVF ist kein Marathon, bei dem man eine Versuchsrunde an die nächste reiht.

Gehe gut und verantwortungsvoll mit Deinen Kräften um.

Setze Dich nicht unter Zeitdruck mit einer Serie von IVF Versuchen.

Auch wenn Du vielleicht schon über 35 Jahre oder älter bist und das Gefühl hast, dass Dir die Zeit wegrennt.

Deine IVF soll eine Erfolgsgeschichte werden.

Dies geht nur, wenn Du Dir hierzu die passende innere Einstellung zulegst.

Die Gefühle während einer IVF  sind sehr wichtig, auch im Hinblick darauf, wie Du diese Erfahrung und ein mögliches Scheitern im Nachhinein verarbeiten wirst.

Hast Du weitere Tipps zum Thema IVF vorbereiten?

Bitte teile Deine Gedanken in einem Kommentar mit mir und den anderen Leserinnen.

Herzliche Grüße und bis bald

Silke

 

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Künstliche Befruchtung: 3 Schritte für das richtige Mindset

Künstliche Befruchtung und das richtige Mindset?

Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, wie wichtig das richtige Mindset für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ist.

Ohne das richtige Mindset vor und während der Behandlung wird der Weg der künstlichen Befruchtung extrem anstrengend für Dich.

Es besteht die Gefahr, dass Du aufgibst bevor Du Erfolg hast.

Mindset ist einer dieser modernen Begriffe, dem man im Berufsleben gerne begegnet.

Das richtige Mindset ist aber auch bei unerfülltem Kinderwunsch und der Entscheidung für eine künstliche Befruchtung sehr wichtig.

Denn es geht um die richtige Einstellung, Deine Einstellung!

Eine künstliche Befruchtung ist körperlich und psychisch sehr belastend.

Neben unzähligen Terminen für die Behandlung fahren Deine Gefühle Achterbahn.

Hoffnung und Zuversicht, aber auch Zweifel und Unsicherheit wechseln sich ab.

Dein Lebenskonzept wackelt.

Es ist völlig unklar, ob Du ein eigenes Kind bekommen wirst.

Umso wichtiger ist Deine Einstellung zur künstlichen Befruchtung und ihrem Ausgang.

Deinem richtigen Mindset!

Deshalb will ich mit Dir an Deinem Mindset arbeiten.

Hier kommen 3 Schritte für das richtige Mindset.

Stell Dein ungeborenes Kind in den Mittelpunkt

Dein Kind steht im Mittelpunkt und das ohne wenn und aber!

Alles andere ist Beiwerk.

Denk Dich hin zu Deinem Kind und lass die Hoffnung zu.

Du brauchst die Hoffnung, um bald „guter Hoffnung“ zu sein.

Stell Dir vor, eines Tages mit einem wunderschönen dicken Bauch durchs Leben zu geben.

Deinem dicken Bauch, in dem Dein Baby wohnt!

Deine Hoffnung wird sich in Sehnsucht nach Deinem Kind verwandeln.

Und diese Sehnsucht wird Dich durch die Behandlung und alle Anstrengungen tragen.

Sie wird Dich mit der erforderlichen Kraft ausstatten und Dich auch dann durchhalten lassen, wenn der Weg zu Deinem Kind holprig wird und nicht alles rund läuft.

Werde Dir bewusst, dass Du scheitern kannst!

Du musst wissen, dass der Versuch einer künstlichen Befruchtung scheitern kann.

Nur ein Teil der Paare, die den Weg der künstlichen Befruchtung gehen, haben direkt beim ersten Versuch Erfolg.

Mach Dir klar, dass eine künstliche Befruchtung auch mit einem negativen Schwangerschaftstest enden kann.

Allerdings bist Du damit keine Versagerin. Mach Dir auch das klar!

Misserfolge gehören zum Leben dazu.

Lass Dich davon nicht von Deinem Ziel ablenken oder aufhalten.

Vielmehr lenke den Blick immer wieder zurück auf Dein Ziel und ziehe aus der Sehnsucht nach Deinem Kind die Kraft, um nach einem Misserfolg neue Kraft und Energie zu tanken.

Du musst bereit sein, in Dein Kind zu investieren

Niemand kann Dir sagen, ob eine künstliche Befruchtung zum Erfolg führen wird.

Niemand kann Dir eine Garantie für eine intakte Schwangerschaft geben.

Und niemand kann Dir versprechen, dass der Aufwand einer künstlichen Befruchtung, die Gefühlsachterbahn und das ganze Geld gut investiert sind.

Du musst bereit sein, in Dein Kind zu investieren.

Bereits jetzt, vor seiner Zeugung und Geburt.

Und das trotz all Deiner Zweifel, Ängste und Sorgen.

Ich weiß: Viele bekommen gewollt oder ungewollt „einfach nebenbei“ ihre Kinder.

Und meine Aufforderung ist wirklich sehr viel verlangt.

Aber alles Jammern, Grübeln und Zaudern hilft hier nicht weiter.

Schau auf Dich und Deinen Weg!

Und geh trotz aller Hindernisse Deinen Weg zu Deinem Kind.

Das richtige Mindset ist Deine freie Entscheidung Dich voll und ganz auf Dein Kind zu konzentrieren.

Damit werden Dir die Kräfte und das Durchhaltevermögen zuwachsen, die Du für die künstliche Befruchtung brauchst.

Hast Du Dich für künstliche Befruchtung entschieden?

Wie sieht Dein Mindset aus?

Herzliche Grüße

Silke

 

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Künstliche Befruchtung im Ausland

Wenn der Wunsch nach einem Kind immer größer wird, greifen viele Paare zu Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin und nehmen für eine künstliche Befruchtung im Ausland weite Wege auf sich.

Das Wunschkind soll durch künstliche Befruchtung, Eizell- oder Samenspende entstehen.

Künstliche Befruchtung im Ausland: Lohnt sich dieser Weg?

Oft lassen sie sich im Ausland behandeln. Denn die deutschen Gesetze sind streng, die Behandlungen teuer.

Matthias (59) und Nina (32) aus Oldenburg reisen nach Bregenz, um sich ihren Wunsch zu erfüllen.

Hier kommt ihre Geschichte:

Durchs Mikroskop betrachtet Nina einen maulbeerenartigen Klumpen.

Sie steht in einem Labor 816 Kilometer entfernt von zu Hause.

Sie will den Anfang in Erinnerung behalten.

Den Anfang des Lebens, das von nun an in ihr wachsen soll.

Matthias (59) und seine Frau Nina (32)* aus Oldenburg sind ins österreichische Bregenz gefahren, um sich dort ihren größten Wunsch zu erfüllen: Ein gemeinsames Kind.

Bei Befruchtungen im Ausland sind die Erfolgschancen oft besser, weil die gesetzlichen Regelungen andere Behandlungen zulassen.

Etwa 10 000 Deutsche brechen jedes Jahr zum Baby-Tourismus ins europäische Ausland auf.

Matthias hat eine Störung im Samenleiter, seine Spermien können nur operativ entnommen werden.

Im Dezember 2007 machten die Außendienstlerin und der Arzt deshalb den ersten Termin zur künstlichen Befruchtung in einem norddeutschen Kinderwunsch-Zentrum.

Doch Nina wurde nicht schwanger.

„Bis dahin haben wir immer gedacht: Das wird schon“, erinnert sie sich.

Doch auch ein zweiter Versuch vier Monate später scheiterte.

„Da habe ich das erste Mal ernsthaft gezweifelt“, sagt Nina, ihre Stimme wird leiser.

„Ich habe mich kaputt gefühlt.“

 

Künstliche Befruchtung im Ausland: Sind die Chancen dort besser?

Nina wollte nicht aufgeben.

Im Internet informierte sie sich über andere Behandlungsmöglichkeiten – und stieß auf die IVF Kinderwunsch-Zentren von Prof. Zech in Österreich.

Dort sind die Chancen schwanger zu werden angeblich doppelt so hoch wie in Deutschland.

Nina und Matthias versuchten ihr Glück. Sie buchten einen Urlaub am Bodensee – und einen Termin im IVF-Zentrum Bregenz.

Prof. Herbert Zech (60) macht seit 25 Jahren Kinderwünsche wahr, hat bereits über 20 000 Babys auf die Welt geholfen.

Er behandelt jedes Jahr mehr als tausend Paare aus Deutschland.

In Österreich gibt es einen gesetzlichen Vorteil: Von den befruchteten Eizellen dürfen die ausgewählt werden, die sich im Labor am besten entwickeln. In Deutschland ist dieses Auswählen verboten.

Die Selektion ermöglicht eine höhere Embryonen-Qualität. Das ist bei älteren Frauen wichtig, weil die Qualität der Embryonen abnimmt.

Prof. Zech: „Bei einer 25-Jährigen entwickeln sich noch etwa die Hälfte aller Embryonen gut, bei einer 40-Jährigen nur noch 20 Prozent.“

Nina war 31 bei Therapiebeginn, bei ihr entwickelte sich noch etwa jede dritte befruchtete Zelle gut genug.

Das Paar nahm all seine Hoffnungen mit in die österreischiche Klinik, die auf Nina eher wirkte wie ein Hotel: „Ich musste für die Zellentnahme kein OP-Hemd tragen, durfte im Sommerkleid kommen.

Die Praxis war schön eingerichtet, erinnerte gar nicht an ein Krankenhaus.“

Dieser Service hat allerdings seinen Preis: 4150 Euro kostet ein Behandlungsversuch, dazu kommen etwa 3000 Euro für Medikamente.

In Deutschland kostet ein Befruchtungsversuch inklusive Medikamenten etwa 3400 Euro, bei den ersten drei Versuchen übernehmen die Kassen davon die Hälfte. Behandlungen im Ausland werden meist nur von Privatkassen übernommen.

Für Nina und Matthias hat sich die Investition gelohnt – Nina war direkt nach dem ersten Versuch schwanger, vor fünf Monaten kam Tochter Paula zur Welt.

Die Schwangerschaftsbetreuung lief über deutsche Ärzte, die mit Prof. Zech zusammenarbeiten, sodass das Paar nicht während der Schwangerschaft verreisen musste.

Ein Ziel steht jetzt fest auf dem Reiseplan der jungen Familie: der Bodensee.

„Am Tag nach der Befruchtung habe ich dort zum ersten Mal Störche gesehen“, sagt Papa Matthias.

Die möchte er seiner kleinen Tochter irgendwann einmal zeigen.

Eine Geschichte, die aufzeigt, welche anstrengenden und weiten Wege Paare bereits sind zu gehen.

Was hälst Du von einer künstliche Befruchtung im Ausland?

Herzliche Grüße

Silke