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IVF Begleitseminar für Frauen und Paare

Wer sich für eine reproduktionmedizinische Behandlung entschieden hat, merkt schnell, dass damit ein Rucksack voller neuer Aufgaben, Belastungen, aber auch neuer Hoffnung verbunden ist. Termine müssen koordiniert, Medikamente zur rechten Zeit eingenommen und gespritzt werden. Erklärungen für den Arbeitgeber, warum man wieder mal früher weg muss, wollen gut überlegt sein. Viele Fragen zum Ablauf der Behandlung, den Chancen und Risiken sowie den damit einhergehenden Gefühlen kommen auf. Das Hoffen und Warten auf das Wunschkind gestaltet sich oft als ein Auf und Ab an Gefühlen und hinterlässt manchmal schmerzliche Erfahrungen, die von Verzweiflung bis zur Trauer reichen.

Seminarinhalte

Hier treffen sich Frauen und Paare, die sich für eine reproduktionsmedizinische Behandlung entschieden haben. In der Gruppe ist in offener Atmosphäre Platz für Fragen, Diskussionen, Erfahrungsaustausch, Emotionen, Informationen und Entspannungsübungen.

Das Begleitseminar bietet einen geschützten Rahmen…

 

  • um all den belastenden Gefühlen während einer IVF Behandlung Raum zu geben
  • um über kräfteraubende Ängste und Hoffnungen zu sprechen
  • um umfassende Informationen über Behandlungsabläufe zu erhalten
  • um gemeinsam Trauerrituale zu gestalten z.B. nach einer Fehlgeburt
  • um das Warten auf das ersehnte Wunschkind zu erleichtern
  • um zu spüren, dass Sie nicht alleine mit diesem Thema sind

Termine:

5 x jeden 2. Donnerstag im Monat, jeweils von 19:00-21:00 Uhr

Start: Donnerstag, 12. März 2015

Leitung: Dipl. Päd., Dipl. Theol. Silke Schwekutsch

Kosten: 110,- Euro

Veranstaltungsort:

kindeshalb Kinderwunschberatung, Ringstr. 43, 69190 Walldorf

Auf Wunsch kann das Seminar auch in Kinderwunschzentren und gynäkologischen Praxen stattfinden.

Melden Sie sich bei Interesse bitte per Kontaktformular, per E-Mail oder telefonisch an.

Ich freue mich darauf, Sie ein Stück Ihres Weges zu begleiten!

 

Information, Beratung und Begleitung bei unerfülltem Kinderwunsch

 

 

 

Von |2016-07-02T00:50:08+02:003. Februar 2015|0 Kommentare

Wenn das Einfachste der Welt nicht funktioniert

Auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen zu können, bedeutet für viele Paare eine schwerwiegende Krise.

Studien aus den USA belegen, dass Infertilität zu den stressvollsten Lebenssituationen gehören kann – vergleichbar mit dem Verlust eines Partners oder dem Tod eines Kindes.

Zunächst geht jeder Mensch davon aus, fruchtbar zu sein und Kinder zeugen zu können. Fruchtbarkeit gehört zum Elementarbestand menschlicher Fähigkeiten wie Sehen oder Hören. Sterilitätsaspekte spielen im Lebensentwurf nur äußerst selten eine Rolle, vielmehr dreht sich die Kinderfrage um das Ob und Warum oder das Wann und mit Wem.

Die trügerische Gewissheit, jederzeit schwanger werden zu können, lässt die Familiengründung planbar erscheinen.

Und je schöner der Plan und je enger das Zeitfenster, desto größer der Druck, wenn es nicht klappt.

Besonders den typischen Paaren mit Nachwuchsproblemen – Mitte dreißig, der Job ist gesichert, das Leben wohl organisiert – fällt es besonders schwer, ihre Infertilität zu akzeptieren.

Bisher haben sie gelernt, dass man organisieren, nachdenken und sich anstrengen muss, um etwas zu erreichen.

Jetzt läuft diese Strategie plötzlich ins Leere. Hinzu kommt der Kontrollverlust über den eigenen Körper und die vorgesehene Familienplanung. Verschlossene Eileiter lassen sich nicht mit Fleiß beseitigen, beschädigte Eizellen nicht reparieren.

Zum Konflikt des scheinbar körperlichen Versagens treten soziale Aspekte hinzu: Aus Angst, nicht verstanden oder verurteilt zu werden, vermeiden betroffene Paare gegenüber dem Freundeskreis oder der Familie über ihre Situation, ihre Enttäuschung, Trauer oder Verzweiflung zu sprechen.

Verschweigen und Rückzug wird zur Strategie, um peinliche Erklärungen zu vermeiden und sich vor Kränkungen zu schützen.

Je länger das Wunschkind auf sich warten lässt, desto mehr wird das ganze bisherige Leben in Frage gestellt.

Die Paare suchen nach Gründen für ihre Unfruchtbarkeit und haben Schuldgefühle.

„Habe ich zu viel geraucht oder zu extensiv gelebt, zu egoistisch meine Berufsziele verfolgt oder zu sehr auf Sicherheit gesetzt und damit zu lange mit dem Kinderkriegen gewartet?

Nicht schwanger zu werden, heißt immer auch Abschied vom gewünschten und erhofften Kind.

Es muss um etwas getrauert werden, das als Wunsch existiert, vielleicht sogar völlig überhöht wird, sich aber nicht konkretisieren kann.

Dies kann gerade so schmerzhaft sein wie der Verlust eines real geborenen Kindes.

„Es ist, als ob einem etwas genommen wird, was man zwar niemals besaß, doch immer sicher war, es irgendwann zu haben“, „es ist etwas Existenzielles, das einen im Innersten trifft,“ zitiert M. Spiewak in seinem Buch „Wie weit gehen wir für ein Kind?“ betroffene Menschen.

Das reproduktive Unvermögen rührt am Innersten im Menschen, an Sexualität und Potenz, an tief verwurzelten Bildern von Männlichkeit und Weiblichkeit.

 

Information, Beratung und Begleitung bei unerfülltem Kinderwunsch

 

 

 

Von |2016-07-13T19:17:19+02:002. Februar 2015|0 Kommentare

BKiD Pressemitteilung zu „Auskunftsrecht Samenspende“

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderwunschberatung hat eine Pressemitteilung zum Urteil des BGH „Auskunftsrecht Samenspende“ herausgegeben.

Presserklärung der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung – BKiD zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28. Januar 2015


Am 28. Januar 2015 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Kinder, die mit Hilfe einer Samenspende gezeugt wurden, ein Auskunftsrecht haben und die Identität des Samenspenders erfahren können. Dieses Auskunftsrecht ist altersunabhängig, d. h. dass auch Kinder unter 16 Jahren das Recht haben, ihre biologische Abstammung zu erfahren.
Der Bundesgerichtshof misst offensichtlich dem Auskunftsrecht der so gezeugten Menschen eine hohe Bedeutung bei und bestätigt ähnliche Urteile des Bundesverfassungsgerichts. Dies ist auch aus psychosozialer Sicht sehr zu begrüßen. Zahlreiche Studien zeigen mittlerweile auf, dass eine frühzeitige Aufklärung so gezeugter Kinder wichtig für deren Identitätsentwicklung und die Vermeidung eines möglichen Vertrauensbruches in der Familie ist. Viele Kinder und (junge) Erwachsene haben großes Interesse, die Person des Spenders kennenlernen zu können, um diese Leerstelle im ihrem Leben füllen zu können. Sie erachten ihn als eine wichtige Person, ohne dessen Beitrag sie nicht entstanden wären, aber dies belastet nicht die Beziehung zu ihrem Vater.
Das Urteil hat jedoch Fragen aufgeworfen, die es nun zu beantworten gilt:
• Wenn bereits junge Kinder das Recht haben, die Identität des Spenders zu erfahren, wie und wer beurteilt, dass es tatsächlich die Kinder sind, und nicht deren Eltern, die sich für die Person des Spenders interessieren?
• Wer bereitet solche Kontakte vor, damit sie für vor allem für das Kind, aber auch dessen Eltern und auch den Spender, ggf. auch dessen Familie befriedigend verlaufen?
• Wer bereitet Spender darauf vor, dass nun auch jüngere Kinder auf sie zukommen können? Sie wurden seit der Verlängerung der Dokumentationsdauer auf mindestens 30 Jahre zwar darüber informiert, dass Volljährige ihre Identität erfahren können, aber nun können auch jüngere Kinder ihre Identität erfahren.
Nach wie vor bleiben zudem mehrere juristische Aspekte ungeklärt, darunter die Anfechtungsmöglichkeit der Vaterschaft des sozialen Vaters durch das Kind und die Absicherung des Spenders in den Fällen, in denen lesbische und alleinstehende Frauen mit seinem Samen behandelt werden. Wie bereits 2013 fordern wir daher, dass der Gesetzgeber die Folgen dieser Familienbildung für alle Beteiligten befriedigend klärt: für die Mediziner, die beratenden psychosozialen Fachkräfte, die Juristen, die Samenspender, die Eltern und vor allem die so gezeugten Menschen.

 

Von |2016-07-13T19:17:30+02:002. Februar 2015|0 Kommentare

IVF und ICSI: Mehr Eizellen durch Testosteron?

Kann die Gabe von Testosteron die Anzahl der Eizellen erhöhen?

Dr. Elmar Breitbach hat sich die Mühe gemacht und aktuelle und ältere Studien zu diesem Thema gesichtet.

Leider genügen nur drei Studien den Standardkriterien einer aussagekräftigen randomisierten und kontrollierten Studie und in diesen wurden 221 Patientinnen behandelt.

Das ist natürlich nicht sehr viel und vor diesem Hintergrund muss man diese Zahlen dann auch bewerten.

Hier kommen die Ergebnisse:

http://www.wunschkinder.net/aktuell/wissenschaft/low-responder/testosteron-vorbehandlung-bei-low-respondern-ein-update-5702/?utm_content=buffer538ed&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

 

Von |2017-06-12T02:10:44+02:002. Februar 2015|1 Kommentar

Warum Kinderwunschberaterin?

Warum Kinderwunschberaterin?

Vielleicht hat sich die eine oder der andere schon gefragt, warum ich mich so intensiv mit dem Thema Kinderwunsch und Familienplanung beschäftige?!

Aus eigener Erfahrung kenne ich die Sehnsucht nach meinen Kindern, diesen kleinen Seelen, die ich oftmals spüren, fast schon berühren konnte und die doch so weit von mir entfernt waren.

Ich kenne die medizinischen Verfahren, Abläufe, Medikamente, aber auch die Achterbahn der Gefühle zwischen Hoffen und Bangen und dem doch wieder negativen Schwangerschaftstest. Ich weiss, was es bedeutet schwanger zu sein und eine Fehlgeburt zu erleiden.

Diese Zeit war unglaublich kraftraubend, mir fehlte sowohl eine unabhängige und neutrale 2. Meinung als auch psychosoziale Beratung und Begleitung.

Das Thema hat mich nie losgelassen und ich habe mich entschieden, für alle Personen und Paare, die Ähnliches erleben, Information, psychosoziale Beratung und Begleitung anzubieten.

Das Bild, welches Du hier siehst und welches auch in einem der Slider meiner Homepage www.kindeshalb.de zu finden ist, ist Ausdruck der Achterbahn der Gefühle im Kinderwunsch. Herzlichen Dank an Gianluca Balestri, dass er meine Beschreibung auf diese Weise umsetzen konnte.

 

Von |2017-06-12T02:10:44+02:001. Februar 2015|0 Kommentare

BGH Urteil Samenspende

Kinder haben das Recht zu erfahren, von wem sie abstammen – und zwar ohne ein Mindestalter. Das hat der Bundesgerichtshof heute entschieden.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Berichte zum Urteil. In manchen wird leider missverständlich dargestellt, dass das Risiko für Spender steigt, unterhaltspflichtig zu werden. Dieser Zusamenhang ist so nicht richtig. Es besteht eine hohe juristische Hürde, bis der Spender als juristischer Vater festgestellt wird.

Hier kommen nun einige Links, um sich bei Interesse in das Thema einzulesen:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2015&Sort=3&nr=70043&pos=0&anz=14

 

Von |2016-07-13T19:17:46+02:0029. Januar 2015|0 Kommentare