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Wenn der Kinderwunsch zur Belastung wird

Kennst Du das Gefühl, wenn der Kinderwunsch zur Belastung wird?

Gerade bin ich über eine Geschichte gestolpert, die ich gerne mit Dir teilen möchte.

 

Das schielende Huhn

Es war einmal ein stark schielendes Huhn.

Und weil es schielte, sah es die ganze Welt etwas schief.

Deshalb glaubte es auch, die Welt sei tatsächlich schief. Alles erschien ihm schief, sogar der Hahn und die anderen Hühner.

Das schielende Huhn lief stets etwas schräg und so plumpste es häufig gegen Wände und Bäume.

An einem windigen Tag spazierten die Hühner am schiefen Turm von Pisa vorbei.

„Schaut her“, gackerten die Hühner, „der Wind hat den Turm schiefgeblasen.“

Das schielende Huhn war verwundert, denn es konnte nichts Schiefes am Turm erkennen – im Gegenteil, er schien völlig gerade zu stehen.

Es sagte aber nichts und dachte sich nur, dass die anderen Hühner sicher schielen müssen.

(Gefunden bei: zeitblueten.com Nach L. Malerba, aus: Die nachdenklichen Hühner)

 

Nun fragst Du Dich bestimmt, was diese Geschichte mit dem Thema Kinderwunsch zu tun hat und ob mir noch zu helfen ist.

Danke der Nachfrage, aber es geht mir gut!

Zumindest ist das meine Wahrnehmung, womit wir direkt beim Thema und wieder zurück beim schielenden Huhn sind.

Jeder hat seine eigene Wahrnehmung und lebt in seiner eigenen Welt und vielleicht erscheint uns etwas schief, was eigentlich gerade ist und umgekehrt.

Wenn der Kinderwunsch zur Belastung wird

Wenn ein Paar über viele Jahre einen Kinderwunsch hat, der sich nicht erfüllen will, dann kann man den emotionalen Zustand dieses Paares als verzweifelt bezeichnen.

Vor allem die Frau versteht sich selbst nicht mehr, ihre Gedanken und Gefühle kreisen in Vollzeit um das ersehnte Kind und die Frage, was den schief mit ihr und ihrem Körper ist.

Sie fängt an ihren Zyklus zu beobachten, Temperatur zu messen und einen Menstruationskalender zu führen.

Der Hormonstatus wird geprüft, fleißig fruchtbarkeitsfördernder Tee getrunken und pünktlich der Sex nach Plan vollzogen.

Die Ernährung wird umgestellt, um dem noch ungezeugten Baby die besten gesundheitlichen Voraussetzungen zu bieten.

Und auch der Partner wird regelmäßig mit einer Extradosis Vitamine bedacht, in der Hoffnung, dass er davon turboschnelle Spermien bekommt.

 

Findest Du Dich in dieser Beschreibung wieder?

Was ist schief und was ist gerade in meinem Leben?

Wenn es Dir damit gut geht und Du durch all diese Maßnahmen schwanger wirst, dann freue ich mich mit Dir.

Wenn Du aber zunehmend Misstrauen Deinem Körper gegenüber entwickelst und kurz davor bist die Nerven zu verlieren, dann ist es an der Zeit innezuhalten und Dich zu fragen:

Woher weiß ich, was gerade schief und was gerade ist?

Woher weiß ich, dass mein Körper verantwortlich dafür ist, dass sich keine intakte Schwangerschaft einstellen will?

Denn ein Normzyklus ist keine Garantie für eine Empfängnis.

Und auch eine perfekt geplante und durchgeführte künstliche Befruchtung muss nicht zu einer Schwangerschaft führen.

Trotz aller Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin scheint es ein letztes Geheimnis der Empfängnis zu geben, das für uns unverfügbar ist.

Die Erfüllung eines Kinderwunsches liegt nicht in unserer Hand.

Damit ist klar, dass Du Dich bei Deinem Kinderwunsch auf keinerlei Verbesserungs- und Optimierungsrezepturen im Hinblick auf die Empfängnissteigerung Deines Körpers verlassen kannst.

Aber was kann dann helfen?

Was hat Dir bereits weitergeholfen?

 

 

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Was Du aus schwierigen Zeiten lernen kannst

Was kannst Du aus schwierigen Zeiten wie der Kinderwunschzeit lernen?

Es war einmal ein Mann, der hatte vier Söhne. Er wollte, dass seine Söhne lernen, nicht allzu schnell zu urteilen. Darum sandte er sie alle vier mit einer Aufgabe hinaus. Sie sollten sich einen weit entfernten Birnbaum anschauen.

Der erste Sohn ging im Winter hin, der zweite im Frühling, der dritte im Sommer und der jüngste Sohn im Herbst.

Als sie alle zurückgekommen waren, rief der Vater sie zusammen und bat sie, zu beschreiben, was sie gesehen hatten.

Der erste Sohn sagte: “Der Baum war kahl und hässlich, gebeugt und krumm.“ Der zweite Sohn sagte: „Nein, er war bedeckt mit frischen, grünen Blättern und viel versprechenden Blüten.“

Der dritte Sohn war nicht einverstanden. Er sagte: „Nein, der Baum war mit Blüten übersät, die so süß rochen und so wunderschön aussahen, dass es das Gewaltigste war, was ich je gesehen habe.“

Der letzte Sohn konnte dem allen nicht zustimmen. Er sagte: „Nein, er war voll beladen mit reifen Früchten, voller Leben und Erfüllung.“

Der Vater erklärte seinen Söhnen daraufhin, dass sie alle Recht hätten, weil jeder von ihnen nur eine Saison im Leben des Baumes gesehen habe.

Er sagte: “Ihr dürft keinen Baum oder eine Person nur aufgrund einer einzigen Saison beurteilen und meinen, diese Saison würde euch schon alles über den Baum oder die Person verraten. Denn ihr eigentliches Wesen kann man erst am Ende ermessen, wenn alle Jahreszeiten gelaufen sind.

Wenn du im Winter schon aufgibst, verpasst du die Verheißung deines Frühlings, die Schönheit deines Sommers und die Erfüllung und Ernte deines Herbstes.

Lasse nicht zu, dass der Schmerz einer einzigen Saison die Freude des ganzen Restes zerstört.

Verfasser: Unbekannt