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Blickwechsel Adoption: Neues Magazin des BMFSFJ stellt sich vor

Heute möchte ich dir die neue Broschüre Blickwechsel Adoption des Bundesfamilienministeriums vorstellen.

Denn das Thema Adoption ist bis heute tatsächlich ein schwieriges und oft nur hinter vorgehaltener Hand diskutiertes Thema.

Was bewegt Frauen und Paare ihr Kind freizugeben?

Und warum können sie ihr Kind nicht annehmen und ihr Elternsein leben?

Schnell vermutet man schwierige Lebensverhältnisse, psychische Erkrankungen, Alkohol, Drogen und letztendlich bleiben viele ungeklärte Fragen und Unverständnis. Dabei wird völlig ausgeblendet, dass eine Adoption nicht zwangsläufig eine Frage von Erkrankungen, Drogensucht oder mangelndem Einkommen sein muss. Manchmal können sich Frauen und Paare auch einfach nicht vorstellen, Eltern zu sein.

Eines wird schnell klar: Hinter der Tabuisierung des Themas Adoption steckt viel Un- oder Halbwissen und eine fehlende Auseinandersetzung mit der wirklichen Lebensrealität der abgebenden Eltern, aber auch der Adoptiveltern, die über das Adoptivkind für immer mit den leiblichen Eltern verbunden bleiben.

Neue Broschüre Blickwechsel Adoption

Eine neue Broschüre des Bundesfamilienministeriums widmet sich dem Thema Adoption auf sehr einfühlsame Weise und will der Tabuisierung ein Ende setzen. Unter dem Titel „Blickwechsel Adoption“ lässt die Broschüre dazu allen Beteiligte zu Wort kommen. Sowohl abgebende Eltern, Adoptiveltern als auch betroffene Kinder schildern eindrucksvoll ihre Erfahrungen. Weiterhin gibt es Stimmen von Experten, die fachliche Beiträge leisten.

Ich habe Blickwechsel Adoption mit Freude gelesen.

Die Broschüre kommt bunt mit vielen verschiedenen Ansätzen aus unterschiedlichen Blickwinkeln daher und ist ein wirklich guter Einstieg für alle, die sich privat oder beruflich mit dem Thema Adoption in Deutschland beschäftigen wollen.

Anhand vieler Fallbeispiele und Erfahrungsberichte von abgebenden Eltern, Adoptiveltern und Kindern entsteht ein sehr umfassender und auf mich ehrlich wirkender Einstieg in das Thema.

Am Ende findet sich zudem ein Glossar mit wichtigen Begrifflichkeiten und rechtlichen Hinweisen zur  Adoption in Deutschland.

Auch der Hinweis auf das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend neu eingerichtete Expertise- und Forschungszentrum Adoption (EFZA) ist wertvoll und sicherlich eine gute Anlaufstelle, um weitere gut recherchierte Informationen zu erhalten.

Du kannst die Broschüre über die Webseite des BMFSFJ kostenfrei bestellen oder aber über diesen Link ebenfalls kostenfrei direkt herunterladen.

Herzliche Grüße

Silke

 


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2017-03-08T19:37:03+00:00 Kategorien: Kinderwunsch Blog|Tags: , |1 Kommentar

Adoption

Zeitonline stellt in einem Artikel die Ergebnisse einer Langzeitstudie zusammen:

Die Langzeitstudie des Entwicklungspsychologen Michael Rutter ergab, dass Kinder, die bei der Adoption jünger als 18 Monate waren, später sehr gute Fortschritte machten und in ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung aufholten. Waren die Kinder bei der Adoption älter als zwei Jahre, wurden Verhaltensauffälligkeiten, Bindungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen im Alter von elf Jahren weiterhin diagnostiziert.

Messungen zeigten zudem, dass die Hirnaktivität der Waisenhauskinder stark vermindert war. Bei Kindern, die mit mehr als zwei Jahren in eine Pflegefamilie kamen, änderte sich daran wenig. Bei jüngeren Kindern stimulierte der Wechsel vom Heim in eine Familie jedoch die Aktivität, sodass sie nach einigen Jahren der eines Kindes ähnelte, das von Geburt an bei seinen Eltern aufgewachsen ist.

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2017-06-12T02:10:43+00:00 Kategorien: Kinderwunsch Blog|Tags: , |0 Kommentare