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Eizellenspende in Österreich: Gute Chance auf ein Baby?

Nach einer Gesetzesänderung im Frühjahr 2015 besteht nun auch in Österreich die Möglichkeit einer Eizellenspende.

Viele deutsche Paare mit unerfülltem Kinderwunsch führt ihr Weg zum Wunschkind ins Ausland.

Grund hierfür sind oftmals die weniger strengen Regelungen zur Fortpflanzungsmedizin in diesen Ländern.

Grund  ist auch die Hoffnung vieler Paare, dass sich im Ausland der Traum von einem Kind erfüllen lässt.

Eizellenspende: In Deutschland verboten

Die Eizellenspende ist in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten.

Paare, die bereits mehrere Versuche einer künstlichen Befruchtung erfolglos hinter sich gebracht haben, erwägen deshalb oftmals die Option einer Eizellenspende im Ausland.

Insbesondere für Frauen, die bereits Ende 30 bis Mitte 40 sind, bietet eine Eizellespende einen Behandlungsansatz, der zu deutlich besseren Schwangerschaftsraten führt als die sonstigen Methoden der Reproduktionsmedizin.

Auch für Frauen, die vorzeitig in die Wechseljahre gekommen sind oder die durch Erbkrankheiten nicht ihre eigenen Eizellen einsetzen wollen, ist diese Option interessant.

Da die Eizellenspende in Deutschland verboten ist, reisen bisher viele dieser Frauen und Paare vornehmlich in osteuropäische Länder oder nach England, Spanien oder Finnland.

Nach der Gesetzesänderung stellt nun auch Österreich eine interessante Option für eine solche reproduktive Reise dar.

Eizellenspende in Österreich: Welche Vorteile gibt es?

Für Frauen und Paare aus Deutschland liegen die Vorteile einer Eizellenspende in Österreich auf der Hand.

Aufgrund der relativ kurzen Anreise können bei einer Kinderwunschbehandlung in Österreich sowohl Zeit als auch Geld gespart werden.

Desweiteren gibt es keine sprachliche Barriere wie in vielen anderen Ländern, in die Paare mit Kinderwunsch bisher gereist sind.

Die Kommunikation mit dem behandelnden Arzt kann auf Deutsch erfolgen, was gerade bei einem solch intimen Thema wie dem Kinderwunsch einen großen Vorteil darstellt.

Eine Eizellenspende in Österreich ist an folgende Bedingungen gebunden:

  • Eine Eizellenspenderin darf nicht jünger als 18 Jahre und nicht älter als 30 Jahre alt sein
  • Die Empfängerin darf nicht älter als 45 Jahre alt sein
  • Eine Kommerzialisierung und Vermittlung von Spenderinnen ist verboten
  • Spenderinnen erhalten nur eine Aufwandsentschädigung
  • Eizellenspenderinnen dürfen ihre Eizellen nur für maximal drei erfolgreiche Behandlungen mit Geburten zur Verfügung stellen
  • Eizellenspenderinnen dürfen ihre Eizellen nur an eine „Krankenanstalt“ abgeben

Steigt die Nachfrage in Österreich für eine Eizellenspende bereits an?

Nach der Gesetzesänderung im Frühjahr letzten Jahres ist gegenwärtig noch abzuwarten, ob diese Veränderung zu einer verstärkten Nachfrage aus Deutschland führt.

Vor einer Eizellenspende bedarf es der Akquise und Auswahl von Frauen, die sich für eine Eizellspende zur Verfügung stellen.

Es stellt sich die Frage, wie viele Frauen bereit sein werden sich als Eizellspenderin zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund der verbotenen Kommerzialisierung in Österreich sind finanzielle Aspekte eher zu vernachlässigen.

Desweiteren bedeutet eine Eizellespende für jede Frau eine intensive und aufwendige Hormonbehandlung und Eizellpunktion unter Narkose.

Die körperlichen Risiken hierfür liegen auf der Hand und sich nicht zu unterschätzen.

Weiterhin ist zu beachten, dass die durch eine Eizellspende in Österreich gezeugten Kinder das Recht haben, mit Vollendung ihres 14. Lebensjahres Informationen über die Eizellspenderin zu erhalten.

Eine anonyme Spende besteht nur zwischen der Spenderin und der Empfängerin.

Die durch eine Eizellspende gezeugten Kinder haben das Recht auf Informationen zu ihrer biologischen Herkunft.

Entsprechend werden Daten hierzu in den Kinderwunschkliniken und in einem zentralen Register gesammelt und aufbewahrt.

Ist eine Eizellspende in Österreich anzuraten?

Die Gesetzesänderung in Österreich stellt eine durchaus interessante Option für Kinderwunschpaare in Deutschland dar.

Neben den Vorteilen in finanzieller, zeitlicher und kommunikativer Hinsicht sind allerdings auch die beschriebenen Einschränkungen und Besonderheiten zu beachten.

Wichtig ist aus meiner Sicht, dass sich ein Paar vor einer Behandlung in Österreich intensiv mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut macht.

Desweiteren bedeutet eine Familiengründung mit Hilfe einer Eizellespende, dass sich das Paar mit den Aspekten einer biologischen und sozialen Elternschaft auseinander setzen sollte.

Kinder haben ein Recht auf Informationen über ihre Abstammung!

Es stellt sich für die angehenden Eltern die Frage, wann und auf welche Weise sie später ihr Kind über die besondere Weise seiner Herkunft und seiner Entstehung aufklären wollen.

Schließlich sollte der Umgang mit der Eizellenspende in der Familie und im Freundeskreis besprochen werden.

Es ist sinnvoll und wirklich anzuraten, diese wichtigen Tehmen vor einer Reise nach Österreich und vor einer möglichen Schwangerschaft zu besprechen.

Herzliche Grüße

Silke

Weiterlesen:

Samenspender gesucht: Wegweiser private Samenspende

Foto: Pixabay – pepa74

 

 

IVF als Ursache für Brustkrebs?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Es stellt sich die Frage, ob eine In vitro Fertilisation (IVF) das Risiko einer Frau an Brustkrebs zu erkranken, erhöht.

Jede IVF ist mit einem intensiven Eingriff in den Hormonhaushalt verbunden.

Die Eierstöcke werden im Rahmen einer IVF durch eine Hormonbehandlung stimuliert, um mehre Eizellen heranwachsen zu lassen.

Zum Auslösen des Eisprungs sowie zur besseren Einistung des Embryos werden wieder Hormone eingesetzt.

Leider führt nicht jede In vitro Fertilisation zu einer Schwangerschaft.

Viele Frauen brauchen mehere dieser sehr hoch dosierten Hormonbehandlungen, bevor sie schwanger werden.

Ursache IVF für Brustkrebs

Bisherige Untersuchungen mit der Fragestellung, ob eine IVF Ursache für Brustkrebs sein kann, kamen zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Zwar konnten bisherige Studien signifikante Daten für die Unbedenklichkeit von Hormonbehandlungen sammeln, allerdings war der Beobachtungszeitraum dieser Studien zu kurz.

Das Journal of the American Medical Association berichtet nun von einer holländigen Langzeitstudie, die kein erhöhtes Brustkrebsrisiko nach IVF sieht.

Diese neue Studie von Alexandra van den Belt-Dusebout vom Nederlands Kanker Instituut in Amsterdam konte die Daten von 25.108 Frauen erheben und auswerten.

Die Frauen waren von 1983 bis 1995 an einem holländischen IVF-Zentrum behandelt worden und hatten  im Durchschnitt 3,6 IVF-Zyklen erhalten.

Die Langzeitstudie hat ergeben, dass in der Nachbeobachtungszeit von 21,1 Jahren insgesamt 839 Fälle von invasivem Brustkrebs und 109 Fälle von in-situ-Brustkrebs aufgetreten sind.

Damit liegt das Risiko nach den Berechnungen von Alexandra van den Belt-Dusebout nicht höher als bei der Allgemeinbevölkerung.

Und sie liegt auch nicht höher als bei einer Vergleichsgruppe, die keine hoch dosierte Hormonbehandlung erhalten hat.

Weiterhin konnte die Studie zeigen, dass es kein steigendes Risiko mit zunehmender Dauer der Nachbeobachtung gab.

Geringeres Krebsrisiko nach 7 IVF Behandlungen

Die Studie konnte auch überraschende Ergebnisse vorweisen.

Frauen, die mehrere IVF Zyklen erhalten haben, erkrankten seltener an Brustkrebs.

Desweiteren kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Frauen, die sieben oder mehr IVF Behandlungen erhalten haben, zu 45 Prozent seltener an Brustkrebs erkrankten als Frauen, die nur eine oder zwei Zyklen behandelt wurden.

Schließlich erkrankten signifitkant weniger Frauen an Brustkrebs, die in ihrem ersten IVF Zyklus schlecht auf die Behandlung angesprochen hatten.

IVF als Brustkrebsursache: Offene Fragen

Trotz dieser positiven Ergebnisse der Studie bleiben einige noch zu klärende Punkte offen.

So wirft die Tatsache, dass das Brustkrebsrisiko deutlich nach der Menopause ansteigt, aber die wenigsten Frauen aus der Studie die Wechseljahre bereits erreicht haben, neue Fragen auf.

Weiterhin hat sich die Art und Weise der IVF Behandlung und auch die Dosierung der Hormone seit 1995 verändert.

Sicherlich wird es weitere wissenschaftliche Untersuchungen benötigen, um die Frage, ob eine IVF Ursache für Brustkrebs sein kann, zufriedenstellend zu beantworten.

Die Wissenschaftler der holländischen Studie planen deshalb eine neue Untersuchung mit mehr als 10.000 Frauen.

Die Fragestellung, ob man mit einer IVF Behandlung das eigene Brustkrebsriskio erhöht, bleibt also vorerst als noch nicht völlig geklärt bestehen.

In meinem Artikel Gesundheitsrisiko IVF: Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Spätfolge? stelle ich dir eine weitere Studie vor, die mögliche Spätfolgen im Hinblick auf Herz-Kreislauf Probleme näher beleuchtet hat.

Herzliche Grüße

Silke

 

Literatur:

Van den Belt-Dusebout AW, Spaan M, Lambalk CB, Kortman M, Laven JS, van Santbrink EJ, van der Westerlaken LA, Cohlen BJ, Braat DD, Smeenk JM, Land JA, Goddijn M, van Golde RJ, van Rumste MM, Schats R, Józwiak K, Hauptmann M, Rookus MA, Burger CW, van Leeuwen FE: Ovarian Stimulation for In Vitro Fertilization and Long-term Risk of Breast Cancer.
JAMA. 2016 Jul 19;316(3):300-12. doi: 10.1001/jama.2016.9389.

Foto: pixabay.com – Foundry

8 Tipps wie Du Dich auf eine IVF vorbereiten kannst

Du willst Dich auf Deine IVF vorbereiten?

Gerne möchte ich Dir mit diesem Blogbeitrag Tipps an die Hand

Denn auf jede bevorstehende IVF kannst Du Dich vorbereiten, sowohl in organisatorischer als auch in mentaler Hinsicht.

Nachdem ich selbst mehrere IVF Zyklen hinter mich gebracht habe,  möchte ich gerne im folgenden meine besten Tipps an Dich weitergeben.

Denn mit jeder IVF ist eine extrem anstrengende Zeit verbunden.

Ein Ja zu einer IVF bedeutet viele Arzttermine, Blut- und Ultraschalluntersuchungen.

Ein Ja zu einer IVF bedeutet aber auch, sich mental auf eine reproduktionsmedizinische Behandlung einzulassen.

All dies gilt es auf möglichst gute Art und Weise mit Deinem Alltag, Deiner Beziehung, Deinem Freundeskreis und mit Deinem Arbeitsleben in Einklang zu bringen.

Gerne will ich mit dem organisatorischen Teil beginnen.

IVF vorbereiten: Gute Organisation im Vorfeld

Um den Stress für Dich möglichst gering zu machen, versuche Dir im Vorfel zu überlegen wie Du Deinen Alltag mit den Besuchen im Kinderwunschzentrum vereinbaren kannst.

Suche Dir ein Kinderwunschzentrum in Deiner räumlichen Nähe

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch, über die anfallenden Anfahrtswege im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung nachzudenken.

Wenn es möglich ist, entscheide Dich für ein Kinderwunschzentrum in Deiner Nähe.

Denn kurze Wege zum Kinderwunschzentrum sind Gold wert und erleichtern die gesamte Behandlung.

Viele Termine wie beispielsweise zur Blutabnahme oder zum Ultraschall dauern nicht lange.

Und durch eine kurze Anfahrt erhöhst Du die Chance die IVF besser in Deinen Alltag integrieren zu können.

Ich weiß, dass es viele Paare gibt, die lange Anreisezeiten in Kauf nehmen, um sich in einem bestimmten Kinderwunschzentrum behandeln zu lassen.

Wenn es dafür wirklich wichtige und entscheidende Gründe gibt, kann ich das gut verstehen.

Allerdings prüfe genau, was Deine Kriterien für die Auswahl Deines Dich behandelnden Kinderwunschzentrums sind.

Denn eine kurze Anfahrt kann Dir viel Stress und Druck ersparen.

Solltest Du Dich für ein weiter entferntes Kinderwunschzentrum entschieden haben, ist es oftmals möglich einige der Untersuchungen durch Deinen Frauenarzt vor Ort durchführen zu lassen.

Bitte sprich Deinen behandelnden Arzt im Kinderwunschzentrum darauf an.

Lerne das Timing Deiner IVF Behandlung kennen

Bevor Du mit deiner Behandlung beginnst, sprich Dein Kinderwunschzentrum auf die bevorstehenden Termine an und lass Dir einen Terminkalender ausstellen.

Das Timing mancher dieser Termine hängt Deinem Behandlungsprotokoll, Deinem Zyklus und Deiner Diagnose ab. 

Dein Arzt kann Dir einen Fahrplan beschreiben und Dir sagen in welchem Zeitfenster welche und wie viele Termine anstehen werden.

 

IVF Terminkalender

IVF  vorbereiten: Terminkalender

 

Notiere Dir Öffnungszeiten und Sprechzeiten Deiner Kinderwunschklinik

Informiere Dich bitte im Vorfeld über die Öffnungszeiten und Sprechzeiten Deines Kinderwunschzentrums.

Es ist unerfreulich, wenn Du bemerkst, dass Dir beispielsweise ein Rezept für ein Medikament fehlt, Deine Klinik aber an diesem Nachmittag geschlossen hat.

Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, denke bitte auch an die Notwendigkeit einer Überweisung pro Quartal und dass Du Diese Überweisung frühzeitig abholst.

Es gibt kaum etwas Stressvolleres als wenn Du am Abend vor Deinem nächsten Termin im Kinderwunschzentrum bemerkst, dass Du keine Überweisung hast.

Besorge Dir einen Medikamentenplan

 Viele Kinderwunschzentren  versorgen ihre Patienten mit einem genauen Plan, an welchen Tagen welches Medikament eingesetzt werden muss.

Sollte das bei Dir nicht der Fall sein, frage Dein Kinderwunschzentrum nach einem solchen Plan.

Denn Du und Deine Krankenkasse zahlen viel Geld für Deine Behandlung und deshalb sollte diese Hilfestellung ohne Probleme möglich sein.

Solltest du trotzdem keinen Kalender erhalten, erstelle Dir selbst einen oder benutze einen Kalender, den Du bereits in Verwendung hast.

Schließlich nutzen Dein Smartphone, Deinen Computer, einen Kalender oder liebe Menschen, um Dich rechtzeitig an das Einnehmen der Medikamente zu erinnern.

Schaffe Dir Ruhezeiten

Eien IVF vorbereiten bedeutet auch, im Vorfeld an den Stress und die Belastung zu denken.

Eine IVF ist sehr anstrengend und ermüdend.

Bitte streiche für die Zeit Deiner IVF alle unnötigen Verpflichtungen und Veranstaltungen aus Deinem Kalender.

Leider weiß ich nur zu gut, dass sich selten alles Unliebsame einfach mal streichen lässt.

Deshalb schenke Dir selbst extra  Zeit für bestimmte Tätigkeiten und rechne die Zeiten für die Besuche im Kinderwunschzentrum großzügig ein.

Es ist wenig angenehm, ständig unter großem zeitlichen Druck zu stehen.

Delegiere an andere

Überlege Dir im Vorfeld Deiner IVF Vorbereitung, welche Aufgaben Du an andere delegieren kannst.

Hierbei meine ich sowohl Aufgaben in Deinem Job als auch zu Hause.

Manchmal ist es sehr befreiend, wenn der Partner oder eine Freundin Lebensmittel einkauft oder das neue Rezept besorgt und Du Dich in dieser Zeit ausruhen kannst.

Soll ich es meinem Arbeitgeber sagen?

Die englische Vereinigung Infertility Network hat zu dieser Fragestellung eine Umfrage durchgeführt.

Demnach entscheidet sich etwa ein Drittel der Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen dagegen, mit ihrem Chef oder den Kollegen zu sprechen.

Als Hauptgrund wird die Angst angeführt, dass das Thema Kinderwunsch sich negativ auf ihren beruflichen Werdegang ausüben könnte.

Auch wenn dieser Gesichtspunkt für Dich vielleicht keine Rolle spielen sollte.

Bitte überlege Dir im Rahmen Deiner IVF Vorbereitung, wem Du an Deiner Arbeitsstelle von Deinem IVF Zyklus erzählen willst.

Je nachdem, in welchem Berufsfeld und in welche Position Du arbeitest, wird es für Dich schwer sein Fehlzeiten zu entschuldigen.

Wie Fehlzeiten im Job begründen?

Eine Kinderwunschbehandlung bringt viele Termine mit sich.

Bitte überlege Dir, wie Du das Problem der Fehlzeiten lösen willst.

Denn gerade Fehlzeiten sind in vielen Jobs nur schwer zu rechtfertigen und Du kannst wahrscheinlich nicht für jeden Termin einen Tag frei nehmen.

Hinzu kommen noch die körperlichen Auswirkungen und der emotionale Stress während der IVF.

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hitzewallungen oder die Gedanken und Sorgen ob sich der ganze Aufwand lohnen wird..

Oftmals lässt sich dies nur schwer vor den Kollegen und dem Arbeitgeber verbergen.

In meinem Blogartikel Künstliche Befruchtung: 3 Schritte für das richtige Mindset  kannst Du weitere Tipps für eine IVF finden.

In meinem Artikel Kinderwunsch: 3 Tipps gegen die Angst habe ich weitere Hilfestellungen festgehalten.

Verständnisvolle Chefs akzeptieren  die Fehlzeiten und mögliche körperliche Auswirkungen.

In anderen Fällen sind die Vorgesetzten aber nicht so großzügig.

Es wird weiter erwartet, dass Du Deine Arbeit und Deine Aufgaben erfüllst und Entscheidungen triffst.

Überlege Dir bitte eine Strategie wie Du das Thema Kinderwunsch und IVF an Deinem Arbeitsplatz behandeln willst.

Mögliche Fehlzeiten lassen sich hierbei auch mit Hilfe des Hausarztes lösen, der Belege über Arztbesuche ausstellen kann ohne den Grund dafür festhalten zu müssen.

Du musst für Dich eine klare Entscheidung für die Zeit der Behandlung aber auch darüber hinaus treffen!

Willst Du Deine Kollegen über die IVF informieren?

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch über den Umgang gegenüber Deinen Kollegen nachzudenken.

Solltest Du von Deiner Behandlung erzählen und Dein IVF Versuch scheitert, weiß jeder an Deiner Arbeitsstelle darüber Bescheid und Du kannst mit Fragen rechnen.

Ist Deine IVF erfolgreich und Du bist schwanger wird es weitere Wochen dauern bis klar ist, ob die Schwangerschaft intakt ist.

Frage Dich bitte im Vorfeld, ob es für Dich ok ist, wenn Dein Arbeitgeber und Deine Kollegen bereits in dieser sehr frühen Phase von Deiner Schwangerschaft wissen.

Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass nicht jeder wissen muss, wie es um Deine Kinderwunschpläne bestellt ist.

Das Thema Kinderwunsch ist ein sehr intimes Thema und hat meiner Meinung nach nichts am Arbeitsplatz verloren.

Auf der anderen Seite bedeutet ein Verschweigen Deinr IVF, dass Du für mögliche Fehlzeiten am Arbeitsplatz Erklärungen brauchst, die nicht (ganz) der Wahrheit entsprechen.

Nicht jeder Frau behagen diese Notlügen und das Geheimhalten des eigentlichen Grundes.

 Punktion und Transfer

Viele Frauen stellen sich die Frage, ob sie in der Zeit nach der Eizellpunktion bis zum Schwangerschaftstest wieder arbeiten gehen können.

Im Allgemeinen ist diese Frage zu bejahen.

Wenn es keine ärztlichen Bedenken gibt, stellt die Arbeit sogar eine gute Möglichkeit dar, sich abzulenken und die Wartezeit erträglicher zu gestalten.

Viele Frauen haben damit trotzdem ein Problem und möchten lieber nicht arbeiten.

Prüfe bitte für Dich, wie Du ganz persönlich damit umgehen möchtest und wie Du Deine Entscheidung mit Deinem Arbeitsplatz in Einklang bringen kannst.

IVF vorbereiten: Mentale Gesichtspunkte

Neben den beschriebenen organisatorischen Vorbereitungen, möchte ich Dir nun einige mentale Ansatzpunkte beschreiben.

Übernimm Verantwortung für Deine Gefühlswelt

Immer wieder höre ich von Frauen, dass sie den sehr medizinischen und technischen Ablauf während einer IVF beklagen.

Gehe entschlossen Deinen Weg zu Deinem Kind und begreife, dass Du  selbst für Deine Gefühlswelt  und Deine innere Einstellung verantwortlich bist.

Wenn Du eine IVF Behandlung beginnst, dann übernimmst Du eine große Verantwortung für Dich und Deine Familie.

Erwarte nicht von Deinem behandelnden Arzt, das er sehr empathisch auf Deine Gefühle eingeht.

Das ist nicht sein Job.

So hart das in manchen Situationen auch ist.

Vielmehr bist Du selbst für Deine Gefühlswelt und Deine innere Vorbereitung zuständig.

Dein Arzt wird alles tun, um Deine IVF zu einem Erfolg zu machen.

Allerdings ist er kein Coach oder Seelsorger, sondern Arzt und hochspezialisiert in seinem Aufgabenbereich.

Mach Dir klar: Eine IVF ist eine Hilfe auf Deinem Weg zu Deinem Kind.

Nicht mehr und nicht weniger.

Und Du hast Dich aktiv für diese Hilfe und diesen Weg entschieden.

Lass Dich durch den medizinischen Ablauf nicht aus der Mitte bringen und verliere Dein Ziel  nicht aus  den Augen.

Bereite Dich innerlich sorgfältig auf Deine Behandlung vor.

Du bist kein zu behandelndes Objekt, das den Prozeduren im Kinderwunschzentrum ausgesetzt ist.

Vielmehr hast Du Dich aktiv dafür entschieden.

Eine IVF vorbereiten bedeutet auch, dies nicht aus dem Blick zu verlieren.

Eine IVF ist kein Marathon

Bereitet Dich zwei bis drei Monate mental auf Deine Behandlung vor.

Sollte die IVF nicht sofort zu einer Schwangerschaft führen, erhole Dich erst mal.

Eine IVF ist kein Marathon, bei dem man eine Versuchsrunde an die nächste reiht.

Gehe gut und verantwortungsvoll mit Deinen Kräften um.

Setze Dich nicht unter Zeitdruck mit einer Serie von IVF Versuchen.

Auch wenn Du vielleicht schon über 35 Jahre oder älter bist und das Gefühl hast, dass Dir die Zeit wegrennt.

Deine IVF soll eine Erfolgsgeschichte werden.

Dies geht nur, wenn Du Dir hierzu die passende innere Einstellung zulegst.

Die Gefühle während einer IVF  sind sehr wichtig, auch im Hinblick darauf, wie Du diese Erfahrung und ein mögliches Scheitern im Nachhinein verarbeiten wirst.

Hast Du weitere Tipps zum Thema IVF vorbereiten?

Bitte teile Deine Gedanken in einem Kommentar mit mir und den anderen Leserinnen.

Herzliche Grüße und bis bald

Silke

 

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Künstliche Befruchtung und das richtige Mindset?

Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, wie wichtig das richtige Mindset für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ist.

Ohne das richtige Mindset vor und während der Behandlung wird der Weg der künstlichen Befruchtung extrem anstrengend für Dich.

Es besteht die Gefahr, dass Du aufgibst bevor Du Erfolg hast.

Mindset ist einer dieser modernen Begriffe, dem man im Berufsleben gerne begegnet.

Das richtige Mindset ist aber auch bei unerfülltem Kinderwunsch und der Entscheidung für eine künstliche Befruchtung sehr wichtig.

Denn es geht um die richtige Einstellung, Deine Einstellung!

Eine künstliche Befruchtung ist körperlich und psychisch sehr belastend.

Neben unzähligen Terminen für die Behandlung fahren Deine Gefühle Achterbahn.

Hoffnung und Zuversicht, aber auch Zweifel und Unsicherheit wechseln sich ab.

Dein Lebenskonzept wackelt.

Es ist völlig unklar, ob Du ein eigenes Kind bekommen wirst.

Umso wichtiger ist Deine Einstellung zur künstlichen Befruchtung und ihrem Ausgang.

Deinem richtigen Mindset!

Deshalb will ich mit Dir an Deinem Mindset arbeiten.

Hier kommen 3 Schritte für das richtige Mindset.

Stell Dein ungeborenes Kind in den Mittelpunkt

Dein Kind steht im Mittelpunkt und das ohne wenn und aber!

Alles andere ist Beiwerk.

Denk Dich hin zu Deinem Kind und lass die Hoffnung zu.

Du brauchst die Hoffnung, um bald „guter Hoffnung“ zu sein.

Stell Dir vor, eines Tages mit einem wunderschönen dicken Bauch durchs Leben zu geben.

Deinem dicken Bauch, in dem Dein Baby wohnt!

Deine Hoffnung wird sich in Sehnsucht nach Deinem Kind verwandeln.

Und diese Sehnsucht wird Dich durch die Behandlung und alle Anstrengungen tragen.

Sie wird Dich mit der erforderlichen Kraft ausstatten und Dich auch dann durchhalten lassen, wenn der Weg zu Deinem Kind holprig wird und nicht alles rund läuft.

Werde Dir bewusst, dass Du scheitern kannst!

Du musst wissen, dass der Versuch einer künstlichen Befruchtung scheitern kann.

Nur ein Teil der Paare, die den Weg der künstlichen Befruchtung gehen, haben direkt beim ersten Versuch Erfolg.

Mach Dir klar, dass eine künstliche Befruchtung auch mit einem negativen Schwangerschaftstest enden kann.

Allerdings bist Du damit keine Versagerin. Mach Dir auch das klar!

Misserfolge gehören zum Leben dazu.

Lass Dich davon nicht von Deinem Ziel ablenken oder aufhalten.

Vielmehr lenke den Blick immer wieder zurück auf Dein Ziel und ziehe aus der Sehnsucht nach Deinem Kind die Kraft, um nach einem Misserfolg neue Kraft und Energie zu tanken.

Du musst bereit sein, in Dein Kind zu investieren

Niemand kann Dir sagen, ob eine künstliche Befruchtung zum Erfolg führen wird.

Niemand kann Dir eine Garantie für eine intakte Schwangerschaft geben.

Und niemand kann Dir versprechen, dass der Aufwand einer künstlichen Befruchtung, die Gefühlsachterbahn und das ganze Geld gut investiert sind.

Du musst bereit sein, in Dein Kind zu investieren.

Bereits jetzt, vor seiner Zeugung und Geburt.

Und das trotz all Deiner Zweifel, Ängste und Sorgen.

Ich weiß: Viele bekommen gewollt oder ungewollt „einfach nebenbei“ ihre Kinder.

Und meine Aufforderung ist wirklich sehr viel verlangt.

Aber alles Jammern, Grübeln und Zaudern hilft hier nicht weiter.

Schau auf Dich und Deinen Weg!

Und geh trotz aller Hindernisse Deinen Weg zu Deinem Kind.

Das richtige Mindset ist Deine freie Entscheidung Dich voll und ganz auf Dein Kind zu konzentrieren.

Damit werden Dir die Kräfte und das Durchhaltevermögen zuwachsen, die Du für die künstliche Befruchtung brauchst.

Hast Du Dich für künstliche Befruchtung entschieden?

Wie sieht Dein Mindset aus?

Herzliche Grüße

Silke

 

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Wenn der Wunsch nach einem Kind immer größer wird, greifen viele Paare zu Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin und nehmen für eine künstliche Befruchtung im Ausland weite Wege auf sich.

Das Wunschkind soll durch künstliche Befruchtung, Eizell- oder Samenspende entstehen.

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Oft lassen sie sich im Ausland behandeln. Denn die deutschen Gesetze sind streng, die Behandlungen teuer.

Matthias (59) und Nina (32) aus Oldenburg reisen nach Bregenz, um sich ihren Wunsch zu erfüllen.

Hier kommt ihre Geschichte:

Durchs Mikroskop betrachtet Nina einen maulbeerenartigen Klumpen.

Sie steht in einem Labor 816 Kilometer entfernt von zu Hause.

Sie will den Anfang in Erinnerung behalten.

Den Anfang des Lebens, das von nun an in ihr wachsen soll.

Matthias (59) und seine Frau Nina (32)* aus Oldenburg sind ins österreichische Bregenz gefahren, um sich dort ihren größten Wunsch zu erfüllen: Ein gemeinsames Kind.

Bei Befruchtungen im Ausland sind die Erfolgschancen oft besser, weil die gesetzlichen Regelungen andere Behandlungen zulassen.

Etwa 10 000 Deutsche brechen jedes Jahr zum Baby-Tourismus ins europäische Ausland auf.

Matthias hat eine Störung im Samenleiter, seine Spermien können nur operativ entnommen werden.

Im Dezember 2007 machten die Außendienstlerin und der Arzt deshalb den ersten Termin zur künstlichen Befruchtung in einem norddeutschen Kinderwunsch-Zentrum.

Doch Nina wurde nicht schwanger.

„Bis dahin haben wir immer gedacht: Das wird schon“, erinnert sie sich.

Doch auch ein zweiter Versuch vier Monate später scheiterte.

„Da habe ich das erste Mal ernsthaft gezweifelt“, sagt Nina, ihre Stimme wird leiser.

„Ich habe mich kaputt gefühlt.“

 

Künstliche Befruchtung im Ausland: Sind die Chancen dort besser?

Nina wollte nicht aufgeben.

Im Internet informierte sie sich über andere Behandlungsmöglichkeiten – und stieß auf die IVF Kinderwunsch-Zentren von Prof. Zech in Österreich.

Dort sind die Chancen schwanger zu werden angeblich doppelt so hoch wie in Deutschland.

Nina und Matthias versuchten ihr Glück. Sie buchten einen Urlaub am Bodensee – und einen Termin im IVF-Zentrum Bregenz.

Prof. Herbert Zech (60) macht seit 25 Jahren Kinderwünsche wahr, hat bereits über 20 000 Babys auf die Welt geholfen.

Er behandelt jedes Jahr mehr als tausend Paare aus Deutschland.

In Österreich gibt es einen gesetzlichen Vorteil: Von den befruchteten Eizellen dürfen die ausgewählt werden, die sich im Labor am besten entwickeln. In Deutschland ist dieses Auswählen verboten.

Die Selektion ermöglicht eine höhere Embryonen-Qualität. Das ist bei älteren Frauen wichtig, weil die Qualität der Embryonen abnimmt.

Prof. Zech: „Bei einer 25-Jährigen entwickeln sich noch etwa die Hälfte aller Embryonen gut, bei einer 40-Jährigen nur noch 20 Prozent.“

Nina war 31 bei Therapiebeginn, bei ihr entwickelte sich noch etwa jede dritte befruchtete Zelle gut genug.

Das Paar nahm all seine Hoffnungen mit in die österreischiche Klinik, die auf Nina eher wirkte wie ein Hotel: „Ich musste für die Zellentnahme kein OP-Hemd tragen, durfte im Sommerkleid kommen.

Die Praxis war schön eingerichtet, erinnerte gar nicht an ein Krankenhaus.“

Dieser Service hat allerdings seinen Preis: 4150 Euro kostet ein Behandlungsversuch, dazu kommen etwa 3000 Euro für Medikamente.

In Deutschland kostet ein Befruchtungsversuch inklusive Medikamenten etwa 3400 Euro, bei den ersten drei Versuchen übernehmen die Kassen davon die Hälfte. Behandlungen im Ausland werden meist nur von Privatkassen übernommen.

Für Nina und Matthias hat sich die Investition gelohnt – Nina war direkt nach dem ersten Versuch schwanger, vor fünf Monaten kam Tochter Paula zur Welt.

Die Schwangerschaftsbetreuung lief über deutsche Ärzte, die mit Prof. Zech zusammenarbeiten, sodass das Paar nicht während der Schwangerschaft verreisen musste.

Ein Ziel steht jetzt fest auf dem Reiseplan der jungen Familie: der Bodensee.

„Am Tag nach der Befruchtung habe ich dort zum ersten Mal Störche gesehen“, sagt Papa Matthias.

Die möchte er seiner kleinen Tochter irgendwann einmal zeigen.

Eine Geschichte, die aufzeigt, welche anstrengenden und weiten Wege Paare bereits sind zu gehen.

Was hälst Du von einer künstliche Befruchtung im Ausland?

Herzliche Grüße

Silke