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Embryotox: Welche Medikamente sind in der Schwangerschaft erlaubt?

Kennst du diese Situation? Du befindest dich gerade in der Warteschleife zwischen Eisprung und der nächster Periodenblutung (oder nach dem Embryotransfer nach einer IVF oder ICSI) und dann passiert es: Du wirst krank, bekommst beispielsweise eine dicke Erkältung oder heftige Kopfschmerzen. Oder du leidest vielleicht an einer chronischen Krankheit. Kannst du Medikamente (z.B. Schmerzmittel) nehmen? Welche Medikamente sin den ersten Tagen und späteren Wochen einer Schwangerschaft erlaubt und welche tabu? In diesem Artikel möchte ich dir das Portal embryotox.de vorstellen, das mir in diesen Situationen immer wieder super geholfen hat.

Medikamente in der Schwangerschaft

Embryotox ist ein Beratungszentrum der Charite-Universitätsmedizin Berlin, das mithilfe seiner Internetseite embryotox.de unabhängige Informationen und Beratung zur Verträglichkeit der wichtigsten Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit anbietet. Die Beratung ist kostenlos und steht sowohl Ärzten als auch anderen im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen oder auch Laien zur Verfügung. Du kannst durch das Online Portal auch Hilfestellung zur Behandlung von häufig vorkommenden Krankheiten während der Schwangerschaft und Stillzeit erhalten. Alle Informationen beruhen auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sehr angenehm finde ich, dass Angebot durch finanzielle Mittel des Bundesministeriums für Gesundheit und von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit finanziert wird. Weder große Pharmakonzerne noch andere in diesem Zusammenhang die Unabhängigkeit gefährdende Interessengruppen scheinen involivert zu sein. Auch das Fehlen jeglicher Werbung auf der Seite fällt auf und hat bei mir den Eindruck verstärkt, dass das Beratungszentrum tatsächlich sehr um Unabhängigkeit bemüht ist.

Beachte bitte vor jeglicher Medikamenteneinnahme Rücksprache mit deinem Arzt zu halten. Embryotox ist immer nur eine erste Information, der das Gespräch mit deinem Arzt folgen sollte.

Embryotox: So funktioniert es

Embryotox.de ist eine Informations- und Beratungswebsite, auf der du nach konkreten Arzneimitteln und deren Wirkstoffen suchen kannst und aktuelle Informationen darüber erhält, ob diese in der Schwangerschaft und während der Stillzeit erlaubt und empfehlenswert sind. Aktuell sind über 430 Arzneimittel in die Datenbank von Embryotox eingestellt, alle Infos sind wissenschaftlich belegt. Du kannst ganz gezielt nach einem bestimmten Medikament oder Wirkstoff suchen und  deren Unbedenklichkeit während deiner Schwangerschaft prüfen. Dazu gibst du auf Embryotox im Reiter „Medikamente“ den Produktnamen des Medikamentes (z.B. Aspirin) oder alternativ dessen Wirkstoff (z. B. Acetylsalicylsäure) ein. Nachdem du auf „Seite aufrufen“ geklickt hast, erscheint eine Informationsseite, die dir alle wichtigen Infos zu diesem Präparat / Wirkstoff an die Hand gibt. Es folgt eine Schilderung der Erfahrungen mit diesem Präparat / Wirkstoff sowie Empfehlungen zur Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit. Die verwendete Sprache ist auch für nicht aus dem medizinischen Bereich kommende Personen verständlich.

30 Schwangerschaftsanzeichen: Bist du schwanger?

Schwangerschaftsfrühtest: Welcher und ab wann testen?

Die Suche nach bestimmten Erkrankungen während der Schwangerschaft ist auf Embryotox mehr als leicht. Unter dem Reiter „Erkrankungen“ kannst du bestimmte Krankheiten auswählen und dir die Besonderheiten einer Therapie während der Schwangerschaft und die Mittel der Wahl anzeigen lassen.

Wer nach dem Studium der Informationen noch Fragen hat kann auf das Beratungsangebot von Embryotox zurückgreifen. Dazu bietet das Portal einen Fragenbogen für Schwangere an, in den Einzelheiten zur Schwangerschaft, vorliegende Erkrankungen und die verwendeten Medikamente eingetragen werden können. Der Fragebogen kann direkt online auf embryotox.de unter dem Reiter „Fragebogen“ ausgefüllt und abgeschickt werden.

Persönliche Beratung für Schwangere

Nachdem du den Fragebogen online oder bei Wunsch auch per Post losgeschickt hast, bekommst du eine individuelle und kostenlose Beratung. Alternativ kannst auch bei Embryotox anrufen, die genauen Sprechzeiten und die Telefonnummer findest du auf der Webseite. Leider gibt es aktuell keine Beratung für Laien bei Kinderwunsch und leider auch nicht für Frauen, die Fragen zum Stillen haben. Dies wäre sicherlich wünschenswert, gleichzeitig ist das Beratungsangebot für Schwangere sehr wertvoll und ich kann es bei Fragen wirklich empfehlen.

Embryotox als App

Embryotox ist auch als kostenlose App für Android und iOS erhältlich, allerdings aktuell nicht für die neueren Androidversionen.

Embryotox am Beispiel Ibuprofen

Abschließend noch ein Beispiel zur Recherche auf embryotox.de. Angenommen du hast totale Kopfschmerzen und bist schwanger oder vermutest evtl. schwanger zu sein. Du möchtest gerne Ibuprofen nehmen, bist dir aber unsicher und fragst dich, ob du damit deinem Baby schaden kannst. Eine kurze Recherche auf embryotox.de kann helfen. Du gibst im Reiter Medikamente den Begriff „Ibuprofen“ ein und bekommst sofort eine Seite mit vielen wichtigen Informationen zu Ibuprofen in der Schwangerschaft angezeigt. So erfährst du zum Beispiel, dass bisher in den vorliegenden Studien kein Zusammenhang zwischen Ibuprofen und einem erhöhten Fehlbildungsrisiko festgestellt werden konnte. Alle Daten deuten sehr stark daraufhin, dass keine Embryotoxizität beim Menschen besteht. Es folgen Empfehlungen bei einer Anwendung von Ibuprofen in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie der Hinweis auf das Beratungsangebot bei weiteren Fragen.

Genial oder? Zwar kann das Portal auf keinen Fall eine ärztliche Beratung ersetzen. Aber embryotox.de informiert, berät und bietet dir damit eine erste Orientierung für deine Entscheidung, ob du in diesem Fall Ibuprofen einnehmen kannst oder nicht. Bitte beachte bei deiner Recherche auf Embryotox besonders auch die Hinweise, Haftungseinschränkungen und Erläuterungen zur Nutzung der Internetseite.

Das Basisrisiko für Schwangere

Abschließend möchte ich auf das sogenannte Basisrisiko  hinweisen. Etwa 15% aller Schwangerschaften enden leider in einer Fehlgeburt und ca. 3 bis 5 von 100 Babys haben bei der Geburt Fehlbildungen. Diese Zahlen schmerzen, aber es ist wichtig zu wissen, dass die meisten der Fehlbildungen und auch der Fehlgeburten nichts mit einer bestimmten Medikamenteneinnahme zu tun haben. Auch Schwangere, die keine Medikamente einnehmen, müssen dieses „Basisrisiko“ vielleicht kein gesundes Baby zu bekommen tragen.

Herzliche Grüße

Silke

Quelle

Online-Informationen von Embryotox: www.embryotox.de (Abruf: 06. Juni 2018)

Von | 2018-06-07T21:45:09+00:00 Juni 7, 2018|Endlich schwanger?!, Kinderwunsch Blog|0 Kommentare

Schwanger trotz Blutung? Kann man seine Periode haben und trotzdem schwanger sein?

Schwanger trotz Blutung und Periode? Ist das möglich? Die Antwort ist auf den ersten Blick verwirrend: Schwanger trotz Blutung ist möglich, schwanger trotz Periode ist ausgeschlossen. Atme kurz durch und dann will ich dir erklären, was du beim Thema schwanger trotz Blutung und Periode beachten solltest.

Warum du zwischen Blutungen in der Frühschwangerschaft und der Periode unterscheiden musst

Schwanger trotz Blutung ist möglich und alles andere als ungewöhnlich. Allerdings geht es hierbei nicht um die Frage, ob eine Frau trotz Periode schwanger sein kann.

Denn es gibt unterschiedliche Blutungsarten. Eine Blutung kann die Periode sein oder es kann sich in Form einer Blutung um ein frühes Anzeichen der Schwangerschaft handeln. Doch wie kannst du die Periode von einer Blutung unterschieden? Und was gilt es zu beachten?

Schwanger trotz Blutung? Möglich!

Blutungen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten treten gar nicht so selten auf. Durchschnittlich hat eine von fünf Frauen mit Blutungen im 1. Trimenon zu kämpfen. Dabei muss eine Blutung nicht unbedingt auf eine Fehlgeburt hinweisen, sondern kann unterschiedliche Ursachen haben.

Prinzipiell gilt: Blutungen jeglicher Art sollten durch einen Frauenarzt abgeklärt werden.

Auch wenn sie nur leicht sind und sehr wahrscheinlich auch als harmlos zu bewerten sind, solltest du deinen Gynäkologen um eine Untersuchung bitten. Dein Arzt kann beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung durchführen und nachsehen, wie es deinem Baby geht oder er bestimmt das Schwangerschaftshormon hCG, welches sich bei einem gesunden Verlauf der Schwangerschaft alle zwei Tage verdoppelt.

Tipp: 30 Schwangerschaftsanzeichen: Bist Du schwanger?

Blutungsarten in der Frühschwangerschaft

Es gibt Blutungen in unterschiedlicher Stärke und Aussehen. Bei starken Blutungen und Schmerzen solltest du dich schnellstmöglich im nächsten Krankenhaus vorstellen. Es könnte sich um eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft handeln. Das Gleiche gilt für hellrote Blutungen in Periodenstärke. Braune, häufig weniger starke Blutungen deuten auf „altes Blut“ hin. Zwar muss auch eine solche Blutung ärztlich abgeklärt werden, allerdings bedarf es hierbei nicht eine ganz so hohe Dringlichkeit wie bei starken und hellroten Blutungen. Schließlich gibt es noch leichte Schmierblutungen. Bitte lass auch Schmierblutungen fachärztlich abklären. Geh auf Nummer sicher und vermeide so, dass größere Komplikationen übersehen werden.

Ursachen für Blutungen in der Schwangerschaft

Einnistungsblutung (Nidationstblutung)

Die Einnistungsblutung kann auftreten, wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Es wird davon ausgegangen, dass die Einnistung kleine Verletzungen der Blutgefäße in der Gebärmutter hervorrufen kann, die zu einer Blutung führen können. Allerdings wird diese Blutung von den meisten Frauen als sehr schwach und nur kurz anhaltend beschrieben. Viele Frauen berichten nur von wenigen Tropfen Blut oder Schlieren. Die These von der Einnistungssblutung ist übrigens wissenschaftlich umstritten, das heisst, es ist bis heute nicht ganz klar, ob es sie nun tatsächlich gibt oder nicht. Ähnliches gilt für den Einnistungsschmerz.

Blutungen nach Geschlechtsverkehr

Während der Schwangerschaft sind die Geschlechtsorgane sehr gut durchblutet und das Gewebe ist aufgelockert. Sex kann deshalb leichter zu Blutungen führen. Kleine Verletzungen in der Scheide, im Gebärmutterhals oder am Muttermund passieren schneller und sind nicht besorgniserregend. Trotzdem bedarf es einer Abklärung, um andere Ursachen auszuschließen.

Hämatome in der Gebärmutter

Ein Hämatom ist eine Blutansammlung, die durch verletzte Blutgefäße entstehen kann. Diese Blutgergüsse können auch in der Gebärmutter entstehen und sich in Form von Blutungen bemerkbar machen. Dein Frauenarzt kann zur Abklärung eine Ultraschalluntersuchung durchführen.

Hormonelle Schwankungen

Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen kommt es zu hormonellen Schwankungen. Manche Frauen haben deshalb um den Zeitpunkt ihrer Periode herum Blutungen trotz vorliegender Schwangerschaft. Auch bei einer künstlichen Befruchtung kann es zu diesen Blutungen kommen. Viele Ärzte verschreiben Medikamente, die das Gelbkörperhormon Progesteron enthalten, um die Hormonlage und damit die Schwangerschaft zu stabilisieren.

Blutung und Fehlgeburt

Blutungen, die mit heftigen Schmerzen oder Krämpfen einhergehen, haben oftmals einen ernsten Hintergrund. In diesem Fall ist leider an eine Fehlgeburt zu denken und es bedarf einer raschen Abklärung im Krankenhaus oder bei deinem behandelnden Gynäkologen.

Blutung trotz Pille

Bei Frauen, die die Pille nehmen und trotzdem schwanger werden, kann es zu Blutungen kommen. Allerdings ist diese Blutung hormonell bedingt und ist eine Abbruchblutung aufgrund der Einnahmepause der Antibabypille und  dem damit verbundenen Hormonentzug. Auch wenn du schwanger bist kann diese Abbruchblutung stattfinden. Es handelt sich aber nicht um deine natürliche Menstruation.

Eileiterschwangerschaft

Eine Eileiterschwangerschaft liegt vor, wenn sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter, sondern in der Schleimhaut des Eileiters eingenistet hat. Eine fehleingenistete Schwangerschaft ist eine sehr ernstzunehmende und akute Erkrankung, die oftmals mit Unterleibsschmerzen und Blutungen einhergeht und sogar zum Reißen des Eileiters führen kann. Deshalb ist hier Eile geboten und eine rasche Abklärung unbedingt nötig.

Schwanger trotz Periode? 

Schwanger trotz Periode ist ausgeschlossen. Denn eine Schwangerschaft geht immer mit dem Ausbleiben der Monatsblutung einher. Nun kann ich deine wachsenden Denkfalten auf deiner Stirn sehen. Denn vermutlich hast du, wie fast jede von uns hier im Blog, schon von Frauen gehört, die angeblich doch trotz Periode schwanger waren.

An diesen Geschichten ist aber nichts dran. Frauen, die schwanger sind, haben keine Periode. Sie können Blutungen haben, die aber nicht mit der Periode verwechselt werden sollten. Denn die Periode ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass in deinem Zyklus keine Eizelle befruchtet wurde und deshalb die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und mit Hilfe der Regelblutung aus deinem Körper  ausgespühlt wird.

Anders herum formuliert bedeutet das:

Fand eine Befruchtung statt, nistet sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ein. Hormone wie das Gelbkörperhormon Progesteron und das Schwangerschaftshormon HCG verhindern, dass die Gebärmutterschleimhaut abblutet.  Denn die Aufgabe besteht nun darin, dass sich die Schleimhaut deiner Gebärmutter weiter aufbaut und ein wohliges Nest für dein Baby bildet.

Das HCG liefert zudem an deine Hirnanhangdrüse und deine Eierstöcke das Signal, dass in den nächsten Monaten kein Eisprung stattfinden soll.

Wie kann ich Blutungen von der Periode unterscheiden?

Tatsächlich ist eine Unterscheidung schwer. Denn nach welchen Kriterien sollst du unterscheiden, wann eine leichte Blutung nicht mehr leicht ist?

Und wie hell muss das Blut sein, damit es sich nicht um „altes Blut“ handelt?

Deshalb möchte ich dir gerne bei Blutungen und dem Verdacht auf eine Schwangerschaft raten, deinen Arzt zu konsultieren. Lieber ein Gang zum Arzt zu viel, als die Unsicherheit und Sorgen über viele Tage auszuhalten und die eigene Gesundheit und die des potentiellen Babys zu gefährden.

Schwanger trotz Blutung: Ab wann kann ich einen Schwangerschaftstest machen?

Letzte Gewissheit, ob du schwanger bist oder nicht und ob du eine Blutung oder deine Periode hast, liefert dir ein Schwangerschaftstest.

Einen sicheren Schwangerschaftstest kannst du 14 Tage nach deinem Eisprung machen, denn dann ist das Schwangerschaftshormon HCG in deinem Urin sicher mit  einem Test aus der Drogerie oder Apotheke nachweisbar. Solltest du unsicher sein, wann dein Eisprung stattgefunden hat, kannst du den Schwangerschaftstest zu dem Zeitpunkt machen, an dem deine Periodenblutung normalerweise einsetzen sollte.

Wenn du die Spannung nicht so lange aushalten willst, gibt es Schwangerschaftsfrühtests, die dir noch früher eine Schwangerschaft anzeigen. Lies meinen Artikel Schwangerschaftsfrühtest: Funktion, Preis & Sicherheit.

Bei Fragen zum Thema schwanger trotz Blutung und Periode melde dich bei mir. Ich helfe gerne weiter.

Herzliche Grüße

Silke

Weiterlesen:

Schwangerschaftstest negativ: Trotzdem schwanger?

Mittelschmerz: Kann der Eisprung Symptome bereiten?

Literatur:

Diedrich, K. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Auflage, Springer-Verlag, Heidelberg 2007.

Foto: Pixabay: Ioana_radu, EME

Von | 2018-03-22T20:38:05+00:00 Januar 31, 2017|Kinderwunsch Blog|34 Kommentare

Endometriose & Schwangerschaft nach IVF: Bestehen höhere Risiken?

Endometriose bedeutet für viele Frauen, dass der Weg zu einer Schwangerschaft oft nur durch eine IVF ermöglicht werden kann. Doch haben Frauen mit Endometriose auch ein erhöhtes Risiko für Komplikationen innerhalb der Schwangerschaft? Eine neue Studie aus Italien liefert interessante Erkenntnisse.

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Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine gutartige, meist schmerzhafte Erkrankung, bei dem Gewebe aus Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter auftritt. Diese überflüssige Gebärmutterschleimhaut nistet sich im Bauchraum ein. Sie findet sich beispielsweise im Bauchfell, den Eierstöcken und Eileitern, und bildet dort gutartige Wucherungen, die zyklusabhängig wachsen.
Schätzungsweise zwei Millionen Frauen in Deutschland sind an Endometriose erkrankt, jedes Jahr kommen rund 40 000 dazu.

Endometriose: Die Symptome

Die Beschwerden bei Endometriose reichen von krampfartigen und starken Schmerzen während der Menstruation, beim Geschlechtsverkehr, permanenten Schmerzen im Unterbauch, Blutungsstörungen, Rückenschmerzen bis zu Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang. Des Weiteren können sich schmerzhafte Zysten an den Eierstöcken bilden. Oft beginnt die Erkrankung in der Pubertät und endet erst mit den Wechseljahren.

Endometriose & Schwangerschaft

Leider geht die Endometriose oft mit unerfülltem Kinderwunsch einher. Sie stellt die häufigste Ursache für eine ausbleibende Schwangerschaft bei Frauen mit Kinderwunsch dar.

Doch bedeutet dies nun zwangsläufig, dass eine Frau mit Endometriose und IVF Behandlung auf jeden Fall mit einer Risikoschwangerschaft zu rechnen hat?

Schwangerschaft nach IVF: Italienische Metaanalyse

Eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Milan (Italien) kommt zu dem Ergebnis, dass es kein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko für Endometriose-Patientinnen nach IVF gibt.
Die italienischen Forscher führten hierzu eine Metaanalyse durch, das heißt sie untersuchten bereits vorhandene Studien.
Dabei verglichen sie die Schwangerschaftsverläufe von Frauen, die sich einer IVF Behandlung unterziehen mussten.

Die eine Gruppe bildeten hierbei 239 Frauen mit Endometriose, die Kontrollgruppe bestand aus 239 Frauen ohne diagnostizierte Endometriose.
Bei den Frauen mit Endometriose wurde die Erkrankung im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen während der IVF festgestellt oder die Frauen konnten eine Endometriose OP nachweisen.
Weiterhin wurden in die Gruppe der Frauen mit Endometriose nur diejenigen Frauen mit einbezogen, die eine über die 12. Schwangerschaftswoche hinausgehende Einlingsschwangerschaft erreicht hatten.

Endometriose: Schwangerschaft nach IVF

Die gute Nachricht: Die Metaanalyse der Wissenschaftler aus Milan ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.
Sowohl die Anzahl der Frühgeburten mit 14 Prozent als auch das Auftreten von Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder auffallend leicht- oder schwergewichtigen Neugeborenen war in beiden Gruppen gleich hoch zu verzeichnen.
Es konnte lediglich bei den Frauen mit Endometriose eine um 6 Prozent häufigere Fehllage der Plazenta in der Nähe des Muttermundes (Placenta praevia) festgestellt werden.
Durch diese Position kann die Plazenta einen Teil oder sogar den kompletten Muttermund überdecken und somit den Geburtskanal blockieren.
Die Frauen ohne Endometriose zeigten diese Fehllage des Mutterkuchens nur in 1 Prozent der Fälle auf.
Insgesamt stimmen diese Ergebnisse sehr positiv.
Frauen mit Endometriose haben neben den Symptomen einer chronischen Unterleibserkrankung und den erschwerten Bedingungen, um schwanger zu werden, offenbar nicht mit erhöhten Risiken während der Schwangerschaft zu rechnen.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur:
Ewald Becherer und Adolf E. Schindler (Hg.): Endometriose. Ganzheitlich verstehen und behandeln – ein Ratgeber. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage.
Kohlhammer 2010.

Johanna Helen: Leben mit einem Chamäleon. Endometrios mehr als nur Bauchschmerzen. Shaker Media 2011
Kathrin Steinberger: So leben wir mit Endometriose. Der Alltag mit der chronischen – Unterleibserkrankung. Edition Riedenburg 2013.

Benaglia L, Candotti G, Papaleo E, Pagliardini L, Leonardi M, Reschini M, Quaranta L, Munaretto M, Viganò P, Candiani M, Vercellini P, Somigliana E
Pregnancy outcome in women with endometriosis achieving pregnancy with IVF.
Hum Reprod. 2016 Sep 24. [Epub ahead of print]

Foto: Pixabay – TawnyNina

 

Von | 2016-10-26T22:48:28+00:00 Oktober 10, 2016|Kinderwunsch Blog|0 Kommentare

Schwanger werden: Hier ist Dein 5 Punkte Plan!

Du willst schwanger werden ?

Weisst Du, welche Voraussetzungen und welches Verhalten das Schwanger werden begünstigt?

Weisst Du um die Vorgänge in Deinem Körper?

Schwanger werden: Hier kommt Dein 5 Punkte Plan

  • Bestimme Deine fruchtbaren Tage

Um Sex zum optimalen Zeitpunkt zu haben, ist die Bestimmung der fruchtbaren Tage wichtig. Deshalb musst Du unbedingt wissen, wann Dein Eisprung erfolgt.

Hierzu bestimmst Du die Mitte Deines Monatszyklus.

Um den 14. Tag nach dem Beginn Deiner letzten Monatsblutung ist mit einem Eisprung zu rechnen.

Dies gilt, wenn Du einen regelmäßigen Zyklus hast. Deine Chance schwanger zu werden, ist einige Tage vor dem Eisprung am höchsten.

  • Ernähre Dich gesund, reduziere Koffein, Alkohol und verzichte auf Zigaretten

Achte ab jetzt auf eine gesunde Ernährung.

Damit stellst Du sicher, dass Dein Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird und damit optimal für eine Schwangerschaft vorbereitet ist.

  • Vermeide übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsum und verzichte komplett auf Zigaretten.

Versuche Stress im Alltag zu reduzieren und Dich regelmäßig zu entspannen.

Sport oder Entspannungsübungen können helfen, den Kopf frei zu bekommen und Deinen Körper zu lockern.

  • Vermeide Übergewicht

Reduziere Übergewicht!

Übergewicht hat einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit und den Hormonhaushalt.

  • Zum Schwanger werden gehören immer zwei

Deshalb nimm Deinen Partner in die Pflicht.

Auch für ihn gilt es, seinen Nikotin- und Alkoholkonsum einzuschränken und auf Zigaretten möglichst zu verzichten.

  • Und das Wichtigste zuletzt:

Habe Geduld mit Dir und Deinem Körper!

Nicht selten dauert es längere Zeit bis sich eine Schwangerschaft einstellt.

Also ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen, wenn es nicht direkt im ersten Zyklus klappt!

Schwanger werden ist kein Sprint, sondern eher eine Mittel- oder Langstrecke!

Achte sorgsam auf Deine Kräfte und darauf, wohin Du Deine Aufmerksamkeit richtest.

Dein Ziel ist klar, nun geht es darum den Kinderwunschweg zu gestalten.

Und wenn es nicht klappen will?

Vielleicht hast Du schon alle bisher genanten Punkte ausprobiert.

Frauen und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch kennen die monatliche Achterbahn der Gefühle.

Mit jedem negativen Schwangerschaftstest wächst die psychosoziale Belastung und der Stress.

Schenke Deiner Seele die Aufmerksamkeit, die sie verdient!

Hast Du bereits überlegt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen?

Welche Methoden gibt es im Rahmen der Reproduktionsmedizin?

Und welche Methode ist für Dich der richtige Weg?

Suchen Deine Möglichkeiten und laß Dich umfassend und unabhängig beraten.

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Zervixschleim: So erkennst Du Deine fruchtbaren Tage

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Von | 2016-07-02T00:11:35+00:00 April 20, 2015|Kinderwunsch Blog, Schwanger werden|0 Kommentare

Schwangerschaft mit 65 Jahren

Ist eine Schwangerschaft mit 65 Jahren vertretbar?

Aktuell diskutiert ganz Deutschland über die 65 jährige Lehrerin Annegret Raunik aus Berlin, die Vierlinge erwartet.

Annegret Raunik hat bereits 13 Kindern das Leben geschenkt.

Mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung in der Ukraine erwartet sie nun weitere 4 Kinder. Gegenwärtig ist sie in der 21. Schwangerschaftswoche.

Gan Deutschland diskutiert und fragt sich:

Ist eine Schwangerschaft mit 65 Jahren vertretbar?

Darf das sein?

Ist es moralisch vertretbar im Alter von 65 Jahren schwanger werden zu wollen?

Wie ist das Verhalten des Kinderwunschzentrums in der Urkaine zu beurteilen, das Annegret Raunik 4 befruchtete Eizellen eingesetzt hat?

In Deutschland ist eine Eizellspende gesetzlich nicht erlaubt.

Ist das gut so?

Oder führt dieses Verbot dazu, dass Frauen und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ins Ausland reisen, um sich ihren Wunsch zu erfüllen?

Schwangerschaft mit 65 Jahren: Wie ist Deine Meinung dazu? Diskutiere mit!

Heute Abend wird dieses Thema auch bei stern TV aufgegriffen:

Ein Kind um  jeden Preis?

stern TV – heute Abend, 15.04.2015 um 22:15 Uhr, live bei RTL

Mehr zur Sendung kannst Du hier erfahren.

 

 

 

Von | 2016-07-02T00:11:41+00:00 April 15, 2015|Kinderwunsch Blog, Schwanger werden|2 Kommentare