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Fehlgeburt: Was Du niemals sagen solltest!

Das Erleben einer Fehlgeburt bedeutet einen tiefen Einschnitt in das eigene Leben. Vielleicht liest du diese Zeilen, weil du selbst vor kurzem eine Fehlgeburt erlebt hast oder weil es einen lieben Menschen in deinem Umfeld gibt, die oder der eine Fehlgeburt zu verarbeiten sucht. Leider kommt es oft zu wenig schönen Reaktionen der Umwelt, die die Trauer und den Schmerz  nicht immer nachempfinden können. In diesem Artikel habe ich einige Aussagen und meine Gedanken dazu gesammelt.

Fehlgeburt: Wenn Kommentare anderer verletzen

Wenn ich selbst zurückschaue, dann gehört meine eigene Fehlgeburt sicherlich zu den Ereignissen in meinem Leben, die mich am meisten berührt und verletzt haben.

Und bestimmt kannst du das nachvollziehen, denn wir alle verbinden mit einer Schwangerschaft die Entstehung neuen Lebens und die Geburt eines Babys.

Gedanklich und emotional ist dir  dein Kind schon ganz nahe und mit jedem Tag wächst die Beziehung und die Vorfreude auf das gemeinsame Leben.

Und dann kommt diese schockierende Nachricht, dass dein Kind nicht (weiter)leben wird oder das Herz aufgehört hat zu schlagen.

Der Schock und die Trauer sitzen tief und es gibt kaum eine Vorstellung, wie diese Nachricht verarbeitet werden kann. Auch die Familie, Verwandte und Freunde sind betroffen und es fehlt oft die Erfahrung, wie man auf einfühlsame Weise reagieren und mit der Situation umgehen kann.

So kommt es auch, dass ich über meinen Kinderwunsch Blog sehr viele Mails von Frauen und Paaren bekomme, die unendlich unter den Reaktionen ihrer Umwelt leiden.

Unpassende Kommentare und vermeintlich gut gemeinte Ratschläge, die oft mehr verbale Schläge sind, verletzen und lassen die Betroffenen geschockt und traurig zurück.

Deshalb kommt hier nun eine Liste mit gesammelten Kommentaren, die du vielleicht selbst aus eigener Erfahrung kennst. Vielleicht hast du weitere Ergänzungen für meine Liste, zögere bitte nicht sie mir zu schicken!

Nützliche Artikel:

Fehlgeburt: Was Du niemals sagen solltest

1. „Das Schicksal wollte es so“

Für jemanden, der gerade einen schweren Verlust verkraften musste, kann die Aussage „das Schicksal wollte es so“ sehr verletzend sein. Schnell kann die Vorstellung entstehen, dass das Schicksal für das Leben der betroffenen Person keine Kinder vorgesehen hat und es deshalb keinen Sinn hat es irgendwann nochmal zu versuchen.

Zudem stellt sich die Frage, was das Schicksal zukünftig noch bringen wird und warum es gerade einen selbst so hart getroffen hat. Selbst Frauen und Paare, die keinerlei Hang zum Aberglauben haben und mit beiden Beinen im Leben stehen, berühren solche Gedankengänge sehr.

Schließlich frage ich mich bei dieser Art von Kommentar immer, was oder wer denn das Schicksal genau ist. Für mich klingt es oft so als ob eine Zuschreibung zu einer wie auch immer gearteten höheren Kraft die Trauer und den Schmerz kleiner machen könnte. Das ist aber nicht so und leider lässt sich der Tod dadurch nicht besser begreifen.

 2. „Mit deinem Kind stimmte irgend etwas nicht“

Immer wieder höre ich diese Art von Bemerkung un ich weiß aus eigener Erfahrung, wie  sehr sie verletzen kann.

Inhaltlich mag dieser Gedanke vielleicht sogar richtig sein, z.B. dann, wenn die Fehlgeburt durch einen genetischen Defekt des Kindes verursacht wurde und das Baby deshalb nicht lebensfähig war.

Es gibt sicherlich viele Faktoren, die zu einer Fehlgeburt führen können.

Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass eine solche Bemerkung nicht alles andere als tröstend wirkt. Das Wissen um mögliche genetische Defekte, Erkrankungen oder Fehlbildungen des eigenen Kindes mindert nicht den Verlust und die Trauer.

 3. „Du kannst wieder schwanger werden“

Das ist eine Bemerkung, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Leider ist sie als Kommentar sehr beliebt.

Für ein Paar, das bereits eine enge Bindung zu seinem ungeborenen Kind aufgebaut hat, wirkt sie sehr verletzend.

Die Trauer um das Kind verschwindet nicht, indem man versucht den Verlust durch ein neues Baby zu ersetzen.

Ein Paar, das bereits schwanger war und das Kind nicht austragen durfte, quälen oft viele Gedanken.

Die Frau fragt sich dabei oft nicht nur, ob sie wirklich wieder schwanger werden kann, sondern auch, ob sie überhaupt fähig ist, ein Kind auszutragen.

Und auch die Männer leiden sehr stark unter dem Verlust und der Frage, ob eine Folgeschwangerschaft überhaupt möglich sein wird. Selbst wenn es vielleicht recht schnell wieder klappen sollte, bleibt die Trauer und Fassungslosigkeit über den Tod präsent.

4. „Du bist nicht mehr die oder der Jüngste“

Es ist erstaunlich, dass es Menschen gibt, die glauben, dass ein Hinweis auf das Alter der Betroffenen eine angemessene Reaktion auf eine Fehlgeburt ist.

Zwar gibt es den Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeit und Alter, aber eine solche Reaktion frustriert und hinterlässt das betroffene Paar einsam mit seiner Erfahrung zurück.

Jede Frau und jedes Paar, das sich ein Baby wünscht und vielleicht schon etwas älter ist, weiß fast immer um die Risiken einer Fehlgeburt. Wenn es dann aber tatsächlich passiert hilft dieses Wissen nicht weiter, um mit dem Schmerz und der Trauer besser umzugehen.

Der Hinweis, dass man aufgrund des Alters ja vorgewarnt hätte sein müssen, verletzt und ist definitiv nicht hilfreich.

5. Du sagst nichts und ignorierst die Fehlgeburt

Wenn dir jemand vertrauensvoll von seiner Fehlgeburt erzählt, ist es fatal, wenn du nicht darauf reagierst und die Fehlgeburt ignorierst.

Ich weiß, dass solche Situationen sehr herausfordernd sein können. Man möchte gerne auf gute Weise reagieren, gleichzeitig fehlen die passenden Worte und die Erfahrung, was in solchen Situationen angemessen ist und was nicht. Es braucht ganz viel Einfühlungsvermögen und oft ist es in der jeweiligen Situation schwierig wertschätzend und empathisch zu reagieren.

Mein Tipp:

Du musst keine perfekt eloquente und einfühlsame Antwort geben.

Ein „es tut mir leid, was Euch passiert ist“ lässt das betroffene Paar wissen, dass du an sie denkst und dich in ihre Situation einfühlen kannst.

Oft ist hier weniger auch mehr. Wenn du total unsicher bist, kannst du diese Unsicherheit in Worte fassen und deinem Gegenüber mitteilen, wie sehr dich die Situation berührt und du innerlich nach den richtigen Worten suchst.

Auch ein „das macht mich sprachlos“ oder ein einfaches „darf ich dich kurz drücken“ sind ein Zeichen, dass du verstanden hast, worum es gerade geht.

Trau dich, deine eigene Betroffenheit auszudrücken! Sie wird es deinem Gegenüber ermöglichen auf ähnliche Weise zu reagieren und darin für einen Moment etwas Trost zu finden.

Herzliche Grüße

Silke

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Von |2020-03-18T05:40:53+02:0017. März 2020|57 Kommentare

Totgeburt: Und dann war Lasse plötzlich tot!

Heute will ich Dir ein besonderes Buch zum Thema Totgeburt hier auf Kindeshalb vorstellen. Es liegt bereits seit einiger Zeit auf meinem Schreibtisch, denn ich lese in Etappen darin. Das hat damit zu tun, dass mich dieses Buch so tief berührt, dass ich es immer wieder nach einigen Seiten weglegen muss. Denn der Schmerz, ein Kind zu verlieren, erscheint mir selbst in meiner Rolle als Leserin kaum aushaltbar. Die Zeichnungen der Autorin sind so intim und persönlich, dass ich immer wieder mit den Tränen kämpfe.

Trotzdem oder gerade deshalb will ich Dir das Buch von ganzem Herzen empfehlen. Das Thema Totgeburt weckt Ängste und wir neigen dazu nicht hinzuschauen und uns von den betroffenen Familien zurückzuziehen. Doch der Tod gehört zum Leben dazu und jedes dieser Babys, das nicht leben durfte, hat es verdient nicht vergessen zu werden.

Und das ist es auch, was ich jeder betroffenen Mutter und jedem betroffenen Vater sagen möchte: Ich spüre Eure Verzweiflung, Eure Sprachlosigkeit und Eure Einsamkeit. Und ich bin in Gedanken und mit ganzem Herzen bei Euch!

Wenn Du magst, erzähle hier in einem Kommentar von Deinem Baby und was Euch passiert ist.

Das Licht, das Schatten leert

Tina Brenneisen, 42, erzählt in „Das Licht, das Schatten leert“ über den Tod ihres Kindes Lasse.

Tina ist mit Lasse schwanger und erfährt kurz vor der Geburt, dass er im Bauch verstorben ist. Über diese Nachricht, die Geburt und die Zeit danach handelt ihr Buch.

Tina ist Comiczeichnerin und sie fängt deshalb an das Erlebte zu zeichnen.

Tina Brenneisen Das Licht das Schatten leert

© Tina Brenneisen, Edition Moderne

Nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus ist für Tina und ihren Mann nichts mehr wie vorher. Der Kontakt zur Familie und zu Freunden gestaltet sich schwierig, aber auch die Beziehung zu ihrem Körper hat sich verändert.

Tina fühlt sich von ihrem Körper verraten, hat er sie doch nicht gewarnt und in sie in dem Glauben gelassen, dass es Lasse gut geht.

Doch Lasse ist tot!

Tina Brenneisen Das Licht das Schatten leert

© Tina Brenneisen, Edition Moderne

Langsam und in kleinen Schritten gelingt es den beiden, sich aus der Ohnmacht herauszuarbeiten, wieder Vertrauen zu sich selbst und zu anderen Menschen zu fassen. Dabei kommt es zu vielen absoluten Tiefpunkten in der Begegnung mit der Familie, Freunden, aber auch in der Partnerschaft selbst. Die Bilder dazu berühren, sie sind ehrlich und mutig gezeichnet.

Fazit: Empfehlenswert!

„Das Licht, das Schatten leert“ ist ein wertvoller Begleiter für alle, die sich mit dem Thema Totgeburt und Trauer auseinandersetzen müssen oder wollen. Der Comic wurde mit dem Berthold-Leibinger-Comicbuchpreis, der höchstdotierten deutschen Comicauszeichnung, prämiert.

Das Licht das Schatten leert
8 Bewertungen
Das Licht das Schatten leert
  • Brenneisen, Tina (Autor)
  • 240 Seiten - 11.09.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Edition Moderne (Herausgeber)

Tina Brenneisen überzeugt mit ihrer schonungslosen Ehrlichkeit. Sie hat ein Buch geschaffen, das definitiv an die Substanz geht, weil es in Wort und Bild ausdrückt, was es bedeutet sein Kind gehen lassen zu müssen.

Herzliche Grüße

Silke

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Bilder: © Tina Brenneisen, Edition Moderne

Von |2020-03-05T22:42:56+02:005. März 2020|0 Kommentare

Trauer nach Fehlgeburt: Tipps & Ressourcen

Die Trauer nach einer Fehlgeburt kann ein unendlich harter und schmerzvoller Prozess sein. Von einer Fehlgeburt oder einem Abort spricht man dann, wenn es zum Tod des Embryos oder zu einer frühzeitigen Geburt des Babys noch vor dem Erreichen der Überlebensfähigkeit außerhalb des Bauches der Mutter gekommen ist.

Fehlgeburt: Was kann helfen?

Wenn ein Kind im Bauch oder kurz nach der Geburt stirbt, dann gibt es kaum Worte, die das Geschehene beschreiben können. Und es fehlen Ressourcen, die einem eine erste Idee geben können, wie es überhaupt weitergehen kann.

Mit diesem Artikel möchte ich deshalb eine Ressourcen Seite für Eltern, die eine Fehlgeburt verarbeiten müssen, anlegen. Diese Seite soll als Unterstützungsangebot nach einer Fehlgeburt dienen und ich möchte hier alles sammeln, was hilfreich sein kann auf diesem steinigen Weg.

Ich möchte aber auch an alle die denken, die im Umfeld und Kontakt mit einer trauernden Familie stehen. Großeltern, Geschwisterkinder, Verwandte, Freunde, Kollegen etc. Wenn du zu einer dieser Gruppen gehörst, dann bist auch du hier richtig.

Vielleicht findest du den ein oder anderen guten Tipp für dich: Ein Buch, ein Blog, irgendetwas, das dich in diesem Moment berührt und dir einen neuen Impuls für deinen Trauerweg gibt.

Wenn du selbst etwas als hilfreich erfahren hast, dann schreibe bitte einen Kommentar und gib damit deine Erfahrung an andere weiter. So kann eine Seite entstehen, die wächst und für alle Betroffenen spürbar werden lässt, dass sie nicht alleine auf ihrem Weg sind.

Fehlgeburt: Bin ich schuld?

Ich habe selbst eine Fehlgeburt erlebt und danach gab es lange Zeit nur noch eine Frage in meinem Kopf: Was habe ich falsch gemacht?

Eine Umfrage des Startups Ava, dass auch das Ava Armband entwickelt hat, konnte aufzeigen, dass tatsächlich fast die Hälfte aller Frauen ähnliche Gedanken haben und sich selbst die Schuld an einer Fehlgeburt geben.

Weiterhin sind mehr als 70 Prozent der betroffenen Frauen überzeugt, dass Stress zu einer Fehlgeburt führen kann. 37 Prozent der Befragten halten schwere körperliche Arbeit wie z.B. das Heben von schweren Gegenständen für die Ursache.

Fehlgeburt Ursachen

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass es Mythen rund um das Thema Fehlgeburt gibt. Was stimmt wirklich? Meine  Suche nach Studien zu konkreten Zahlen und Ursachen von Fehlgeburten hat Folgendes ergeben:

  • Fehlgeburten kommen sehr häufig vor. Je nach Studie enden ca. 11 – 15 Prozent aller Schwangerschaften vorzeitig. Dabei sind noch nicht die Schwangerschaften mit einbezogen, die bereits vor der zu erwatenden Periode abgehen. Viele Frauen bemerken gar nicht, dass sie schwanger sind, da sich die Fehlgeburt in Form einer scheinbar normalen Monatsblutung zeigt.
  • Frühe Fehlgeburten werden mit 60 bis 80 Prozent genetischen Ursachen zugeschrieben. Die Frau hat in diesen Fällen nichts falsch gemacht, vielmehr war der Embryo selbst nicht lebensfähig.
  • Es gibt weitere Gründe für eine Fehlgeburt wie z.B. immunologische Erkrankungen, Fehlbildungen der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen etc.
  • Die im Volksmund benannten Gründe wie z.B. das schwere Heben oder gar, dass die Mutter das Baby nicht stark genug haben wollte, kommen in diesen Studien nicht vor. Eine Aufklärung über diese falschen Annahmen halte ich für extrem wichtig, machen sie doch deutlich, dass in den allermeisten Fällen die Frau keine Schuld trifft!

Nützliche Artikel: 

Fehlgeburt: Was du niemals sagen solltest!

Die Sehnsucht nach deinem Kind: Das Gefühl nicht komplett zu sein

So sieht es aus ungewollt kinderlos zu sein!

Trauersprüche für Sternenkinder

Nach der Klärung der Schuldfrage nun aber zu den Ressourcen.

Zunächst will ich dich auf meine Seite Trauersprüche für Sternenkinder hier aufmerksam machen. Wenn du auf der Suche nach Worten bist, die vielleicht ein klein wenig ausdrücken können, was gerade in dir vorgeht, dann lade ich dich herzlich ein dich dort umzuschauen.

Trauer nach Fehlgeburt: Bücher

Nach meiner eigenen Fehlgeburt war es für mich wichtig, nach Erfahrungsberichten anderer Frauen und Paare zu suchen. Ich wollte wissen, ob andere Ähnliches erlebt haben und gleichzeitig hören, was sich als hilfreich erwiesen hat.

Auch Informationen von Trauerbegleitern und anderen Fachleuten zum Trauerprozess selbst waren wichtig für mich, um besser verstehen zu können, was mit mir passiert und was ich tun kann, um diese Zeit zu überstehen. Hier kommen meine Buchempfehlungen:

Gute Hoffnung – Jähes Ende

Ich liebe Hannah Lohtrops Buch, denn sie hat es für ihre Tochter Cara geschrieben, „die ihre Spuren in unseren Herzen und auf dieser Erde hinterlassen hat, obwohl man sagt, sie habe ja noch nicht gelebt“.

Ausgelöst durch ihre eigene Betroffenheit und durch die Arbeit mit vielen betroffenen Eltern schafft es Hannah Lohtrop wichtige Impulse für den Weg durch die Trauer zu geben. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und enthält gleichzeitig viele wichtige Informationen und praktische Tipps.

Gute Hoffnung, jähes Ende: Fehlgeburt, Totgeburt...
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  • Lothrop, Hannah (Autor)
  • 384 Seiten - 27.06.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Kösel-Verlag (Herausgeber)

Mein Sternenkind – Begleitbuch für Eltern, Angehörige und Fachpersonen nach Fehlgeburt, stiller Geburt oder Neugeborenentod

Ein Buch mit vielen Erfahrungsberichten, Ideen und Gedanken. Ich würde es zusammen mit Hannah Lohtrops „Gute Hoffnung – jähes Ende“ allen empfehlen, die selbst ein Kind verloren haben oder Personen, die mit Betroffenen in ihrer Arbeit zu tun haben.

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  • Wolter, Heike (Autor)
  • 372 Seiten - 30.03.2017 (Veröffentlichungsdatum) - edition riedenburg (Herausgeber)

Tabuthema Fehlgeburt. Ein Ratgeber (Erste Hilfen)

Ein Ratgeber mit vielen nützlichen Informationen zum Thema Fehlgeburt. Die Autorin hat im Rahmen von Interviews mit mehr als 400 Frauen umfassend Wissen gesammelt, dass sowohl betroffenen Paaren, aber auch Angehörigen oder medizinisches Personal hilfreich sein kann.

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  • Miriam Funk (Autor)
  • 120 Seiten - 10.05.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Mabuse-Verlag (Herausgeber)

Sternenkinder: Wenn eine Schwangerschaft zu früh endet 

Schönes und auf berührende Weise geschriebenes Buch, ideal für die Trauerverarbeitung und den Umgang mit Fehlgeburten.

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  • Zebothsen, Birgit (Autor)
  • 208 Seiten - 12.08.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Südwest Verlag (Herausgeber)

Bin kaum da, muss schon fort: Eltern fehl- und totgeborener Kinder berichten von ihren Erfahrungen

Das Buch der Schweizer evangelischen Theologin Sabine Herold lässt den Erfahrungen der betroffenen Eltern breiten Raum. Auf sehr unterschiedliche Weise berichten sie von dem was mit der Geburt ihrer toten Kinder auf sie zukam. Vielschichtig sind die gemachten Erfahrungen und auch die Möglichkeiten erfahrenes zu verarbeiten.

Gestern war ich noch schwanger. Ein Bilderbuch für Frauen, die ihr Kind in der Schwangerschaft verloren haben.

Dieses Buch begleitet sehr gefühlvoll und authentisch, die Bilder sind klar und sehr aussagekräftig. Ein wunderschönes und gleichzeitig auch sehr trauriges Buch.

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  • Schäufler, Nicole (Autor)
  • 92 Seiten - 01.10.2014 (Veröffentlichungsdatum) - edition riedenburg (Herausgeber)
Ein Teil von mir
Was geschieht mit der Trauer nach einem, nach zwei, nach drei Jahren, wenn alle anderen scheinbar den Tod bereits vergessen haben? Kann es gelingen wieder zurück ins Leben zu finden?
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  • Szymura, Silke (Autor)
  • 176 Seiten - 27.08.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Patmos Verlag (Herausgeber)
Abschied, Tod und Trauer
Ein sehr gutes Buch, das Kindern den Tod und die Trauer erklärt. Es ist für Kinder ab 4 Jahre geeignet und natürlich für alle, die das Thema Tod beschäftigt.
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  • Mennen, Patricia (Autor)
  • 16 Seiten - 05.07.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Ravensburger Verlag GmbH (Herausgeber)

WEIL DU MIR SO FEHLST

Weil du mir so fehlst ist ein weiteres Kinderbuch über Tod und Trauer. Das Buch erzählt die Geschichte eines Bärs, der jemanden vermisst und ist für Kinder zwischen vier und zehn Jahren geeignet.

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  • Bosse, Ayse (Autor)
  • 64 Seiten - 01.09.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Carlsen (Herausgeber)

Lauras Stern

Lauras Stern erzählt einfühlsam, dass man sich manchmal von Dingen trennen muss, die man lieb hat.

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  • Baumgart, Klaus (Autor)
  • 32 Seiten - 01.09.2006 (Veröffentlichungsdatum) - Baumhaus (Herausgeber)

Eine Handvoll  Liebe

Ein sehr ergreifendes  Buch, dass das Hoffen, Bangen und die Verzweiflung von Eltern eines frühgeborenen Kindes in Worte zu fassen vermag.

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  • Landsfried, Marcel (Autor)
  • 224 Seiten - 31.03.2015 (Veröffentlichungsdatum) - Manuela Kinzel Verlag (Herausgeber)

Weitere Ressourcen

Im Folgenden habe ich Dir weitere Ressourcen zusammengetragen. Angebote, Blogs, Projekte, mittlerweile gibt es zunehmend mehr Seiten zum Thema Trauer und Tod. Wenn du selbst eine gute Seite kennst, dann schreibe mir bitte einen Kommentar und ich nehme sie gerne hier auf.

Projekte & Verbände, Organisationen

Die Initiative REGENBOGEN e.V.

Für viele Eltern und Angehörigen sind Informationen zur Beerdigung oder zur Trauerbewältigung ein erster wichtiger Schritt. Alles Wichtige dazu bietet die Initiative Regebogen e.V. auf ihrer Webseite an.

Bei der Initiative Regenbogen handelt es sich um einen Kreis von betroffenen Eltern, die selbst ein oder mehrere Kinder vor oder kurz nach der Geburt verloren haben. Ziel des Vereins ist es der Trauer Ausdruck zu verleihen und dem eigenen Leben seinen Sinn zurückzugeben ohne dabei das verstorbene Kind zu vergessen.

Hier geht es zur Webseite der Initiative REGENBOGEN!

Dein Sternenkind

Meiner Meinung nach sollte wirklich jeder „Dein Sternenkind“ kennen!

Es handelt sich dabei um ein Netzwerk von ehrenamtlichen Fotografen, die kostenlose Erinnerungsbilder nach der Geburt machen. Die Fotos sollen helfen, das Leben des verstorbenen Kindes zu würdigen und den Eltern durch die Fotos auf ihrem Trauerweg zu unterstützen.

Schau dich auf der Webseite von „Dein Sternenkind“ um Du findest dort Einsatzberichte der Fotografen und viele Infos u.a. zur Organisation selbst.

Hier geht es zu Dein Sternenkind.eu!

Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

Der Bundesverband Verwaiste Eltern bietet eine ganze Reihe von Hilfs- und Beratungsangeboten. Schau dich auf der Seite um, du findest neben Infos zum Thema Trauer vor allem auch viele Tipps um dich lokal mit anderen Menschen in ähnlicher Situation zu verbinden.

Blogs & Webseiten zum Thema Abschied & Trauer

  • Wenn Kinder sterben: Dieser Blog wird von Menschen betrieben, die selbst um ein verstorbenes Kind trauern.
  • Dein Tod und ich: Dein Tod und ich ist die Trauer- und Interviewplattform über das Weiterleben nach dem Tod. Hier erzählen Hinterbliebene und Angehörige von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Tod und wie er ihr Leben vielleicht auch positiv verändert hat.
  • Trauerkinder – Die wichtigsten Fragen des Lebens nicht totschweigen – Sabine Elvert informiert über die Bedürfnisse von Kindern in der Trauer.
  • What’s your grief – Eine englischsprachige Seite mit sehr vielen Artikeln rund um die Themen Tod & Trauer.
  • Hope’s Angel: Hilfe für Familien und Fachkräfte bei Fehlgeburt, stiller Geburt und Neugeborenentod.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur zum Thema Fehlgeburt

  • Karen C. Schliep et. al.: Trying to Conceive After an Early Pregnancy Loss: An Assessment on How Long Couples Should Wait.
    Obstet Gynecol. Author manuscript; available in PMC 2017 Feb 1. Published in final edited form as: Obstet Gynecol. 2016 Feb; 127(2): 204–212. doi: 10.1097/AOG.0000000000001159.
  • Kangatharan C et. al.: Interpregnancy interval following miscarriage and adverse pregnancy outcomes: systematic review and meta-analysis.  2017 Mar 1;23(2):221-231. doi: 10.1093/humupd/dmw043.
  • Wong LF et. al.: The effect of a very short interpregnancy interval and pregnancy outcomes following a previous pregnancy loss.
    Am J Obstet Gynecol. 2015 Mar;212(3):375.e1-11. doi: 10.1016/j.ajog.2014.09.020. Epub 2014 Sep 20.

Weiterlesen:

Foto: Stock.adobe.com ©Monkey Business

Von |2020-02-24T22:57:34+02:0024. Februar 2020|0 Kommentare

Trauersprüche für Sternenkinder

Der Tod des eigenen Kindes ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Der Schmerz ist so unsagbar groß, der Verlust kaum zu begreifen. Vieles erscheint plötzlich sinnlos und es gibt kaum eine Idee wie das Leben weitergehen kann. Vielmehr scheint die Zeit still zu stehen und nichts kann den Schmerz mildern.

Wie das Unfassbare in Worte fassen?

Vielleicht bist Du selbst betroffen: Als Mutter, Vater, Geschwisterkind, Oma, Opa, Tante, Onkel, Freund oder Nachbar.

Und Du suchst nach Worten, die das Unglaubliche für einen Moment einfangen und zum Ausdruck bringen können.

Wenn Du magst, schau Dich in meiner Sammlung von Trauersprüchen für Sternenkinder um. Vielleicht findest Du einzelne Gedanken und Worte, die Dich berühren und Dir für wenige Momente etwas Last von der Seele nehmen.

Gerne nehme ich auch neue Trauersprüche, Gedichte & Zitate hier auf. Wenn Du einen Trauerspruch kennst, dann schicke mir den Text und wenn möglich auch die Quelle bitte per E-Mail zu. Du kannst auch einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag schreiben.

Trauersprüche für Sternenkinder

Für einen Augenblick
blieb die Erde stehen
und ein sanfter Sonnenstrahl
tastete sich behutsam durch die Wolken.
Er war klein und leuchtete
sehr hell in das Leben derer,
die ihn trafen.
Wir ahnten nicht,
dass er keine Chance
bekommen würde,
noch heller zu werden.
Kleiner Sonnenstrahl,
wir können es nicht begreifen,
dass Du nicht mehr bei uns bist,
und vermutlich werden wir es
nie verstehen.
Wir haben tausend Fragen,
auf die es keine Antwort gibt.
Eines aber möchten wir Dir sagen:
Danke, dass Du bei uns warst.
Es war ein wunderschöner Augenblick,
und Dein Licht wird immer in uns
weiterleuchten.

Verfasser unbekannt

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Du bist perfekt:

Und da ist der Moment, wenn auf einmal alles stimmt. In unzähligen Sternschnuppennächten hab ich mir Dich gewünscht!

Du bist märchenhaft, Du bist das Leuchten in der dunklen Nacht. 

Dass ich je so tief fühle hätte ich nicht geglaubt, jede Erinnerung an dich geht unter die Haut. 

Das hört nicht auf, ich hab bis jetzt darauf gewartet. 

Die Trauer um dich ist immer da, selbst wenn es Tag wird. 

Ich frage mich, wann endlich der Schmerz stoppt, ich liege im Bett mit der Decke über dem Kopf.

Doch auch wenn ich mich zu Hause verkriech‘, Dein allererster Blick auf mich ist immer da, wenn ich die Augen schließ.

Ich kann dich immer noch vor mir sehn, Du bist genauso wie ich, nur in schön. 

Und ich bin hin und weg. Du bist mein Wunder, du bist perfekt!

Mit Dir fühlte es sich an, als ob das Leben schön ist. 

Und wenn alle Dich vergessen, ich tu es nicht!

Monique

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Als der Regenbogen verblasste, da kam der Albatros; und er trug mich mit sanften Schwingen weit über die sieben Weltmeere.

Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichtes. Ich trat hinein und ich fühlte mich geborgen.

Ich habe euch nicht verlassen, ich bin euch nur ein Stück voraus.

unbekannter Verfasser

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Gekämpft, gehofft und doch verloren.

Nun ruhe sanft, du gutes Herz. Dich leiden sehen und nicht helfen können war unser allergrößter Schmerz.

unbekannter Verfasser

Kleiner Engel, für immer in unserem Herzen:...
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  • Erath, Irmgard (Autor)
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. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Kleine Seele ich lass Dich gehn,
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Ich bin immer noch da.

Ich bin im Zimmer nebenan.

Was ich für euch gewesen bin, bleibe ich auch. Nennt mich weiterhin so, wie ihr mich immer genannt habt.

Redet mit mir, wie ihr immer mit mir geredet habt.

Betet, lacht und denkt an mich. Das Leben geht weiter, das Band zwischen uns ist nicht zerschnitten.

Warum sollte ich aus euren Gedanken verschwinden?

Ich bin nicht sehr weit weg, bloß auf der anderen Seite des Weges!

Ulrike Ruf 

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Wenn du jemals ein Kind verlierst,
wie es mir geschehen ist,
dann wirst du die andere Seite der Wahrheit kennen.
Du wirst verstehen, was es bedeutet, vernichtet zu sein
und doch jeden Tag aufzustehen
und den Kessel mit Wasser zu füllen.
Du wirst den Dampf aus dem Kessel steigen sehen und weinen.
Du wirst behaupten, es sei alles in Ordnung.
Du hast ein Staubkorn ins Auge bekommen. Das ist alles.
Auf der Straße werden Tränen auf den Gehsteig tropfen
und deine Schuhe füllen.
Sag, die Sonne schiene dir in die Augen.
Wenn du deine Trauer zeigst, vergeht sie nicht.
Wenn du sie verbirgst, vergeht sie nicht.
Sie ist für immer und ewig bei dir,
aber es gibt vielleicht eine Stunde,
in der du dich nicht erinnerst.
Einen Abend, an dem der Himmel blau wie Tinte ist.
Einen Nachmittag, an dem deine Tochter
hinter einer Grille herläuft, die sie niemals fangen wird.
Flüstere den Namen deines Babys.
Dann sei still!

Verfasser unbekannt